Landsberg im Siegestaumel

TSV Landsberg besiegt Türkspor Augsburg mit einem verdientem 1:0

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Der TSV Landsberg (hier Spielertrainer Muriz Salemovic) setzte sich in einem harten Spiel verdient gegen Türkspor Augsburg mit 1:0 durch.

Landsberg – Kein Spiel für schwache Nerven, aber ein hochverdienter Sieg für den TSV Landsberg: Mit 1:0 gewann Landsberg vor 790 Zuschauern das Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenführer Türkspor Augsburg. Es war die erwartete hochwertige und spannende Auseinandersetzung, was die Zweikämpfe während der 90 Minuten plus Overtime betrifft. Und es gab trotz der vielen, mitunter hitzig geführten Zweikämpfen keinen Platzverweis. Obschon Schiedsrichter Paul Birkmeir insgesamt sieben Gelbe Karten verteilte.

Das Spiel begann mit auf beiden Seiten heftig geführten Zweikämpfen. Bereits in der zweiten Minute wurde TSV-Abwehrspieler Julian Birkner attackiert. Beide Teams traten selbstbewusst auf und zeigten körperliche Präsenz, die Gästemannschaft heftiger und mitunter übermotiviert: Nachdem dem TSV in der 12. Minute fast durch Fülla ein früher Erfolg gelungen wäre, gab´s schon in der 13. Minute die erste „Gelbe“ gegen Türkspor-Spieler Emre Kurt. Der TSV konnte mit frühem Stören und durch Pressing den Spielaufbau der Augsburger unterbinden und zu ersten gefahrbringenden Spielzügen vor dem Gästetor kommen.

Türkspor Augsburg unterstrich seine Gefährlichkeit durch ein schnelles Spiel aus der Abwehr heraus mit lang nach vorn geschlagenen Bällen. Dort lauerte mit Fatih Baydemir als Stoßstürmer der „Knipser“ der Landesliga, der bereits 22 Treffer in der laufenden Saison erzielt hat. Aber die TSV-Abwehr um David Anzenhofer war aufmerksam, zudem kümmerte sich Janis Danke ‚fürsorglich‘ darum, dass Baydemir nicht zum Zuge kam: Der TSV klärte solche Türkspor-Angriffe sehr routiniert, und wenn es sein musste, auch im harten Tackling. So musste Torwart Rösch in der 25. Minute einen Freistoß für Türkspor parieren. Bei der Klärung wurde Rösch zu hart angegangen und verletzt, konnte aber zum Glück weiterspielen. In der 23. Minute sah Janis Danke Gelb nach Foulspiel.

In der Folge ging es hektisch und verbissen hin und her, die Folgen waren Foulspiele im Minutentakt, wobei der TSV doch deutliches Übergewicht erlangte. In der 31. Minute wurde Salemovic an der linken Strafraumgrenze unfair von den Beinen geholt. Den Freistoß an den Torraum verpassten die TSV-Spieler, aber der Ball wurde von rechts erneut an die Torraumgrenze gespielt, von dort per Kopfball zur Torraummitte befördert, wo Anzenhofer goldrichtig stand und den Ball zum 1:0 für den TSV in die Maschen des Augsburger Tors beförderte.

Der Führungstreffer beruhigte das Spiel keineswegs. Und so räumte Birkner in der 45. Minute den ballgewandten Augsburger Stürmer Emre Arik ab, wofür er Gelb sah. Eine Minute danach wurde Türkspor-Spieler Ezra Armstrong mit Gelb verwarnt, als er gegen Detmar foulte und verletzte. Nach sechs Minuten Nachspielzeit beendete Schiri Birkmeir die erste Halbzeit.

Zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit kam beim TSV Martin Hennebach für den verletzten Detmar. Der TSV blieb wachsam, gewann die wichtigen Zweikämpfe. Baydemir und seine Stürmerkollegen rieben sich auf. Die Intensität blieb: Muriz Salemovic wurde bekämpft, Baydemir blieb ohne Torchance. Und Emre Arik rieb sich auf. Der TSV spielte weiterhin engagiert und routiniert, erreichte Feldüberlegenheit mit zahlreichen Chancen, ohne selbst in Gefahr zu geraten. Daniel Neuhaus wurde in der 85.Minute für Salemovic und Daniel Holzmann in der 89. Minute für Andreas Fülla eingewechselt. Gelb sahen bei den Augsburgern Kocakahya und Katanic. Beim TSV erwischte es Rainer Storhas in der 86. Minute.

Das Fazit: Landsberg hat hochverdient gewonnen. Die Mannschaft zeigte die reifere Spielanlage, eine gute Abstimmung in den Mannschaftsteilen und enorme Laufbereitschaft. Dagegen blieb der Mannschaft des Türkspor Augsburg trotz hohen Einsatzes der Erfolg verwehrt. Der TSV ist wieder Tabellenführer der Landesliga.

Trainer Salemovic zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Wir hätten durchaus höher mit 3:0 gewinnen können. Wir haben spielerisch sicherlich nicht unsere beste Leistung geboten, aber das war gegen die kampf- und spielstarke Türkspor-Mannschaft auch nicht anders möglich.“ Salemovic hatte die ruppige Spielweise erwartet: „Wir haben uns zu Recht belohnt, nachdem wir den sicher geglaubten Sieg im Hinspiel gegen Türkspor noch so unglücklich aus der Hand gegeben haben.“

Wolfgang Klinker

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