Eine abgeklärte Leistung in Dachau

Der TSV Landsberg holt auswärts wichtigen Dreier

+
TSV Landsberg Trainer Sven Kresin muss seine Mannschaft nun auf das Spiel gegen München vorbereiten.

Landsberg – Vor 80 Zuschauern im Stadion an der Jahnstraße fuhr der TSV Landsberg einen knappen, aber verdienten Auswärtssieg beim punktgleichen TSV 1865 Dachau ein. Mit dem 1:0 klettert Landsberg in der Tabelle der Bayernliga Süd auf Platz sechs und hat momentan mit dem Abstieg nichts zu tun.

Die Mannschaft von Coach Sven Kresin zeigte sich nach der Niederlage vor gut einer Woche gegen Pipinsried gut erholt und begann forsch. Grund dafür war auch die offensive Aufstellung: Felix Mailänder, Philipp Siegwart und Alessandro Mulas bildeten die vorderste Reihe, während Andreas Fülla dahinter die Fäden zog.

Die Lechstädter attackierten den Gegner früh und hielten den Ball geschickt vom eigenen Tor weg. Den Lohn für diesen Einsatz ernteten die Gäste nach 24 Minuten: Siegwart zwang einen Gegenspieler an der rechten Eckfahne von Dachau zu einem Fehlpass, der im Seitenaus versandete. Florian Mayer schlug nach dem fälligen Einwurf einen langen Ball auf Mulas, der auf Fülla abtropfen ließ, welcher den Ball zurückpasste, so dass Mulas aus acht Metern vollenden konnte.

Mit diesem 1:0 für die Lechstädter ging es in die Kabinen und damit ist die erste Halbzeit auch schon erzählt, wie Coach Sven Kresin bestätigt: „Dachau war zwar sehr bemüht, aber unsere Abwehr war eigentlich immer rechtzeitig zu Stelle. Wir hatten das Spiel jederzeit im Griff.“

Im zweiten Spielabschnitt bot sich das gleiche Bild: Landsberg verwaltete die Führung ohne große Not. Nachdem der Dachauer Felix Breuer in der 56. Minute die Gelb Rote Karte gesehen hatte, war die Partie mehr oder weniger entschieden. „Dachau hat dann zwar noch einmal versucht, etwas Druck aufzubauen, aber da kam nicht viel. Unsere Konterversuche waren sicherlich verbesserungswürdig, aber man muss auch sagen, dass der Platz in einem sehr schlechten Zustand war“, zieht Coach Kresin das nüchterne Fazit einer unspektakulären Partie.

Vor dem nächsten Heimspiel am kommenden Samstag um 14 Uhr gegen den TSV 1860 München II ist die personelle Situation entspannt. Orkun Tugbay befindet sich wieder im Aufbautraining, wird aber noch nicht im Kader stehen. „Ich möchte niemanden verheizen, er soll sich komplett auskurieren“, sagt Kresin über seinen Spielmacher.

Janick Reitz hingegen ist kerngesund, steht aber aus beruflichen Gründen weiterhin nicht zur Verfügung. „Mir tut es echt leid für den Jungen“, fühlt der Trainer mit, „und er ist auch sehr unglücklich mit seiner Situation, denn er würde gerne seinen Teil zu unserem Erfolg beitragen.“

Ansonsten genießt der Trainer die etwas ruhigeren Tage beim TSV und schaut auf die anstehenden Aufgaben: „Mit den Münchenern kommt eine junge, schnelle Mannschaft zu uns. Wir müssen von Anfang an verhindern, dass sie ihr Spiel aufziehen und ihnen unseren Rhythmus aufzwingen. Und danach kommen sowieso heiße Wochen auf uns zu, bevor es dann in die Winterpause geht.“
Dietrich Limper

Auch interessant

Meistgelesen

Handball-Herren unterliegen Isar-Loisach mit 26:28
Handball-Herren unterliegen Isar-Loisach mit 26:28
Rugby Club Landsberg verliert letztes Spiel des Jahres knapp
Rugby Club Landsberg verliert letztes Spiel des Jahres knapp
HC Landsberg besiegt Pfaffenhofen gleich zweimal 
HC Landsberg besiegt Pfaffenhofen gleich zweimal 
Abschied von Andrew McPherson: "Landsberg ist meine Heimat"
Abschied von Andrew McPherson: "Landsberg ist meine Heimat"

Kommentare