Wieder kein Sieg

Befreiungsschlag misslingt

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Symptomatisch für die Bayernliga-Hinrunde des TSV: Wenige Minuten vor Spielende musste man den Ausgleich hinnehmen, Torhüter Phillipp Beigl (links) macht seinem Ärger Luft.

Landsberg – Im letzten Spiel des Jahres bringt der TSV Landsberg eine Führung trotz halbstündiger Überzahl nicht über die Zeit. Damit überwintert die Mannschaft von Trainer Roland Krötz im Tabellenkeller der Bayernliga Süd. Das Nachholspiel gegen den FC Pipinsried findet erst 2017 statt.

Die Vorzeichen standen gut: Während der TSV Landsberg wegen des ausgefallenen Spiels 14 Tage zur Vorbereitung und Regeneration nutzen konnte, lief der TSV Kottern ersatzgeschwächt im 3C-Sportpark auf. „Acht oder neun Stammspieler fehlen. Eigentlich fahren sie mit dem letzten Aufgebot hierher“, beschrieb Krötz die angespannte Situation der Gäste. Auf Landsberger Seite hatten sich Sebastian Bonfert und Manuel Detmar wieder fit gemeldet, beide rückten in die Startelf.

TSV Landsberg steckt im Abstiegssumpf

In die ersten 15 Minuten startete die Heim-Elf lauffreudig und ließ den Allgäuern kaum Räume. Doch offensiv unterliefen den Landsbergern zu vielen Abspielfehler. Sowohl in der 19. als auch in der 27. Minute kam der Kotterner Spielmacher Roland Fichtl frei vor TSV-Torwart Philipp Beigl an den Ball und schoss jeweils nur knapp am Tor vorbei. „Wir hatten Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind“, gab Krötz nach Spielende zu. Glücklich war sicherlich auch Landsbergs Führungstreffer in der 35. Minute: Bonfert lieferte den perfekten Steilpass auf Andreas Fülla, den dieser geradeso vor dem herausstürmenden Gästetorwart Sebastian Eberle in die Mitte weiterleitete. Detmar stand richtig und traf halbhoch zu seinem ersten Bayernliga-Tor. Die Hausherren wollten nun mehr. Eine Minute nach der Führung blockte Eberle einen gefährlichen Schuss von Philipp Siegwart. Nach Wiederanpfiff setzte Landsberg die Gäste weiter unter Druck.

Zu zehnt zum Ausgleich

In der 58. Minute machte es sich Kottern zusätzlich schwer. Matthias Saur stoppte Rainer Storhas mit einer Notbremse, der rechte Außenverteidiger musste mit einer roten Karte frühzeitig zum Duschen. Zwar zeigten Bonfert und Fülla in der Folge im linken Mittelfeld viele gute Ansätze, allerdings sprang nichts Zählbares heraus.

„Letztendlich haben wir zu wenige Torchancen, um das 2:0 zu machen“, analysierte Krötz. In der letzten Viertelstunde leisteten sich die Hausherren gegen engagiert aufspielende Gäste zu viele Fouls in der Nähe des eigenen Tors. „Wir haben uns sehr ungeschickt angestellt und uns in den Zweikämpfen zu viele Fouls geleistet.“ Als fast logische Konsequenz fiel in der 83. Minute der Ausgleichstreffer nach einer Standardsituation. Nach einer Kopfballverlängerung brauchte Kotterns Andreas Hindelang den Ball nur noch einzuschieben.

Nachdem das Aufeinandertreffen mit dem FC Pipinsried doch nicht am kommenden Samstag nachgeholt wird, muss Landsberg als Tabellensechzehnter in die Winterpause. Weiter geht es für den TSV am 4. März in Bogen.

Frieder Dlugosch

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