Kompliment vom Trainer

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Mit viel Einsatz erkämpfte sich der TSV Landsberg im letzten Heimspiel vor der Winterpause einen 1:0-Sieg gegen den SV Manching und vermisst nur einen Punkt bis zum Tabellenführer Nördlingen.

Landsberg – Mit einem hart erarbeiteten Erfolgserlebnis geht der TSV Landsberg in die Winterpause. Beim 1:0 (0:0) gegen den SV Manching waren Kampf und Leidenschaft das Mittel der Wahl.

Nachdem sich die Teams an der Tabellenspitze in den letzten Wochen teilweise die Punkte gegenseitig abgenommen haben, liegen die Landsberger damit in der Fußball-Landesliga Südwest auf Rang vier nur einen Punkt hinter dem neuen Tabellenführer Nördlingen.

Mit dem Tabellenvorletzten aus Manching hatte man in den ersten Minuten nicht ganz unerwartet Probleme in der Offensive, was nicht nur daran lag, dass der als Stürmer aufgebotene Markus Happerger mit seinem über zwei Meter großen Gegenspieler nicht zurecht kam – der Bosnier Dmitrovic ließ ihn kaum zur Entfaltung kommen, zumal es der TSV zu Beginn mit langen Bällen in die Spitze versuchte.

TSV zeigt noch einmal Einsatz

„Uns fehlen im Moment manchmal ein bisschen die spielerischen Mittel, das hat man in der ersten Halbzeit auch gesehen“, räumt Spielertrainer Sven Kresin ein, „aber die Mannschaft macht das seit Wochen mit Einsatz und Leidenschaft wett.“ Einmal allerdings hätte es vor der Pause durchaus im Manchinger Gehäuse einschlagen können, als nach einer knappen halben Stunde Fülla und Spreitzer am Elfmeterpunkt eine scharfe Hereingabe von Happerger nicht verwerten konnten. Die größte Chance verpasste aber auf der Gegenseite Smoljic kurz vor der Pause. Er entwischte der Landsberger Innenverteidigung, lief alleine auf Heiland zu und setzte den Ball dann an den linken Pfosten. „Wenn du unten drin stehst, trifft der und du verlierst das Spiel 0:1“, so Kresin, „bist du oben dabei, geht das andersrum aus. Dieses Glück muss man sich aber auch erstmal erarbeiten.“

Das Glück kam dann in der 66. Minute in Form von Baris Ayoglu, der Spreitzer ersetzt hatte. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld startete Buschel durch, bediente mustergültig Ayoglu auf der rechten Seite, der legte den Ball souverän am herausstürzenden Torhüter Kirzinger zum 1:0 vorbei. Wenig später scheiterte der Landsberger Angreifer in einer ähnlichen Szene an Kirzinger – damit waren die Offensivbemühungen dann aber auch erschöpft, danach suchten die Manchinger mit Macht den Ausgleich. Als der in den Strafraum durchgebrochene Lang zu Fall kam, hatten nicht wenige Zuschauer einen Elfmeter befürchtet – Lang bekam stattdessen eine Gelbe Karte wegen Reklamierens. In der 90. Minute setzte Raab einen satten Schuss noch knapp rechts neben das Tor, in der Nachspielzeit blockten die Landsberger in höchster Not sogar dreimal Schüsse auf ihr Gehäuse im Strafraum noch. „Das zeichnet uns aus“, meint Sven Kresin, „die Jungs werfen sich in jeden Schuss, Riesenkompliment dafür.“

Auf Erfolgserlebnisse dank Treffern von Baris Ayoglu wird man in absehbarer Zukunft allerdings erst einmal verzichten müssen. Der 21-Jährige steht aus beruflichen Gründen künftig nicht mehr zur Verfügung. Zwar sollte nach der Winterpause Stefan Strohhofer in den Angriff zurückkehren, der TSV kann dann aber auch ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent aufbieten: Aus Memmingen kommt der 18-jährige Deutsch-Russe Vitali Ivannikov. Der in Rostov geborene Offensiv-Allrounder „ist ein Spieler mit Perspektive und körperlich für sein Alter schon recht weit“, so Trainer Kresin – wovon man sich auch im Internet überzeugen kann.

Was sich ansonsten im Kader tut, wird sich in dieser Woche entscheiden, wenn sich Trainer und Abteilungsleitung zusammensetzen und die Marschrichtung für die restliche Saison erarbeiten. Ein Aufstieg in die Bayernliga war zu Beginn der Spielzeit mit der drastisch verjüngten Mannschaft kein Thema, das Saisonziel Klassenerhalt dürfte mit bereits 38 Punkten allerdings schon jetzt abgehakt sein. Für die letzten 13 Saisonspiele soll jedenfalls auch ein zusätzlicher Abwehrspieler den TSV verstärken. Die Gespräche mit dem möglichen Neuzugang sind recht weit gediehen, eine Unterschrift fehlte bei Redaktionsschluss aber noch. Auch offensiv hätte Kresin gerne noch einen Ersatz für Ayoglu, „aber ich weiß nicht, ob das möglich ist.“

Ob auch Spieler den TSV Landsberg in der langen Winterpause (bis Anfang März) verlassen werden, ist ebenfalls noch offen. „Der eine oder andere, der keine Spielpraxis bekommen hat und die anderswo sammeln möchte, wird möglicherweise den Verein wechseln“, vermutet der Trainer. Wichtig wäre ihm allerdings, dass ihm seine Torhüter erhalten bleiben, obwohl Heiland angeblich auch bei anderen Klubs auf dem Zettel steht. „Ich bin froh, dass ich zwei gute Keeper habe und hoffe, dass wir auf der Position nicht aktiv werden müssen.“ Christoph Kruse

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