Joggen statt Medaillenjagd

Keine Deutsche Meisterschaft: Was das für drei Kauferinger Red-Hocks bedeutet

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Nach guten Leistungen im Trikot der süddeutschen Auswahl erhielten Calli Rieß (5. v. links), Jonas Fellner (9. v. links) und Daniel Wipfler (rechts) die Berufung zur U17-Nationalmannschaft. Doch Ihr Debüt dort muss nun erst einmal warten.

Landkreis – Just in dem Moment, in dem sich die Floorball­saison ihren Höhepunkten näherte, kam Corona. Drei Red Hocks, die sich gegenwärtig viel lieber in die Vorbereitung auf die Deutschen Nachwuchsmeisterschaften stürzen würden, sind Jonas Fellner, Daniel Wipfler und Calli Rieß. Doch für dieses Trio hätten die jetzigen Wochen neben der Jagd nach Edelmetall noch ein weiteres Highlight bereitgehalten: die Berufung zum Trainingslager der U17-Nationalmannschaft. Während Fellner schon in der Vergangenheit zum Aufgebot zählte, blickten seine beiden Teamkameraden eigentlich ihrer persönlichen Premiere entgegen.

Servus Ihr Drei! Wie vertreibt Ihr Euch gerade die Zeit?

Jonas Fellner: „Ich mache täglich ein einstündiges Workout und gehe regelmäßig joggen. Manchmal fällt es mir schwer, es konsequent durchzuziehen. Aber weil ich einen sportlichen Bruder habe, motivieren wir uns gegenseitig.“

Daniel Wipfler: „Gerade jetzt ist es doch enorm wichtig, dass man nicht abschaltet, sondern fit bleibt. Ich mach Stickhandling mit meinen Brüdern, geh Radeln, Joggen und mache Workouts.“

Calli Rieß: „Ich bring mit verschiedenen Sportarten Abwechslung rein. Und auf die Ernährung zu schauen, schadet auch nix.“

Eine Belohnung für Euren Einsatz hätte das Trainingslager der Nationalmannschaft an diesem Wochenende sein sollen. Jonas, du hast da ja bereits den Vergleich: Gehören die beiden anderen Jungs denn in diesen Kreis?

Fellner: „Ja, auf jeden Fall und natürlich freue ich mich auf Kauferinger Unterstützung.“

Dani, Calli, wie habt Ihr von Eurer Berufung erfahren?

Wipfler: „Erst schrieb mir unser süddeutscher Auswahltrainer Daniel Nustedt, dann später kam auch die Mail von Nationalcoach Ruben Seilnacht. Das war schon ein saugeiles Gefühl.“

Rieß: „Es ist eine tolle Chance sich zu beweisen, also war ich richtig begeistert. Und ein bisschen stolz.“

Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Dani, dein großer Bruder Ricardo hat mit der deutschen U19 schon zwei Weltmeisterschaften auf dem Buckel und dürfte künftig bestimmt auch ein Kandidat für die Herrennationalmannschaft sein. Hast du dir Tipps geholt?

Wipfler: „Ja, schon. Aber auch von Jonas und anderen U17-Nationalspielern, mit denen ich immer wieder in Kontakt bin, wie Yannik Zölzer oder Luis Rüger.“

Dass ihr beim U17-Lehrgang mitmischt, muss jetzt warten. Die deutschen Meisterschaften mit euren Kauferinger Teams fallen sogar ganz aus. Wie habt Ihr das vorzeitige Saisonende erlebt?

Fellner: „Ich war natürlich sehr enttäuscht. Denn ich habe schon sehr stark auf die Meisterschaften hingefiebert, zumal wir wieder große Chancen auf Titel hatten und auf diese Highlights hingearbeitet hatten.“

Was wäre drin gewesen?

Wipfler: „Vor zwei Jahren haben wir mit dem gleichen Kader der derzeitigen U15 den U13-Titel gewonnen. Mit dem jetzigen U17-Team sind wir damals U15-Meister geworden. Wir hatten also sicher zumindest die Chance, diese beiden Erfolge zu wiederholen.“

Fellner: „Und auf dem Kleinfeld bei der U17 hätte ich schon gerne den Titel vom letzten Jahr verteidigt. Was auf dem Großfeld drin gewesen wäre, das hätte wohl die Süd-Ost-Quali gezeigt.“

Rieß: „Wir haben uns richtig gut entwickelt.“

Jonas, du hattest ja sogar eine vierte DM in Aussicht?

Fellner: „Ja, in der U13 war ich dieses Jahr erstmalig als Co-Trainer mit am Start. Da hatte ich mich riesig auf unsere Heim-DM in Kaufering gefreut. Nachdem der Großteil der Mannschaft letztes Jahr nur knapp im Halbfinale gescheitert war, hatten wir uns schon was ausgerechnet.“

Jetzt müssen wir es nehmen, wie es ist und neue Ziele setzen. Wie sehen die bei Euch aus?

Fellner: „Ich will wieder voll Gas geben, mich weiterentwickeln und erfolgreich bei den Meisterschaften abschneiden. Und bei der süddeutschen Auswahl und der Nationalmannschaft gute Leistungen zeigen.“

Wipfler: „Richtig. Hart arbeiten und bestmöglich abschneiden. Mich bei der deutschen U17 durchzusetzen, ist mir ganz wichtig.“

Da könnten auch erste Erfahrungen im Herrenbereich wertvoll sein. Nächste Saison seid Ihr 15 Jahre alt und damit auch in der Regionalliga spielberechtigt.

Wipfler: „Das dürfte körperlich eine deutlich andere Nummer werden.“

Fellner: „Dem sehen wir sehr positiv entgegen. Ein bisschen Trainingsluft bei den Herren konnte ich schon schnuppern, um mich für die Lehrgänge der Nationalmannschaft fit zu machen. Das wird uns bestimmt helfen, uns in der Nationalmannschaft durchzusetzen.“
Rasso Schorer

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