Gemischter Start in Verzahnungsrunde

HC Landsberg: Flop gegen Sonthofen, Top in Waldkraiburg

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Gegen Sonthofen musste der HCL klein beigeben. Die Allgäuer gewannen gegen die Lechstädter mit 7:3.
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Gegen Sonthofen musste der HCL klein beigeben. Die Allgäuer gewannen gegen die Lechstädter mit 7:3.
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Gegen Sonthofen musste der HCL klein beigeben. Die Allgäuer gewannen gegen die Lechstädter mit 7:3.
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Gegen Sonthofen musste der HCL klein beigeben. Die Allgäuer gewannen gegen die Lechstädter mit 7:3.
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Gegen Sonthofen musste der HCL klein beigeben. Die Allgäuer gewannen gegen die Lechstädter mit 7:3.
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Gegen Sonthofen musste der HCL klein beigeben. Die Allgäuer gewannen gegen die Lechstädter mit 7:3.
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Gegen Sonthofen musste der HCL klein beigeben. Die Allgäuer gewannen gegen die Lechstädter mit 7:3.
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Gegen Sonthofen musste der HCL klein beigeben. Die Allgäuer gewannen gegen die Lechstädter mit 7:3.

Landsberg/Waldkraiburg – Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Riverkings und ihre Fans am vergangenen Wochenende in der Verzahnungsrunde der Bayernliga und Oberliga Süd. Vor 1085 Zuschauern setzte es am Freitag eine 3:7-Heimpleite gegen den Oberligisten ERC Sonthofen. Das Auswärtsspiel am Sonntag, bei den Löwen in Waldkraiburg, wurde hingegen nahezu sensationell mit 8:0 gewonnen.

Coach Fabio Carciola musste die Mannschaft mal wieder ein bisschen umbauen: Aus dem Nachwuchs rückte Noah Gaisser in die vierte Sturmreihe, in der auch der etatmäßige Verteidiger Robin Maag spielte. Thomas Fischer und Mika Reuter fehlten verletzungsbedingt.

Der Oberligist legte ein Tempo und eine Dynamik an den Tag, die man in dieser Saison im „Hungerbachdome“ noch nicht oft von einer Gastmannschaft gesehen hat. HCL-Keeper Michael Güßbacher hatte von Beginn alle Hände voll zu tun, um den Kasten sauber zu halten. Umso ärgerlicher, dass er in der achten Minute einen eher harmlosen Schuss von Edgars Homjakovs zum 0:1 passieren ließ. Doch dieser Treffer in Unterzahl rüttelte die Landsberger wach und sie nahmen die Herausforderung an.

Belohnt wurde die Courage der Hausherren durch den Ausgleich von Daniel Menge (17.), der einen perfekt gespielten Konter über Michael Fischer und Adriano Carciola mit einem Tor veredelte. Dennis Sturm und Marek Charvat hatten vor der ersten Pause sogar noch die Führung auf dem Schläger, scheiterten aber am Gästekeeper.

Im zweiten Drittel nutzte der sehr effektive Oberligist erneut eine Überzahl und ging durch Vladimir Kames 2:1 in Führung (28.). Bei den Riverkings hingegen funktionierte das Überzahlspiel an diesem Abend so gut wie gar nicht. Sie agierten zu hektisch und schafften es nicht, den Gegner in der eigenen Zone einzuschnüren. Trotzdem gelang Florian Reicheneder der Ausgleich zum 2:2 (34.), indem er einen Schuss von Maag glücklich abfälschte.

Die ganze individuelle Qualität der Gäste zeigte sich allerdings in der 38. Minute: Geradezu lässig fing Vladimir Kames einen Befreiungsschlag der Hausherren mit der Hand ab, bewegte sich gemächlich auf das HCL-Gehäuse zu und schoss unhaltbar links unten ein. Mit dem 3:2 für den Oberligisten ging es in die zweite Pause und ins letzte Drittel.

Der HC Landsberg machte in den ersten zehn Minuten des letzten Spielabschnitts Dauerdruck und vergab beste Gelegenheiten. Sonthofen überstand diese Phase mit viel Glück und blieb selbst ausgesprochen kaltschnäuzig: Lukas Slavetinsky (51.) nutzte eine der wenigen Chancen für die Gäste ebenso wie Ondrej Havlicek (55.).

Das 2:5 aus Landsberger Sicht war die Vorentscheidung. Coach Carciola nahm eine Auszeit und Torwart Güßbacher vom Eis, was umgehend mit dem 2:6 durch Santeri Ovaska (56.) bestraft wurde. Die letzten beiden Treffer durch Petr Machacek (59.) für den HCL und Tim Marek (60.) für die Gäste war nur noch Ergebniskosmetik. Das Endergebnis von 7:3 für Sonthofen war sicherlich um zwei bis drei Tore zu hoch, ging aber insgesamt in Ordnung.

Das hohe Tempo nahmen die Lechstädter am Sonntag allerdings mit zum Auswärtsspiel beim EHC Waldkraiburg. Vor 665 Zuschauern war es die dritte Sturmreihe des HCL, die als „Dosenöffner“ wirkte. So nennt Teammanager Michael Oswald die beiden Treffer, die Florian Reicheneder (4.) und Jonas Schwarzfischer (12.), jeweils nach Vorarbeit durch Neuzugang Petr Machacek, erzielten. Eine Sekunde vor dem Abpfiff des ersten Drittels stellte Dennis Sturm auf 3:0 für den HCL und die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen.

„Der Schlüssel zum Erfolg war, dass alle vier Reihen Vollgas gegeben und das Tempo permanent hoch gehalten haben. Zwar hat Waldkraiburg zu Beginn des zweiten Drittels noch einmal alles versucht, aber sie sind insgesamt mit unserem Spielwitz nicht zurechtgekommen und nach dem Treffer von Dennis Sturm zum 4:0 war die Sache gelaufen“, schildert Michael Oswald den Auftritt der Riverkings in der Fremde.

Die restlichen Treffer steuerten Markus Kerber (2), Adriano Carciola und Michael Fischer bei. Mit dem 8:0 wurde nicht nur etwas für die Moral getan, sondern Oswald freut sich auch noch über eine andere Tatsache: „Wir haben nun drei Sturmreihen, die regelmäßig Tore schießen und das macht es den Gegnern verdammt schwer. Drei Punkte waren das Ziel für das vergangene Wochenende und wir schauen den kommenden Aufgaben freudig entgegen.“

Und die lassen nicht lange auf sich warten: Am nächsten Freitag müssen die Riverkings um 20 Uhr beim Oberligisten Höchstadter EC antreten und am Sonntag geht es um 17 Uhr gegen den TSV Erding.
Dietrich Limper


Spielplan Verzahnungsrunde: 

Auswärtsspiele: 17. Januar, 20 Uhr: Höchstädter FC; 26. Januar, 17.30 Uhr: EHC Klostersee; 31. Januar, 18 Uhr: TEV Miesbach; 9. Februar, 18 Uhr: ERC Bulls Sonthofen; 14. Februar, 20 Uhr: TSV Erding; 21. Februar, 20 Uhr: EHF Passau.

Heimspiele: 19. Januar, 17 Uhr: TSV Erding; 24. Januar, 20 Uhr: EHF Passau; 7. Februar, 20 Uhr, EHC Waldkraiburg; 16. Februar, 17 Uhr: Höchstädter EC; 23. Februar, 17 Uhr: EHC Klostersee; 1. März, 18 Uhr: TEV Miesbach.

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