Merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen

TSV Landsberg bekommt Quittung für verpennte erste Halbzeit

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Nach einer turbulenten Partie kassierte der TSV Landsberg gegen Schwabmünchen eine Niederlage.
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Nach einer turbulenten Partie kassierte der TSV Landsberg gegen Schwabmünchen eine Niederlage.

Landsberg – 480 Zuschauer konnten sich über Langeweile am vergangenen Samstag im 3C-Sportpark nicht beschweren. In einer turbulenten Partie, zum Auftakt der Rückrunde in der Bayernliga Süd, unterlag der TSV Landsberg mit 1:3 gegen den TSV Schwabmünchen. Am Ende standen bei der Heimmannschaft nur noch acht Feldspieler auf dem Platz.

Wenn der Trainer seine Einwechselspieler nach 15 Minuten zum Warmlaufen schickt, dann muss was im Argen liegen. Und beim TSV war in den ersten 45 Minuten ganz gehörig der Wurm drin. Es war vielleicht die schwächste Halbzeit, seit Coach Sven Kresin am Ruder steht.

„Ich hätte eigentlich jeden auswechseln können, denn alle waren viel zu weit weg von ihren Gegenspielern. Wie schon gegen 1860 waren wir definitiv zu passiv und nicht griffig in den Zweikämpfen“, beklagt der Trainer die Vorstellung seiner Truppe. Es traf dann nach 28 Minuten Jonas Meichelböck, der durch Rainer Storhas ersetzt wurde.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste aber bereits mit 2:0. Stefan Meisel (14.) und Serhat Örnek (22.) waren die Nutznießer dieser sorglosen Einstellung des TSV in der Defensive. Auch Keeper Patrick Rösch konnte seine Vorderleute durch eindringliche und lautstarke Appelle nicht aufwecken.

Stefan Brunner, Torwart der Gäste, hatte schließlich erheblichen Anteil daran, dass der TSV noch vor der Pause wieder halbwegs in die Spur kam. Er verschätzte sich bei einem Eckball von Charly Fülla, wehrte den Ball genau zu Kapitän Sebastian Bonfert ab und der konnte gar nicht anders, als den Ball per Kopf im Tor unterzubringen (39.). Nur noch 1:2. Ein Hoffnungsschimmer.

Nun fanden die Hausherren in diesem Derby etwas besser ins Spiel, doch Schiedsrichter Thomas Ehrnsperger nahm ihnen zügig wieder den Wind aus den Segeln: Nach 43 Minuten schickte er Florian Mayer, bereits verwarnt, mit Gelb Rot vom Platz. Mayer hatte einen Ball, der vielleicht ein paar Millimeter im Seitenaus war, noch weiterspielen wollen und diesen Einsatz wertete der Unparteiische als Unsportlichkeit. Eine lächerliche Entscheidung ohne jegliches Fingerspitzengefühl. Auch die Gäste schlugen im Verlaufe der Partie zweimal den Ball weg, was aber keine Folgen hatte.

Es spricht für den Charakter der Elf von Sven Kresin, dass sie nach der Pause mit zehn Mann auf Wiedergutmachung aus war. Philip Siegwart rackerte für zwei und Innenverteidiger Julian Birkner schaltete sich in viele Angriffe ein und ging weite Wege.

Mit der Einwechslung von Sören Göbel für Felix Mailänder bewies Coach Kresin nach 56 Minuten fast ein glückliches Händchen. Mehrmals konnte Göbel seine Schnelligkeit ausspielen. Nach Vorarbeit von Fülla hatte er eine Doppelchance (58.) und nach Flanke von Siegwart erneut einen Treffer auf dem Fuß (63.).

Die Heimmannschaft ging nun volles Risiko, die Abwehr stand sehr hoch und durch die Einwechslung von Wolfgang Baumann für Orkun Tugbay spielte der TSV nun alles oder nichts. „Ob wir nun 3:1 oder 2:1 verlieren war dann auch egal, wir mussten alles versuchen. Und selbst mit acht Mann auf dem Platz hatten wir noch gute Chancen“, erklärt Kresin seine offensiven Maßnahmen.

Linienrichter Christoph Busch war dafür verantwortlich, dass das Personal der Landsberger in den letzten Minuten noch einmal reduziert wurde. Maximilian Holdenrieder wurde außerhalb des Feldes medizinisch behandelt. Schließlich bekam er nach mehreren Nachfragen vom Schiri ein Handzeichen und durfte wieder auf Platz. Der Assistent fühlte sich aber anscheinend übergangen, denn Holdenrieder hatte sich nicht beim ihm zurückgemeldet. Nach kurzer Diskussion per Funk, wurde der Landsberger mit Gelb Rot in die Kabine geschickt.

Nun sprang Keeper Rösch in die Bresche und agierte als zusätzlicher Stürmer, was allerdings dazu führte, dass Marco Villani in der Nachspielzeit zum 3:1 ins verwaiste Gehäuse des TSV treffen konnte. Eine kuriose, überflüssige und vermeidbare Heimpleite für die Lechstädter, die nun mit 24 Punkten auf dem 9. Rang rangieren.

Vier Spiele stehen noch an, bevor es in die lange Winterpause geht. Sven Kresin würde gerne mit 30 Punkten Weihnachten und Neujahr feiern, also müssen nach Adam Riese zwei Siege her. Der erste Dreier kann schon am nächsten Sonntag um 15 Uhr bei Ingolstadt II in Angriff genommen werden.

Am Rande erwähnt: Das Schlusslicht Schwaben Augsburg holte beim haushohen Favoriten und Tabellenführer Pipinsried ein erstaunliches 1:1.
Dietrich Limper

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