Eine Woche – drei Siege

+
Spielertrainer Sven Kresin (links) und seine Mannschaft sind derzeit unschlagbar und sicherten sich auch zuhause gegen den TSV Mindelheim einen 3:0-Erfolg.

Landsberg – Der TSV Landsberg kann es auch anders herum: Nach drei Niederlagen in Folge setzte man mit dem 3:0 (1:0) gegen den TSV Mindelheim jetzt den dritten Heimsieg binnen einer Woche. „Wir haben den Stein ins Rollen gebracht, jetzt müssen wir ihn am Laufen halten“, sagte Trainer Sven Kresin.

Obwohl die Konkurrenz den Landsbergern teilweise in die Karten spielte und man sich mit der kleinen Serie wieder bis auf Platz vier nach vorne gearbeitet hat, will Kresin vom neuen Tabu-Begriff nichts wissen: „Das Wort vom 2. Platz werden wir nicht mehr in den Mund nehmen, wenn wir nicht am 32. oder 33. Spieltag weiterhin vorne dabei sind.“ Dass seine Mannschaft dazu das Zeug hat, dürfte allerdings nach den letzten Auftritten außer Frage stehen. Gegen Mindelheim hatte man zwar leichte Anlaufschwierigkeiten und ließ den Gästen zehn Minuten lang zuviel Platz vor der Abwehr, was die prompt zu ihrer einzigen gefährlichen Szene in der ersten Hälfte nutzten – der Schuss von Neuberger war allerdings für Keeper Tobias Heiland kein Problem. 

Sein Gegenüber im Mindelheimer Kasten hatte danach schon deutlich mehr zu tun. Muriz Salemovic nahm den ihm diesmal angebotenen Raum dankbar an und lieferte sein bestes Spiel nach der Winterpause ab. Nach 17 Minuten setzte er einen Freistoß noch an den linken Außenpfosten, nach einer guten halben Stunde hatte er den Ball im Strafraum schon an Menhofer vorbeigelegt, als ihm der mit beiden Beinen voraus in die Füße sprang. Strohhofer verwandelte den fälligen Elfmeter, Salemovic wurde währenddessen neben dem Platz minutenlang behandelt und konnte anschließend nur unter Schmerzen weiterspielen. „Er hat eine Prellung am Fuß, ob er am nächsten Samstag in Gerolfing spielen kann, ist im Moment noch unklar“, so Kresin

 Aber auch angeschlagen war Salemovic an diesem Nachmittag für die Gäste nicht in den Griff zu bekommen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß schickte er Nuscheler in den Strafraum, der stand zwar frei, geriet aber in Rücklage und schickte das Spielgerät aus elf Metern Richtung A96 (41.). Nur eine Minute später legte Landsbergs Nummer 10 für Strohhofer auf, dessen Schuss um Zentimeter am rechten Pfosten vorbeistrich.

Zweikämpfe verloren

Mindelheim dagegen fand praktisch nicht statt. Mit dem aggressiven Pressing der Landsberger kamen die Schwaben überhaupt nicht zurecht, mussten immer wieder unter Druck unkontrolliert hohe Bälle schlagen und verloren die meisten Zweikämpfe. Und was immer sich die Gäste für die zweite Halbzeit in der Kabine vorgenommen hatten, es war nach 34 Sekunden Makulatur. Salemovic hatte richtig darauf spekuliert, dass der gegnerische Verteidiger unter dem Ball durchspringen würde, legte den Ball gegen seine eigene und die Laufrichtung des herausstürmenden Torhüters an diesem vorbei und konnte dabei zusehen, wie die Kugel neben dem rechten Pfosten zum 2:0 ins Tor rollte.

Lediglich einmal hatten die Gastgeber noch Glück. Als Knechtel den durchgebrochenen Mindelheimer Angreifer als letzter Mann am Trikot hielt, hätte er durchaus Rot sehen können. Am Ergebnis hätte das an diesem Tag vermutlich nicht viel geändert. Je mehr der Gegner öffnen musste, desto mehr konnte Salemovic zaubern, auflegen und öffnende Bälle spielen. Der Höhepunkt folgte in der 78. Minute, als er vier Gegner ausspielte, bevor er im Strafraum Strohhofer den Ball überließ, der flach abnahm und auf 3:0 stellte.

Für den TSV geht es jetzt am Samstag (17 Uhr) zum Tabellen-Zehnten nach Gerolfing. An der Spielweise wird Sven Kresin vor den Toren Ingolstadts vermutlich nichts ändern, eventuell aber wieder an der Aufstellung. „Der Kader gibt es her, dass ich eins zu eins Spieler ersetzen kann, auch wenn sich natürlich der eine oder andere nicht freut, wenn er auf der Bank sitzt, obwohl er gut gespielt hat.“ Der Erfolg gebe ihm aber recht, so Kresin. „Stefan Strohhofer hat diesmal überragend gespielt, die Pause hat ihm offenbar gut getan.“ Zum nächsten Heimspiel kommt am Samstag, 27. April um 14 Uhr der VfB Durach in den Hacker-Sportpark.

Christoph Kruse

Drei Siege infolge

Auch interessant

Meistgelesen

Weiter ungeschlagen
Weiter ungeschlagen
"Da ist mir richtig der Atem gestockt"
"Da ist mir richtig der Atem gestockt"
Das Schicksal in der eigenen Hand
Das Schicksal in der eigenen Hand
Quartett bleibt
Quartett bleibt

Kommentare