TSV bleibt an Spitze

Erster gegen Letzter

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Gratulation: Arek Wochnik, Andreas Fülla, Armin Sanktjohanser und Maximilian Süli (von links) freuen sich mit Torschütze Benjamin Hauke (verdeckt) über das 1:0 gegen Ottobeuren, im Hintergrund nehmen es Roland Krötz und Muriz Salemovic eher gelassen.

Landsberg – Anders hätte das Tor an diesem Tag für den TSV Landsberg wohl nicht fallen können: Irgendwie kam der Ball in der 81. Minute nach einer Flanke heraus zum aufgerückten Innenverteidiger Benjamin Hauke. Der stoppte das Spielgerät noch kurz und versenkte es trocken zum Siegtreffer.

Dabei hatten sich die rund 150 Zuschauer schon fast mit einem 0:0 abgefunden. Zwar zeigten die Gastgeber gegen den Tabellenletzten die größere individuelle Klasse und hatten auch deutlich mehr Torchancen, trotzdem war über große Strecken immer wieder Sand im Getriebe. Teilweise agierte man im Spielaufbau zu ungenau, teilweise kamen die langen Bälle in die Spitze nicht mit der gewohnten Präzision.

Parade von Fülla

Der Aufsteiger wiederum zeigte eine respektable Leistung und machte deutlich, warum man zuletzt dreimal in Folge gewonnen hatte. Sobald sich eine Lücke im Landsberger Mittelfeld auftat (wo nicht Süli, sondern Sanktjohanser auf der Position des verletzten Storhas spielte), versuchten es die Ottobeurer mit schnellem Umschalten und hatten damit auch einige Male Erfolg. Die weit überwiegende Anzahl der Chancen hatte allerdings der TSV. Als schon nach 100 Sekunden Fülla mit einem seiner energischen Antritte aufs Gehäuse zog und den gut haltenden Schäffler zur ersten Parade zwang, schien im Duell Erster gegen Letzter alles seinen standesgemäßen Verlauf zu nehmen. Zwar köpfte Urlbauer noch aufs Tornetz, als Heiland bei einem langen Ball mit der tiefstehenden Sonne Schwierigkeiten hatte. Danach gab es aber bereits eine erste Motivationsspritze: „Wollen wir ein bisschen mehr machen oder nicht?“, fragte TSV-Trainer Sven Kresin seine Spieler lautstark.

Die kamen spielerisch auch danach nur teilweise in Schwung, überboten sich dann aber beim Auslassen von Einschussmöglichkeiten: Schäffler rette gegen Fülla (22.), Strohhofer köpfte aus sechs Metern vorbei (23.), brachte den Ball nach schöner Volley-Vorlage von Süli nicht unter Kontrolle (31.) und traf aus spitzem Winkel das Außennetz (42.). Nach einem Patzer von Schäffler hätte Salemovic bereits mehrfach einschießen können, verzettelte sich aber zuletzt mit einem unnötigen Dribbling (32.). Nach der Pause kam man zu deutlich weniger Gelegenheiten, dennoch hätten Salemovic, Süli und Knechtel die Partie entscheiden können - das tat dann allerdings erst Hauke.

Top-Duell steht an

Ein ganz anderes Spiel dürfte am kommenden Samstag (14 Uhr) zu erwarten sein. Im absoluten Top-Duell kommt zum Auftakt der Rückrunde der Tabellenzweite aus Gundelfingen in den Hacker-Sportpark. Nur einen Punkt (33) liegen die Schwaben hinter dem TSV, der 34 Zähler aufweist, allerdings noch auf das Nachholspiel gegen Kottern wartet. Mit einem Sieg könnten sich die Landsberger somit leicht absetzen, zumal sich von den Verfolgern Mering und Nördlingen (beide 28) gegenseitig die Punkte wegnehmen werden. „Ich hoffe, dass dann auch richtig etwas los ist bei uns“, freut sich der Sportliche Leiter des TSV, Toni Yildirim, auf die Partie, „mehr Spitzenspiel geht ja nicht.“

Christoph Kruse

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