Eines der besten Spiele

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Muric Salemovic (rechts) hatte gegen Gundelfingen schon den 2:2-Ausgleich auf dem Fuß, bereitete diesen dann aber mit einem satten Freistoß vor.

Landsberg – Wenn man mit einem Punkt aus Gundelfingen zurückkehren würde, könne man zufrieden sein, hatte der sportliche Leiter des TSV Landsberg, Toni Yildirim, vor der Partie gemeint. Trainer Sven Kresin hielt sich nach dem 2:2 (1:1) dann auch an diese Marschroute: „Ich bin sehr zufrieden."

Zwar gingen die Gastgeber zweimal in Führung, Stefan Strohhofer glich aber jedesmal wieder aus. Es sei eines der besten Spiele gewesen, seitdem er in Landsberg arbeite, sagte Kresin nach der Partie. Am heutigen Mittwoch steht im Hacker-Sportpark um 18.30 Uhr bereits das zweite Punktspiel an, Gegner ist die TSG Thannhausen.

Bei den Thannhausenern „brennt“ es schon wieder, wie Kresin nach deren 0:2 zum Auftakt gegen Oberweikertshofen mutmaßt. „Das Ergebnis passt nicht zu ihrer Erwartungshaltung. Die kommen als ganz gefährlicher Gegner und ihr Trainer kennt uns aus dem Eff-Eff.“ Dennoch: „Wenn wir unsere Qualität so abrufen, wie wir das können, holen wir am Mittwoch auch die drei Punkte“, meint der 37-Jährige.

Tritt man so auf wie zum Saisonauftakt in Gundelfingen, muss ihm somit wohl nicht bange sein. Zwar hatten auch die Gastgeber ihre Chancen, das schmälerte aber die Leistung der Lechstädter nicht. „Ein hochklassiges Spiel von beiden Mannschaften“, hatte auch Kresin gesehen, mit „zwei halben Fehlern von uns, die leider zu den Toren geführt haben.“

Fehler Nummer eins erbrachte den (umstrittenen) Foulelfmeter, als Krötz und Haucke gemeinsam im Strafraum Gundelfingens Schimmer bearbeiteten. „Da habe ich schon wesentlich klarere Aktionen gesehen“, meinte Sven Kresin, „den Strafstoß kann man auf die Streichliste setzen“. Schröder kümmerte das nicht, er verwandelte zum 1:0, und anschließend hatten die Landsberger einige brenzlige Minuten zu überstehen.

Nachdem Heiland zweimal glänzend pariert hatte, kam der TSV aber immer besser ins Spiel, was den Trainer sichtlich zufrieden stimmte. „Am Anfang waren wir vielleicht etwas zu zaghaft, aber dann waren wir 70 Minuten die bessere Mannschaft.“ Zunehmend habe man den Gegner zu Fehlern gezwungen und sei in den Zweikämpfen sehr präsent gewesen.

So entwickelte sich eine packende Partie, in der Strohhofer kurz vor der Pause für den TSV ausglich – „da muss er stehen und den muss er machen und dementsprechend hat er alles richtig gemacht“, resümierte der Coach.

Von der Linie gekratzt

Salemovic und Nuscheler hätten die Gäste zu Beginn der zweiten Hälfte sogar in Führung bringen können, scheiterten aber am gegnerischen Torhüter und einem Verteidiger, der den Ball noch von der Linie kratzte. Stattdessen brachte Kerle die Schwaben elf Minuten vor Schluss wieder in Front, kurz darauf traf Lohr für den FCG noch den Pfosten. Dann vergaßen die Hausherren nach einem Freistoß von Muriz Salemovic aber wieder Stefan Strohhofer und der bedankte sich freistehend mit dem Kopfball zum 2:2-Remis (83.).

Der eingewechselte Tobias Süss hätte in der 90. Minute sogar noch den Siegtreffer für den TSV Landsberg auf dem Fuß gehabt.

Christoph Kruse

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