"Nicht so attraktiv"

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Die Riverkings gewannen gegen Burgau mit 12:4 , doch nicht nur Ville Dollhofer (rechts) scheiterte am Burgauer Goalie.

Landsberg – Nach einem 12:4-Sieg klingt es seltsam, lässt sich aber nicht von der Hand weisen: Der HC Landsberg hat gegen Burgau zu wenig Tore geschossen. Die Schwaben waren bei ihrem Gastspiel am Hungerbachweg schlicht kein Maßstab für die Riverkings und hätten noch deutlich höher verlieren können.

Zum einen hätte sich der ESV nicht beschweren können, wenn seine Spieler nach teilweise haarsträubenden Fouls deutlich öfter auf die Strafbank geschickt worden wären. Zudem überboten sich die Landsberger, vor allem im Schlussdrittel, teilweise gegenseitig im Auslassen bester Torchancen. So macht auch HCL-Kapitän Markus Haschka schnell einen Haken hinter das Spiel: „Für die Zuschauer ist das sicher unterhaltsam, so viele Tore zu sehen. Für die Sportler auf dem Eis ist so ein Spiel nicht so attraktiv.“

Riverkings siegen zuhause

Noch dazu hatte seine Truppe sich den fast obligatorischen Fehlstart in die Partie geleistet. Roman Mucha, an diesem Abend Burgaus einziger Spieler mit Landesliga-Format, machte sich schon nach 20 Sekunden mit einem Pfostenschuss bemerkbar. Nach 40 Sekunden erzielte der einsam vor Fal-kenberger stehende Ullmann das 0:1, kurz darauf visierte Mucha auch noch die Latte an.

Der Spuk hielt allerdings nicht lange an. Nach neun Minuten hatten Schiller, Hess und Turner schon auf 3:1 korrigiert und nach elfeinhalb Minuten brach das sportliche Unheil in einer Form über die Gäste herein, die selbst Routinier Haschka „so auch noch nicht erlebt“ hatte. Drei Tore schenkte man Alex Hopfenzitz binnen 50 Sekunden ein. Der verließ daraufhin entnervt sein Gehäuse, Trainer Hloozek nahm eine Auszeit – die half aber auch nichts: Nach nur 23 Sekunden schlug es auch hinter Ersatztorwart Leitner schon wieder ein.

Partie gelaufen

Schon vor der ersten Drittelpause war die Partie damit natürlich gelaufen. Die Gäste präsentierten sich weiterhin auf Bezirksliga-Niveau, die Riverkings probierten einige Dinge aus und kamen zum zweistelligen Sieg, „obwohl es bei einigen Chancen schwieriger war, sie nicht zu verwerten, als noch ein Tor zu schießen“, so Markus Haschka.

Ganz so leicht dürfte es am kommenden Freitag um 20 Uhr nicht werden, auch wenn Heimspielgegner Holzkirchen nur Tabellenzwölfter ist. „Die haben im vergangenen Jahr viele Spiele mit einem Tor Unterschied gewonnen, heuer verlieren sie öfter mal knapp“, so der Kapitän, der dennoch einen Heimsieg als klares Ziel ausgibt. Auch zwei Tage später in Geretsried (Sonntag, 18 Uhr) peilt man zwei Punkte an. Im Nachbarschaftsderby hat der HCL aus der vergangenen Saison noch eine empfindliche Niederlage wettzumachen. Nachdem es kurz vor Schluss noch 5:5 stand, ging man am Ende spektakulär mit 5:10 unter.

Am Doppelspieltags-Wochenende können die Riverkings voraussichtlich fast in Best-besetzung antreten. Andreas Zeck soll in dieser Woche erstmals wieder trainieren, lediglich Wedl (erkrankt) und Mascall (weiter Knieprobleme) fallen sicher aus. Auch ohne die Routiniers zeigte die Formkurve beim HCL in den letzten Spielen nach oben, was Haschka aber nicht an einzelnen Spielern festmachen will. „Wir finden immer besser zusammen, weil inzwischen jeder im Training und im Spiel am Erfolg der gesamten Mannschaft arbeitet. Das wird von Woche zu Woche besser.“

• HC Landsberg – ESV Burgau 12:4 (7:1, 3:1, 2:2). – Tore: 0:1 (1.) Ullmann (Kozlovsky, Mucha), 1:1 (3.) Schiller (Rohde, Lukats), 2:1 (7.) Hess (Baumhackl, V. Dollhofer), 3:1 (10.) Turner (Baumhackl), 4:1 (12.) D. Kerber (Weis), 5:1 (12.) D. Kerber (Haschka), 6:1 (13.) Geuß (Klemm, D. Kerber), 7:1 (13.) Lukats (Schiller, Rohde), 8:1 (21.) Hess (V. Dollhofer, S. Kerber), 9:1 (21.) D. Kerber (Klemm, Geuß), 10:1 (30.) Geuß, 10:2 (38.) Kozlovsky (Mucha, Sohlmann), 11:2 (45.) Hess (D. Kerber), 11:3 (46.) Sohlmann (Königer), 11:4 (57.) Ullmann (Bertele, Heinrich), 12:4 (59.) Turner (Rohde). – Zuschauer: 303. Strafen: je 8 Minuten. Christoph Kruse

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