Jubel in der Hacker-Pschorr-Arena:

Ein Bayernliga-Start nach Maß

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TSV-Stürmer Stefan Strohhofer (rechts) musste in den Zweikämpfen gegen die Abwehrrecken der SpVgg Hankofen-Hailingen einiges einstecken.

Landsberg – Es sind neue Namen, an die man sich in der Fußball-Bayernliga gewöhnen muss. Hankofen-Hailing war im ersten Punktspiel in Landsberg zu Gast – „liegt im niederbayerischen Gäuboden“, wie der TSV-Stadionsprecher der stattlichen Kulisse von über 420 Zuschauern erklärte, in der vergangenen Saison wurde man immerhin Tabellensechster. Wenig später hatten dann aber auch die Gäste ihren Erkenntnisgewinn aus der Spielweise des Aufsteigers: Schon zur Halbzeit war die Partie mit dem 2:0 für Landsberg praktisch entschieden.

Bei zu Beginn strömendem Regen setzte die Mannschaft um, was Trainer Sven Kresin schon in der Saisonvorbereitung angekündigt hatte. Der Gegner wurde bei Ballbesitz sofort unter Druck gesetzt; bis an den eigenen Strafraum sahen sich die Niederbayern giftigen Attacken der Landsberger Stürmer und Mittelfeldspieler gegenüber.

Trio Wenn danach schnell umgeschaltet wurde, brannte es auch schon vor dem Hankofener Kasten. Schon nach einer halben Stunde hätte es 4:0 stehen können, doch zweimal Nuscheler, Salemovic und Strohhofer scheiterten im letzten Moment. Genau dieses Trio sorgte dann aber für die längst fällige TSV-Führung. Muriz Salemovic schickte Sebastian Nuscheler rechts auf die Reise, in dessen scharfe Hereingabe rutschte Stefan Strohhofer hinein und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie.

Beschäftigungslos

Während Frank Schmitt im Landsberger Tor in dieser Phase beschäftigungslos war, bekam sein Gegenüber Putz weiter gut zu tun. Nach 35 Minuten wischte er einen aufspringenden Freistoß noch aus dem linken Winkel, kurz darauf hatte er Glück, dass Nuscheler eine Hereingabe im Strafraum nicht unter Kontrolle bekam.

Kurz vor der Pause machte der TSV dann aber schon alles klar. Bei einem Freistoß durch Salemovic von halbrechts stürmten gleich drei Landsberger Spieler in den Sechzehnmeterraum, letztlich setzte sich Stefan Strohhofer durch und wuchtete den Ball unhaltbar per Kopf zum 2:0 ins Netz.

Die Gäste kamen zwar mit mehr Schwung aus der Pause, der TSV setzte eher auf Spielkontrolle – die Chancen für die Niederbayern blieben aber auch in der zweiten Halbzeit rar. Die beste davon hatte Tolksdorf, als er seinen Kopfball nach einer Ecke um Zentimeter über die Latte setzte (63.). Die Kresin-Truppe wurde durch Auswechslungen nach und nach auf etwas mehr Defensive umgebaut. Dennoch hätte man das Ergebnis noch nach oben schrauben können, schloss die Konter allerdings nicht konzentriert genug ab. Die letzte Gelegenheit vergab Salemovic, der mit seinem Freistoß in der Nachspielzeit an Putz scheiterte.

Überzeugend

Dass der Start in die Bayernliga als gelungen bezeichnet werden darf, liegt für den TSV aber nicht nur am Ergebnis, auch spielerisch überzeugte die Mannschaft über weite Strecken. Dabei fielen neben den etablierten Kräften auch die zwei Neulinge auf, die in der Startelf standen. Mit Philipp Siegwart hat man sichtlich zusätzliche offensive Möglichkeiten gewonnen, der agile Thomas Spannenberger zeigte eine blitzsaubere Leistung auf der „Sechser“-Position.

Am morgigen Mittwoch kann sich die Mannschaft weiter einspielen, wenn sie beim VfL Denklingen bei dessen 150-Jäh­- rigem zu einem Freundschafts­- spiel antritt. Das Punktspiel in Unterhaching wurde aus diesem Anlass auf den 27. August verlegt, die TSV-Kicker kommen schon am kommenden Samstag zum nächsten Heimspiel. Gegner im Hacker-Sportpark ist dann die SV Pullach, die in der Vorsaison als Aufsteiger überraschend auf Platz 4 gelandet war und ihr Auftaktspiel in Rosenheim gewonnen hat.

Christoph Kruse

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