Landsberger Fußballer siegen mit 0:3 bei Aufsteiger Kornburg

Das Lächeln ist zurück

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Mit der Einwechslung von Manuel Detmar (am Ball) brachte Trainer Guido Kandziora zur Halbzeit Schwung ins TSV-Spiel.

Landsberg – Es geht doch: Im zweiten Spiel unter den neuen Trainer Guido Kandziora hat das Bayernliga-Team des TSV Landsberg seine sechs Partien währende, sieglose Serie beendet. In der zweiten Halbzeit belohnten sich die Lech-Kicker für einen couragierten Auftritt, der drei ganz wichtige Punkte gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf einbrachte.

Ein Lächeln habe er nach Abpfiff bei vielen seiner ­Schützlinge gesehen, freut sich Coach ­Kandziora, die Erleichterung war groß. Dabei stand das Spiel in der Halbzeit noch Spitz auf Knopf. Zwar war der TSV gut gestartet, doch weil der finale Pass abermals zu selten ankam und die Durchschlagskraft im Vorwärtsgang fehlte, ging es – auch dank der Tatsache, dass die Gastgeber ihre fünf Minuten kurze Drangphase ebenso wenig nutzen konnten – torlos in die Pause.

„Wir wollten die ­Fehler des gegnerischen ­Mittelfelds besser nutzen, effektiver kontern“, umreißt ­Kandziora seine Kabinen-Ansprache. Für ­Daniel ­Neuhaus wechselte der ­49-Jährige Manuel Detmar ein. „Mehr Zug über außen“, habe er dadurch ins Spiel bringen wollen – im Nachhinein die genau richtige Entscheidung.

Denn gerade einmal gut drei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da jubelten die Landsberger erstmals. Mitten drin Detmar, dessen Abpraller Sebastian Bonfert aus dem Gewühl heraus über die Linie bug­sierte. Möglich geworden war der Angriff, weil das Mittelfeld bei einem Kornburger Ballverlust aufgepasst und das Geschehen schnell und zügig in Richtung Tor verlagert hatte.

Der TSV stand weiter gut gestaffelt – wenn auch nicht fehlerfrei – und baute seine Führung in der 75. Minute aus, als Philipp Siegwart einen schnellen Konter samt cleverem Pass in die Tiefe zum 0:2 verwertete. Unmittelbar darauf war die Messe dann endgültig gelesen: Wieder schnappte das Landsberger Pressing zu, wieder ging es anschließend schnörkellos weiter. Über mehrere Stationen gelangte der Ball zum über links nach innen einlaufenden Detmar, der Simon Kunze im Gastgeber-Tor ausspielte und den Endstand besorgte (78.).

„Wir hatten viele Anteile, haben phasenweise gute Kombinationen gezeigt“, lobt Kandziora seine Jungs. Das Team sei einen Schritt weiter, doch wenngleich der starke Auftritt in der Fremde und das Zu-Null Anlass zur Freude geben, mahnt der Coach nach einem Zitat der österreichischen Erzählerin Marie von Ebner-Eschenbach: „Siege, aber triumphiere nicht.“ Einzelne Phasen, in denen die Landsberger geschwommen waren, „Spiel­glück bemüht“ hätten, seien ihm nicht entgangen.

Eine gute Portion solchen Spielglücks dürfte auch am kommenden Samstag nötig sein, um beim Heimspiel gegen Spitzenteam Pullach Zählbares zu ergattern. „Wir brauchen einen guten Tag, Pullach einen schlechten“, umreißt es Kandziora. Die auf sämtlichen Positionen stark sowie tief besetzten Gäste böten einige überragende und erfahrene Individualisten auf. Allen voran Angreifer Lukas Dotzler, der mit 16 Treffern (Stand Montag) die Liste der Bayernliga-Torjäger anführt. Immerhin: Während der TSV am vergangenen Dienstag spielfrei hatte, waren die Pullacher im Spitzenspiel gegen Heimstetten (nach Redak­tionsschluss) gefordert. „Wir haben nix zu verlieren und werden zuhause das Beste rausholen“, sagt der Coach, den personell keine Sorgen plagen. Anpfiff im 3C-Sportpark ist um 14 Uhr. Noch offen ist derweil, wann die zu wiederholende Partie gegen Neumarkt stattfinden wird. Die Berufung der Landsberger, die seinerzeit 1:0 geführt hatten, ehe den Gästen durch eine rote Karte und eine Verletzung beide Torhüter ausgefallen waren, ist vergangene Woche abgelehnt worden.

Rasso Schorer

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