Gegen abschlussschwache Gäste:

Alles Strampeln war für Landsbergs TSV-Kicker umsonst

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Der TSV Landsberg (weiße Trikots) bringt frühe Führung gegen Spitzenteam Pullach nicht über die Zeit und verliert 1:2 gegen abschlussschwache Gäste.
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Der TSV Landsberg (weiß) bringt frühe Führung gegen Spitzenteam Pullach nicht über die Zeit und verliert gegen die abschlussschwachen Gäste mit 1:2.
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Der TSV Landsberg (weiß) bringt frühe Führung gegen Spitzenteam Pullach nicht über die Zeit und verliert gegen die abschlussschwachen Gäste mit 1:2.
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Der TSV Landsberg (weiß) bringt frühe Führung gegen Spitzenteam Pullach nicht über die Zeit und verliert gegen die abschlussschwachen Gäste mit 1:2.
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Der TSV Landsberg (weiß) bringt frühe Führung gegen Spitzenteam Pullach nicht über die Zeit und verliert gegen die abschlussschwachen Gäste mit 1:2.
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Der TSV Landsberg (weiß) bringt frühe Führung gegen Spitzenteam Pullach nicht über die Zeit und verliert gegen die abschlussschwachen Gäste mit 1:2.
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Der TSV Landsberg (weiß) bringt frühe Führung gegen Spitzenteam Pullach nicht über die Zeit und verliert gegen die abschlussschwachen Gäste mit 1:2.
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Der TSV Landsberg (weiß) bringt frühe Führung gegen Spitzenteam Pullach nicht über die Zeit und verliert gegen die abschlussschwachen Gäste mit 1:2.

Landsberg – Weder fürs See­pferdchen-Abzeichen, noch für Punkte hat die Leistung des TSV gegen Pullach am vergangenen Samstag gereicht. Obwohl Sebastian Bonfert früh das 1:0 besorgt hatte, schwamm die Landsberger Defensive unter dem Druck der Gäste immer wieder bedenklich. Zwar sah es lange so aus, als sei mit Glück und Leidenschaft ein Punktgewinn drin, am Ende reichte aber alles Strampeln nicht: Spitzenteam Pullach nahm mit 1:2 die volle Punktzahl vom Lech mit. Auch, weil eine Landsberger Schlussoffensive in Unterzahl unbelohnt blieb.

Spätestens in der 74. Minute schien es, als ginge der TSV unter. Der gelb-verwarnte Lukas Göttle war zu spät in den Zweikampf mit Gegenspieler Andreas Roth gekommen, Pullachs Kapitän ging zu Boden. Beim Stand von 1:2 schickte Referee Jürgen Steckermeier Landsbergs giftigen Abräumer vom Platz. „Da zieht der Schiedsrichter die Karte zu schnell“, haderte TSV-Trainer Guido Kandziora hernach. Seine Schützlinge mussten sich in Unterzahl gegen die Niederlage stemmen.

Dass der Rückstand bis dahin überhaupt so knapp ausgefallen war, war zwei Faktoren zuzuschreiben: dem bärenstark haltenden Philipp Beigl im Landsberger Tor und einer gehörigen Portion Pullacher Unvermögen. Denn die Vielzahl an Hochkarätern, die die Gäste versiebten, war beachtlich.

Zwar wehrten sich die Hausherren gegen individuell überlegene Gäste beherzt, daraus resultierte aber auch eine Vielzahl an Standardsituationen. 

Roth war es, dessen ruhende Bälle ein ums andere Mal arge Zuordnungs-Probleme in Landsbergs Hintermannschaft offenbarten. Doch selbst aus kürzester Distanz scheiterten die immer wieder clever einlaufenden Pullachern im Abschluss.

Früh in Führung

Dabei hatten die Landsberger vorgemacht, wie es richtig geht: In der fünften Minute war Daniel Neuhaus per Zupfer nahe der Grundlinie unmittelbar vor der linken Strafraumkante zu Fall gebracht worden. Dominik Schön schnibbelte den fälligen Freistoß vors Tor, wo Bonfert aus fünf Metern einnickte.

