HC Landsberg lebt den Albtraum Oberliga

Riverkings: Drei Spiele, 0 Punkte, 25 Gegentore

HC Landsberg vs. EC Peiting - oberliga Süd
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„Kämpft für uns!“, flehen die Fans der Riverkings (dunkle Trikots), doch das Abenteuer Oberliga fand vergangene Woche gegen den EC Peiting (weiß-rot) eine erneut desaströse Fortsetzung.
  • Toni Schwaiger
    vonToni Schwaiger
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Landsberg/Rosenheim – Es waren drei Begegnungen, die nur wenig Anlass zur Hoffnung für die Riverkings in der Oberliga Süd geben: Die Heimspiele gegen den EC Peiting und Deggendorfer SC gingen ebenso sang- und klanglos verloren wie die Auswärtspartie bei den Starbulls Rosenheim. Am Tabellenbild hat sich dadurch natürlich auch nichts verändert: Der HC Landsberg bleibt mir 4 Punkten aus 21 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz und hat nun schon 16 Punkte Rückstand auf Rang 12. Mit einem Torverhältnis von 45:119.

Guter Start, starker Einbruch: Beim Derby gegen den EC Peiting am Mittwoch vergangener Woche lief es für die Riverkings eigentlich nach Plan. Hayden Trupp traf in der 6. Minute sehenswert zur Führung und die hätte durch gute Chancen noch ausgebaut werden können. Außerdem bewahrte Keeper David Blaschta die Riverkings mit einigen starken Paraden vor dem Ausgleich. Mit 1:0 ging es in die erste Pause, doch was sich danach auf dem Eis abspielte, war denkwürdig.

Innerhalb von vier Minuten ging sowohl die Führung, als auch das Selbstvertrauen der Hausherren verloren. Der ECP drehte die Partie durch Gohlke (22.), Morris (25.) und Hlozek (26.) zum 3:1 für die Gäste. Von diesen Nackenschlägen erholte sich das Team von Fabio Carciola nicht mehr. Noch vor Ablauf des zweiten Drittels besorgten erneut Gohlke (36.) und Nagtzaam (40.) das 5:1 und damit war das Spiel gelaufen.

Der Einbruch nach den ersten 20 Minuten war ebenso erschreckend wie unerklärlich. Die Cracks der Riverkings erstarrten vor den Gästen wie das Kaninchen vor der Schlange und konnten anschließend froh sein, dass Peiting einen Gang zurückschaltete. Heger (44.) und Mazanec (55.) erzielten im letzten Drittel noch zwei weitere Treffer. Damit konnte der ECP mit einem 7:1 (0:1;5:0;2:0) im Gepäck wohlgemut die Heimreise antreten.

Hoffnungsvoller Start

Ähnlich verlief auch die Partie am folgenden Freitag. Beim nächsten Heimspiel empfingen die Landsberger den Deggendorfer SC. Die Führung der Gäste durch Schaber (5.) glich Patrik Rypar (10.) in Überzahl aus. Und auch das 1:2 durch Röthke (12.) war noch keine Vorent­scheidung. Doch schon vier Minuten nach der ersten Pause stand es durch Greilinger (22.) und Pfänder (24.) ruckzuck 1:4. Hayden Trupp verkürzte noch auf 2:4, doch vor Ablauf des zweiten Drittels erhöhte Röthke (31.) auf 5:2 für die Gäste aus Niederbayern.

Im letzten Spielabschnitt boten sich den Riverkings zwar einige Chancen, doch nur Marius von Friderici-Steinmann (47.) konnte eine davon zum zwischenzeitlichen 3:6 nutzen. Deggendorf hingegen traf durch Limböck (44.) und zweimal Kumeliauskas (48./53.) zum abschließenden 8:3 (2:1;3:1;3:1) für den Tabellenachten.

Desaster im Alpenvorland

Die Reise zu den Starbulls Rosenheim dürfte die Nerven der Riverkings noch eine Weile beschäftigen. Mit Sage und Schreibe 0:10 (0:4;0:3;0:3) ging der HCL unter. Es war ein deutlicher Klassenunterschied zu erkennen und die Gäste konnten den Starbulls in keiner Phase des Spiels Paroli bieten. In den ersten zehn Minuten legten sich die Hausherren den Gegner aus der Lechstadt zurecht, dann trafen sie nach Lust und Laune. Die Riverkings waren mit den zehn Toren schließlich noch gut bedient.

Auch die Auswechslung von David Blaschta für Michael Güßbacher beim Stand von 0:5 konnte der Defensive keine Sicherheit verleihen. Der bemitleidenswerte neue Goalie durfte ebenfalls fünfmal hinter sich greifen. Zu allem Unglück hatte Jonas Stettmer auch noch einen guten Tag erwischt: Der Torhüter der Starbulls verhinderte den Ehrentreffer der Gäste durch starke Paraden gegen Marvin Feigl (30.) und Tobias Wedl (35.)

Lindau kommt

Den Riverkings bleibt nun bis zum 22. Januar Zeit, um sich von diesen unerfreulichen Erlebnissen zu erholen. Vielleicht können einige intensive Trainingseinheiten für Besserung sorgen, bevor es am kommenden Freitag um 20 Uhr daheim gegen den EV Lindau geht. Oder die Clubführung setzt andere Impulse, um für die Mannschaft ein Licht am Ende des Tunnels zu entzünden.

Im Moment scheint es, als sei das Abenteuer Oberliga für den HCL wie der Griff in ein fallendes Messer.
Dietrich Limper

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