"Niemand ist zufrieden"

TSV Landsberg schlägt sich gegen lange Zeit schwache Gäste selbst

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Schon wieder eine Niederlage für den TSV Landsberg. Diesmal gegen den FC Deisenhofen.
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Schon wieder eine Niederlage für den TSV Landsberg. Diesmal gegen den FC Deisenhofen.
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Schon wieder eine Niederlage für den TSV Landsberg. Diesmal gegen den FC Deisenhofen.

Landsberg– In der Bayernliga Süd setzte es für den TSV Landsberg im Heimspiel gegen den FC Deisenhofen erneut eine Niederlage. Die Partie endete vor 380 Zuschauern im 3C-Sportpark mit 1:3. Dabei verlor der TSV nicht nur drei Punkte, sondern auch noch Kapitän Sebastian Bonfert, der verletzt vom Platz humpelte. In der Tabelle spitzt sich die Situation nach vier Niederlagen in Folge zu.

Was immer sich die Landsberger für den Start in diese Partie vorgenommen hatten – nach 38 Sekunden waren alle Pläne Makulatur. Der Deisenhofener Marco Finster führte einen Freistoß aus dem Halbfeld aus. Über Freund und Feind hinweg segelte das Spielgerät und schlug im langen Eck ein. Nicolas Schestak, der für den gesperrten Rösch das Tor hütete, sah den Ball zu spät oder vertraute auf seine Vorderleute – jedenfalls reagierte er nicht. 0:1-Rückstand. Mal wieder.

Die Hausherren erholten sich von diesem Schock allerdings sehr schnell und ergriffen die Initiative. Zwar musste Schestak nach 15 Minuten mit einer famosen Parade retten, doch ansonsten lief das Spiel nur in eine Richtung. Florian Mayer (17.) und Alessandro Mulas (20.) ließen gute Gelegenheiten liegen. Nach 24 Minuten war dann aber Philipp Siegwart zur Stelle und konnte nach einem Eckstoß von Andreas Fülla aus vier Metern zum 1:1 ausgleichen.

Der Landsberger Express rollte weiter auf das Tor der Gäste zu. Tugbay hatte den Führungstreffer auf dem Fuß, doch er verzog (27.). Die ansprechende Leistung des TSV, auf spielerisch gutem Niveau, wurde nach einer halben Stunde unschön unterbrochen: Kapitän Bonfert musste, von zwei Mitspielern gestützt, den Platz verlassen.

„Er hat sich einen Bänderriss im Sprunggelenk eingehandelt. Trainieren kann er im Moment eher nicht, aber wir tun alles dafür, dass unser Kapitän bald wieder auf dem Platz steht. Er ist ein harter Hund“, gibt sich Coach Sven Kresin verhalten optimistisch.

Die letzte Chance vor der Pause hatte erneut Mayer, der ein Zuspiel von Rainer Storhas technisch anspruchsvoll verarbeitete. Sein Volleyschuss aus der Drehung zwang Gästekeeper Enrico Caruso zu einer sehenswerten Parade (45.). Von den hochgelobten Deisenhofenern war in der ersten Halbzeit nicht viel zu sehen und sie retteten sich mit einem schmeichelhaften 1:1 in die Kabine.

„Der gegnerische Trainer hat mir nach dem Spiel gesagt, dass sie sich über einen Rückstand zur Pause nicht hätten beschweren können. Uns fehlte einfach das Glück im Abschluss“, bringt Coach Kresin das Spielgeschehen auf den Punkt.

Nach Wiederanpfiff schien alles für den TSV Landsberg zu laufen. In der 53. Minute musste Michael Bachhuber nach wiederholtem Foulspiel mit einer Gelb Roten Karte vom Feld und damit waren die Gäste in Unterzahl. Beste Voraussetzungen für den TSV, um die dringend benötigten drei Punkte einzufahren.

Doch die Elf von Kresin verkrampfte mit fortlaufender Spieldauer und die Leichtigkeit in den Aktionen war dahin. Der FC Deisenhofen zeigte nun eine andere Körpersprache und hatte mehr vom Spiel. Ein ausgesprochen überflüssiges Foul von Martin Hennebach, bis dahin einer der besten auf dem Platz, führte nach 70 Minuten zu einem Elfmeter für die Gäste. Die verwandelten sicher und stellten auf 2:1.

Noch immer schien genug Zeit, um das Spiel gegen zehn Mann zu drehen, aber die Lechstädter brachten keinen brauchbaren Angriff mehr zustande und besiegten sich nach 78 Minuten endgültig selbst: Nachdem ein Freistoß an den Pfosten gekracht war, misslang der Abschlag von TSV-Keeper Schestak völlig: Er schoss Gästespieler Florian Schmid an, von dem das Leder abprallte und gemächlich zum 1:3 ins Tor trudelte.

Damit war das Spiel gelaufen. Deisenhofen überstand die letzten Minuten ohne große Not. Unaufgeregt, cool und mit viel Selbstbewusstsein ließen sie den Ball laufen. Nun war zu sehen, was Gäste-Betreuer Christian Schinner vor der Partie angekündigt hatte: „Wir haben die Mannschaft nach dem Aufstieg kaum verändert und sie ist sehr eingespielt. Das macht es für jeden Gegner extrem schwer.“

Vier Punkte Vorsprung hat der TSV Landsberg auf den nächsten Gegner, die SpVgg Hankofen-Hailing. Noch sind die angepeilten sechs Punkte vor der Winterpause zu erreichen. Kann die Mannschaft mit dem Druck umgehen? Das wird man beim Auswärtsspiel am nächsten Samstag um 14 Uhr sehen. Coach Kresin fasst zusammen: „Im Moment stimmen einfach die Ergebnisse nicht und niemand im Verein ist zufrieden. Das nächste Spiel ist also wirklich eine Standortbestimmung.“
Dietrich Limper

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