Kopf aus der Schlinge gezogen

Das macht Mut: TSV Landsberg besiegt Sonthofen mit 1:0

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Der TSV hat mit 1:0 gegen Sonthofen gewonnen. Die Chance auf die Relegation besteht noch.
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Der TSV hat mit 1:0 gegen Sonthofen gewonnen. Die Chance auf die Relegation besteht noch.
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Der TSV hat mit 1:0 gegen Sonthofen gewonnen. Die Chance auf die Relegation besteht noch.
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Der TSV hat mit 1:0 gegen Sonthofen gewonnen. Die Chance auf die Relegation besteht noch.

Landsberg – Fußball-Bayernligist Landsberg gewinnt wieder. Nach sechs sieglosen Spielen am Stück gelang am Samstag gegen den 1. FC Sonthofen mit 1:0 ein verdienter Heimdreier. Das ist die gute Nachricht. Weniger erfreulich: Zwar klaute sich die Tabellenkeller-Konkurrenz in einigen direkten Abstiegs-Duellen gegenseitig Punkte, für den TSV bleibt die Lage aber unverändert brenzlig.

Zwei Zähler Abstand ans vorerst rettende Ufer – als solches wäre der Relegationsplatz mittlerweile zu bezeichnen – fehlen dem TSV bei noch drei zu bestreitenden Spielen. Trümpfe halten die Landsberger auch deshalb, weil sie in puncto direkter Vergleich gegen das Gros der Konkurrenz im Hintertreffen liegen, recht wenige in der Hand. Insofern war der Erfolg gegen Sonthofen, das ebenfalls noch nicht aller Abstiegssorgen ledig ist, weniger ein Befreiungsschlag, als vielmehr pure Notwendigkeit.

Ein großes Manko registriert auch der Gelegenheitszuschauer im 3C-Sportpark schnell: Der TSV hat in Sachen Spielwitz und technischer Klasse durchaus Luft nach oben. Das schlägt sich auf die offensive Produktivität nieder; zu oft kommt der finale Pass nicht an oder wird schlicht versäumt. Gesellen sich dann noch defensives Fehlverhalten, Undiszipliniertheiten oder mangelnde Einsatzbereitschaft dazu, sehen die Lech-Kicker kaum noch Land. Stimmen Ordnung und Moral – Tugenden, die Trainer Guido Kandziora immer und immer wieder fordert – aber, hat der TSV durchaus das Zeug dazu, für einige Gegner zur unangenehmen Hürde zu werden. So geschehen am vergangenen Samstag. „Es war wieder eine Mannschaft auf dem Platz“, lobt Kandziora. Und: „Die Grundtugenden haben gestimmt.“ „Wir waren mal wieder in Bayernligaform“, fasst Abteilungsleitungsmitglied Andreas Jörg zusammen. Das war zuletzt nicht immer der Fall.

68 Minuten sind gespielt, als Manuel Detmar den Kopf hochnimmt, eine Lücke erahnt und aus zirka 25 Metern zentraler Position einen Schuss in Richtung Sonthofener Tor abfeuert. Es ist das wichtige 1:0 für die Gastgeber, die bis dahin bemüht, aber rund ums Gehäuse der Allgäuer eben zu wenig zielstrebig zu Werke gehen. „Die erste Halbzeit ging eindeutig an uns“, lobt Jörg, der in diesem Durchgang keine richtige Sonthofener Torchance notierte. Auch im zweiten Abschnitt verhielt sich die Lech-Elf so, wie Coach Kandziora das sehen will: Umsichtig, kampfstark und dosiert bissig. „Defensiv war das sehr gut“, findet Trainer Kandziora. Kuriose Randnotiz: Schon in der 12. Minute wurde Sonthofens Kevin Hailer durch Einwechselspieler Timo Ehlert ersetzt. Doch auch für diesen war der Fußball-Tag schnell beendet, stattdessen kam in der 36. Minute Kevin Haug, der bis zur Winterpause noch für Landsberg gespielt hatte. Er blieb aber ebenfalls nicht bis zum Schlusspfiff auf dem Rasen, in der 74. Minute tauschte Coach Esad Kahric ihn wiederum durch Jannik Keller aus. Dafür, dass diejenigen unter den 295 Zuschauern, die es mit dem TSV halten, aber bis zuletzt bangen mussten, sorgte das alte Leid – die mangelnde offensive Durchschlagskraft. Am Ende ging aus Landsberger Sicht jedoch alles gut, mit einem immens wichtigen Heimsieg glimmt zumindest der Hoffnungsfunke Relegation weiter. „Der Mut zu gewinnen war da“, sagt Kandziora. „Die Jungs können‘s ja.“

Derweil birgt auch der Blick auf die Tabelle mittlerweile wieder mehr Aussagekraft. Die zurückliegenden englischen Wochen haben das durch einige Spielabsagen nach der Winterpause zwischenzeitlich völlig zerfledderte Klassement etwas gerade gerückt. Am gestrigen Dienstag (nach Redaktionsschluss) spielten die Sonthofener in Holzkirchen, Hankofen empfing Pullach und TSV-Verfolger Kornburg den FC Ismaning. Vor dem kommenden Wochenende, drei Spieltage vor Zieleinlauf, kann die Zeit der Rechenspiele also endgültig beginnen.

Für Coach Kandziora und sein Team, das weiter auf Schützenhilfe angewiesen ist, zählt vorerst aber nur eins: um jeden Preis punkten. Idealerweise schon am Samstag, wenn es mit dem TSV Kottern gegen den nächsten Allgäu-Brocken geht. „Ein echtes Brett“, beschreibt der Trainer, der der Spielvorbereitung durch die Rückkehr zum Eine-Partie-pro-Woche-Rhythmus wieder ein größeres Augenmerk widmen kann. Zurück im Kader meldet sich Jonas Meichelböck, auch Julian Birkner und Daniel Neuhaus stellen wieder Optionen dar. Zwischen den Kotterner Pfosten dürfte Tobias Heiland stehen, bis zu Saisonbeginn sechs Spielzeiten lang in Diensten der Landsberger. Anpfiff im 3C-Sportpark ist um 14 Uhr.

Rasso Schorer

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