Eine halbe Stunde später hätte der TSV die Kräfteverhältnisse dank des Pullacher Chancen-Schlendrians fast vollends auf den Kopf gestellt, doch nach einem langen Schön-Zuspiel scheiterte Alexander Buschel per Kopfball an Raben-Torwart Marijan Krasnic (38.). „Wenn wir das 2:0 machen, geht Pullach vielleicht k.o.“, trauerte Kandziora der vertanen Möglichkeit auf den ganz großen Wurf nach.

Nach der Pause war es erneut der an diesem Tag – trotz einiger Glanzpunkte – ungewohnt wacklige Schön, der einen Mitspieler vielversprechend in Szene setzte. Doch nachdem Philipp Siegwart die große Chance zum 2:0 übers Gehäuse geköpft hatte (51.), machten die Gäste vor 350 Zuschauern endgültig ernst.

Der Ausgleich hatte schon eine ganze Zeit lang in der Luft gelegen, ehe es in der 65. Minute schepperte: Nahe der eigenen Eckfahne vertändelten zwei Landsberger den Ball gegen Pullachs Alexander Jobst. Dessen Zuspiel an die Sechzehner-Grenze feuerte Michael Hutterer in Richtung rechter Winkel, Beigl flog vergebens.

„Ein überragender Schuss“, fand Kandziora, der sich über den zweiten Gegentreffer deutlich mehr ärgerte. „Da müssen wir die Lücke aggressiver schließen.“ Zwei Pullacher hatten sich in der 70. Minute über den Haufen gerannt. Der Ball landete bei Liga-Toptorjäger Lukas Dotzler, der schneller schaltete als sämtliche Landsberger und aus 17 Metern flach ins linke untere Eck vollstreckte – der Siegtreffer.

„Ein negatives Ergebnis wäre überhaupt nicht gut gewesen“, schnaufte Raben-Coach Frank Schmöller, der von einer „schwierigen Woche“ samt 0:3-Pleite im Spitzenspiel gegen Heimstetten berichtete, hernach durch. Er attestierte seinem Team trotz der Vielzahl an versiebter Chancen eine gute Leistung. „Der Pullacher Sieg war verdient“, fand auch Pendant Kandziora, der in dem 39-jährigen Sportlehrer und DFB-Stützpunkttrainer Hermann Rietzler mittlerweile einen Assistenten an seiner Seite hat. „Wir finden unsere Form und stehen ganz gut“, lobte der TSV-Chef-Coach, der allerdings auf noch mehr Kampfkraft pocht. „Das Anstemmen dagegen, zwischendurch einzubrechen, fehlt mir noch ein bisschen“, urteilte der 49-Jährige.

An Leidenschaft mangelte es dem TSV zumindest am Ende des Spiels keinesfalls, denn trotz Unterzahl kam der TSV in Rückstand liegend nochmal auf: Dreimal (79./80./89.) hatte Philipp Siegwart den Ausgleich auf dem Fuß, doch weil sich Landsbergs Kapitän erst aus kürzester Distanz verzettelte, sich den Ball wenig später einschussbereit noch abgrätschen ließ und dann im direkten Duell mit Krasnic das Nachsehen hatte, blieb es beim 1:2.

Abstiegs-Gipfel steht an

Die Gelegenheit, ungeachtet der verpassten Sensation drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf zu ergattern, bietet sich dem TSV schon am kommenden Samstag. Gegen Traunstein steigt ab 14 Uhr ein Abstiegs-Gipfel mit womöglich wegweisendem Charakter im 3C-Sportpark. „Das wird ein ganz anderer Gegner“, blickt Kandziora voraus. Nur mit Geduld seien die Chiemgauer, die einen Zähler hinter den Landsbergern in der Tabelle stehen, zu knacken. Geduld war auch in der Hängepartie gefragt, die sich rund um das nachzuholende Spiel gegen Neumarkt ent­sponnen hatte.

Nun sind alle Fragen geklärt: „Trotz vehementem Einspruch“ des TSV, so Abteilungsleitungs-Mitglied Andreas Jörg, beginne die Neuansetzung des abgebrochenen Aufeinandertreffens wieder beim Stand von 0:0 und mit elf Spielern auf Seiten der Gäste. Termin: Mittwoch, 29. November. Eintrittskarten vom abgebrochenen ersten Anlauf behalten ihre Gültigkeit. 

Rasso Schorer

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