Übers Ziel hinaus

Kleinfeld-Mannschaft der Red Hocks ist Bayerischer Vizemeister

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Keiner stand öfter richtig: Mit 43 Toren und 30 Vorlagen sicherte sich Lukas Wexenberger (schwarz) den Titel des bayerischen Kleinfeld-Topscorers.

Kaufering – Da haben die Spielplan-Macher wieder ein besonderes Gespür bewiesen: Denn als die Kleinfeld-Mannschaft der Red Hocks die Panther aus Regensburg und die Wikinger München empfing, ging es gegen zwei direkte Konkurrenten um Platz zwei hinter dem längst enteilten Meister Rohrdorf. Mit einem dramatischen Unentschieden sowie einem Kantersieg sicherten sich die Roten Silber.

Zunächst stand mit den Panthern aus Regensburg der erwartet schwere Gegner auf dem Platz. Im Hinspiel hatte man sich nach einem Drei-Tore-Vorsprung noch in letzter Sekunde mit einer Punkteteilung begnügen müssen. Die Regensburger Führung in der dritten Minute glich Markus Heinzelmann nur 20 Sekunden später aus. Kurz darauf stellten Marc Lippert und Sebastian Jäger den Kauferinger 3:1-Vorsprung her, den wiederum die Panther mit dem 3:2 beantworteten. Bis zur Pause konnte sich keine der beiden Mannschaften mehr eine Vorteil erkämpfen – „trotz intensivem Ringen um jeden Zentimeter“, schildert Kauferings Torwart Thomas Heubeck.

In der zweiten Halbzeit nahm die Partie nochmals Fahrt auf: Lukas Wexenbergers 4:2 drehten die Donau-Städter innerhalb von drei Minuten auf 4:5. Und auch nach dem Ausgleich durch Wexenberger waren die Panther immer eine Nasenlänge voraus: Mal eines, mal zwei Tore vorne liegend, hielten sie die Red Hocks auf Abstand. Zwei Minuten vor Schluss stand es dann sogar 7:10. Doch hier sollten die roten Löwen wiedermal ihre Nervenstärke unter Beweis stellen: Ohne Torwart und in Vier-gegen-drei-Überzahl gelang Wexenberger ein astreiner Hattrick auf Zuspiel von Lippert (Spielzeit 38:10), Daniel Szirbeck (38:30) und wiederum Lippert (39:55). So endete die Begegnung 10:10. „Ein sehr intensives Spiel mit gerechter Punkteteilung,“ fasste Panther-Kapitän Moritz Schewe zusammen.

Durch dieses Unentschieden blieb man nun im Klassement immer noch vor den Regensburgern, jedoch galt es zum Erhalt des zweiten Platzes unbedingt den Tabellennachbar aus München zu schlagen. Die Wikinger mussten auf einen ihrer emsigsten Punktesammler verzichten und so wurde das Top-Spiel seinen Vorzeichen nicht ganz gerecht: Daniel Lindner eröffnete den Torreigen nach 55 Sekunden. Zweimal Wexenberger, dreimal Szirbeck, einmal Lippert sowie Kapitän Sepp Trieb legten nach – 8:0, Pause. Das 9:0 fiel schon nach 13 Sekunden der zweiten Halbzeit durch Szirbeck und allein zwischen der 33. und 34. Minute schepperte es binnen 80 Sekunden sechs Mal – davon fünf Mal im Wikinger-Tor – sodass die Partie am Ende mit 19:3 doch deutlich zu Gunsten des VfL ausfiel.

„Das ist ein großer Erfolg für die Herren-Kleinfeld-Mannschaft,“ ordnet Goalie Heubeck das Abschneiden ein, nachdem die Red Hocks nach unter anderem einem deutschen Vizemeistertitel einige Jahre lang keine Mannschaft mehr für diesen Wettbewerb gemeldet hatten. „Das hätte zu Saison-Beginn noch keiner gedacht,“ so Spielertrainer Marc Lippert. „Das Training konnte erst Mitte Januar aufgenommen werden, da die Sporthalle in Landsberg bis dahin renoviert wurde.“

Einen weiteren Grund zu feiern gab es auch noch: Lukas Wexenberger wurde mit 43 Toren und 30 Vorlagen Topscorer der Liga, gefolgt von Kilian Tiefenthaler aus Rohrdorf (35/28) und Teamkamerad Marc Lippert (37/22). Die mit dem bayerischen Vizemeistertitel einhergehende Startberechtigung an der Süddeutschen Meisterschaft nehmen die Red Hocks nicht wahr

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