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Kaufering bleibt in der Spitzengruppe

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Von: Thomas Ernstberger

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Sebastian Bonfert - VfL Kaufering
Viertes Tor in der akutellen Landesliga-Saison: VfL-Routinier Sebastian Bonfert (rechts) brachte Kaufering in Gersthofen in Führung. © Ernstberger

Kaufering – Man kann nicht jedes Spiel gewinnen – manchmal muss man auch mit einem Unentschieden zufrieden sein. Noch dazu, wenn es das neunte Spiel in Folge ohne Niederlage ist. Einfach stark, wie Landesliga-Aufsteiger VfL Kaufering in der neuen Spielklasse auftritt.

„Genial, was die Mannschaft leistet“, zollte Trainer Ben Enthart seinen Jungs nach dem 1:1 beim TSV Gersthofen ein Riesenlob. 22 Punkte nach elf Spielen, nach Sonthofen (6) die wenigsten Gegentore (11) und weiter Tabellenzweiter hinter dem punktgleichen Top-Favoriten Sonthofen und noch vor den hoch gehandelten Teams aus Kempten und Gilching – das hätte dem Neuling vor der Saison wohl keiner zugetraut. „Die Liga ist relativ ausgeglichen. Wir sind gut dabei und haben bisher noch keine Klatsche bekommen – es macht immer noch sehr viel Spaß“, sagt der Coach. Und er fügt hinzu: „Wenn man aufsteigen will, war der Punkt in Gersthofen natürlich zu wenig.“ Aber dieser Satz, und das betont er extra, „war natürlich nur Spaß.“

Aber wer weiß: Wer so auftritt wie die Kauferinger braucht sich nicht zu verstecken, muss vor keinem Team der Landesliga Angst haben. Und lässt sich auch von Gewitterpausen nicht aus dem Konzept bringen. Vergangene Woche, beim 3:2 gegen Erkheim, musste das Spiel nach einer Stunde wegen Blitz und Donner für 20 Minuten unterbrochen werden, am Freitag Abend dauerte die Halbzeitpause aus dem gleichen Grund eine Dreiviertelstunde.

Die Gäste waren in Gersthofen schon früh in Führung gegangen: Nach einem Freistoß von Neuzugang Luis Vetter, der erneut den Vorzug vor Tizian Hampel bekam, köpfte Sebastian Bonfert schon in der dritten Spielminute zum 1:0 ein. Es war Saisontreffer Nummer vier des zweitbesten VfL-Torschützen. Enthart: „Wir mussten erst ein paar brenzlige Situationen überstehen, waren dann aber am Drücker, haben es aber verpasst nachzulegen.“ Die größte Chance hatte Wolfgang Baumann, der an Torwart Jürgen Engelleiter scheiterte. So kam’s, wie es kommen musste: David Miller glich in der 69. Minute zum 1:1-Endstand aus. Enthart: „Wir waren natürlich (rekurz enttäuscht, weil wir dieses Mal in Führung gelegen sind, aber letztlich ging das Unentschieden in Ordnung.“ Und das Wichtigste: „In der Summe war es wieder ein gutes Spiel von uns.“

Für die Kauferinger geht’s am Samstag um 16 Uhr mit dem Heimspiel gegen den TSV 1860 Weißenburg weiter. Bis zum Ende der Vorrunde hat der VfL nun noch sechs Spiele – inklusive der Partie gegen Unterhaching II, das „außer Wertung“ antritt. Vier davon, gegen Durach, Gilching, Sonthofen und Memmingen II, finden auswärts statt, danach geht’s zum Rückrunden-Auftakt gleich nach Kempten.

Fünfmal bis Ende Oktober auswärts – eine zumindest seltsame Terminplanung: „Das wird eine heiße Phase“, sagt VfL-Trainer Enthart. Danach wird sich zeigen, ob Kaufering stark genug ist, um weiter vorne mitzumischen.

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