Unter dem Strich zufrieden

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Von Lufthoheit keine Spur. Wenngleich TSV-Akteur Roland Krötz in dieser Szene das Kopfballduell gewinnt, mussten die Landsberg gegen Memmingens Zweite zum Saisonabschluss noch eine 0:2-Niederlage hinnehmen

Landsberg – Die Saisonbilanz fällt positiv aus. „Unter dem Strich sind wir zufrieden“, sagt Toni Yildirim, sportlicher Leiter beim TSV Landsberg. Auch Abteilungsleiter Sepp Hintermeier trauert dem verpassten Relegationsplatz zur Fußball-Bayernliga nicht hinterher.

„Wir sind Fünfter und in Schlagdistanz nach oben", sagt Hintermeier, "das muss man positiv sehen. Damit wir Rang zwei erreichen, hätte schon alles optimal laufen müssen.“ Dass man den einen oder anderen Durchhänger hinlegte, hatte allerdings dazu geführt, dass die Partie gegen Memmingen schon bedeutungslos war.

Zumindest für die Gastgeber, die jetzt in Urlaub gehen – die Memminger müssen trotz des 2:0 (1:0)-Sieges in Landsberg in die Abstiegsrelegation. In einer abwechslungsreichen Begegnung ließen die TSV-Spieler die Köpfe allerdings nicht hängen, „auch wenn man gesehen hat, dass uns zuletzt ohne Salemovic und Nuscheler die Durchschlagskraft nach vorne gefehlt hat“, so Hintermeier. Die hatte dafür ein ehemaliger Landsberger auf der anderen Seite: Sebastian Bonfert, von der ersten Mannschaft für den Abstiegskampf zu den Landesligisten abgestellt, bereitete schon in der 11. Minute nach einem Abspielfehler den ersten Treffer sehenswert vor, überlupfte den herausstürzenden TSV-Torhüter Heiland, Makoru durfte ins leere Tor einschieben.

Auch am zweiten Tor war Bonfert wieder beteiligt. Im Konter spielte er den Landsberger Verteidiger noch aus und legte perfekt quer, diesmal profitierte der eingewechselte Keller – normalerweise ebenfalls in der Bayernliga tätig – als Torschütze zum 0:2 (82.).

Erst danach merkte man den Landsbergern an, dass nach der langen Landesliga-Saison mit zuletzt vielen englischen Wochen die Luft ganz schön raus war. „Es ist natürlich immer schwer, für so ein Spiel noch eine Motivation aufzubauen“, räumt Hintermeier ein. „Aber es war nach dem Kaufbeuren-Spiel Wiedergutmachung gefordert und die hat die Mannschaft über weite Strecken auch erbracht.“

Auch gegen Memmingen erarbeitete man sich trotz der fehlenden Offensiv-Kräfte und zahlreicher Umstellungen durchaus Gelegenheiten. Zweimal donnerte etwa Roland Krötz den Ball nach einem Freistoß in die Memminger Abwehrmauer, den dritten Schuss setzte Spielertrainer Sven Kresin, der im Angriff auflief, um Zentimeter vorbei (29.). Einen Kopfball von Strohhofer lenkte der Torhüter noch an den Pfosten (30.), einen weiteren von Knechtel schlug ein Verteidiger gerade noch von der Linie (36.), den dritten setzte Kresin kurz vor der Pause an die rechte Torstange. Auch danach blieb das Abschlusspech den Landsbergern treu, als Beigl einen Freistoß von Fülla noch über die Latte drehte (49.).

Dennoch ließ sich nicht verbergen, dass gerade Salemovic an allen Ecken und Enden fehlte. Er hatte in Gerolfing die Rote Karte gesehen, bereits die zweite der Saison – eindeutig zuviel, wie Sepp Hintermeier befand. „Das darf nicht sein, dass er uns wegen der Platzverweise insgesamt sechsmal fehlt. Wenn dann auch noch Nuscheler verletzt ist, ist das für uns tödlich.“

Sein sportlicher Leiter sieht’s genauso. „Dass Muriz so oft nicht dabei war, hat uns weh getan, das hat sich ja auch in den Ergebnissen bemerkbar gemacht. Die anderen Spieler waren in diesem Jahr noch nicht ganz so weit, dass sie ihn hätten ersetzen können.“ Für Toni Yildirim überwiegt trotzdem das Positive: „Wenn man unsere Abgänge betrachtet und woher unsere Neuzugänge kamen, war das im Großen und Ganzen sehr in Ordnung. Für manchen war der Schritt nicht einfach; in der Kreisliga ist nach 13 oder 14 Spielen Winterpause, jetzt waren es 21.“

Für die kommende Saison ist Yildirim jedenfalls nicht bange. „Die Mannschaft ist jung, hat vieles gelernt. Und seit Rainer Storhas dabei ist, sind wir defensiv wesentlich stabiler geworden.“ Die erste gute Nach­- richt für die nächste Spielzeit gibt es dabei bereits: Storhas bleibt beim TSV Landsberg.

Christoph Kruse

Zum Saisonabschluss eine Niederlage

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