Raus aus dem Tabellen-Keller!

Landsberg in der Bayernliga jetzt schon vier Spiele ohne Niederlage

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Immer auf der Hut und mit dem Blick für die besondere Spielsituation: TSV-Mittelfeldmotor Andreas Fülla.

Regensburg/Landsberg – Kaum mehr als 100 Zuschauer haben sich am Sonntag im Sportpark am Kaulbachweg verloren, um die Partie des SSV Jahn Regensburg II (U21) gegen den TSV 1882 Landsberg in der Bayernliga Süd zu verfolgen. Die Lechstädter siegten 1:0 und feierten am 11. Spieltag das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage. Die Serie hält weiter an.

Die halbe Mannschaft des Gastgebers aus der Oberpfalz bestand aus Spielern, die zumindest im Kader des Zweitligisten stehen. „Das war nicht das Spiel, das ich erwartet hatte“, sagt TSV-Coach Sven Kresin, „doch meine Jungs haben sich wacker geschlagen. Zwar hatte Regensburg in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, aber unser Abwehrverbund hat alles gegeben und wir hatten sogar ein paar gute Szenen im gegnerischen Strafraum.“

Durch den Ausfall von Rainer Stohas musste das Gefüge in der Defensive wieder verändert werden: Lukas Göttle stand von Beginn an auf dem Platz und fügte sich nahtlos ein. Und wenn die Gastgeber zum Abschluss kamen, war Keeper Rösch ein sicherer Rückhalt.

Kurz nach der Pause stand der Schlussmann des „Jahn“ wie so oft weit vor seinem Tor. „Bei Mannschaften mit dieser Spielanlage ist es üblich, dass der Torwart den elften Feldspieler gibt. Aber er war vom Fehlpass seines Mitspielers völlig überrascht“, schildert Kresin die entscheidende Szene des Spiels. Überrascht war auch Andreas Fülla auf Landsberger Seite, analysierte die Situation aber blitzschnell: Sein Schuss rauschte über den verdutzten und hilflo­sen André Weis hinweg durch den spätsommerlichen Himmel und schlug unter der Latte ein.

Der Schütze selbst sieht es pragmatisch: „Wir hatten schon in der Halbzeit besprochen, dass hier wahrscheinlich die Mannschaft gewinnt, die das erste Tor schießt. Dass es mir dann so gelingt ist natürlich fantastisch, aber das Ergebnis steht im Vordergrund.“ Der Trainer nimmt den Geniestreich seines Mittelfeldspielers eher gelassen zur Kenntnis: „Es ist nicht das erste Mal, dass der Charly ein ungewöhnliches Tor erzielt. Er hat einfach den Blick für solche Situationen.“

Der TSV Landsberg hielt das 1:0 fest, überstand einige chaotische Minuten, die in der Gelb-Roten-Karte gegen den Regensburger Root gipfelten und nahm drei Punkte mit nach Hause. Ein glücklicher Sieg? „Nein“, widerspricht Sven Kresin, „selbst der Regensburger Trainer Yavuz Ak hat mir bestätigt, dass wir ebenbürtig waren und eben nur dieser eine Fehler das Spiel entschieden hat.“ Mit der Gesamtleistung des Teams sei er nur zufrieden, resümiert Kresin weiter, hochzufrieden hingegen sei er mit dem Ergebnis.

Entspannung

14 Punkte, Rang 10 in der Tabelle der Bayernliga Süd – die Lage in der Lechstadt hat sich ein wenig entspannt. Nun geht man am kommenden Freitag als vermeintlicher Favorit in die Partie gegen Schlusslicht TSV Schwaben Augsburg, das die letzten fünf Spiele allesamt verloren hat. „Wir müssen von Anfang an hellwach sein, damit wir nicht wieder so verkrampfen wie gegen Nördlingen. Am besten schießen wir schnell ein Tor, dann muss Augsburg kommen und wir haben genau das Spiel, das wir uns wünschen“, gibt Kresin die Richtung vor. Der Gegner dürfe aber auf keinen Fall unterschätzt werden; Spieler wie Michael Geldhauser oder Maximilian Löw seien herausragend. Außerdem sei es gut möglich, dass Rainer Stohas noch einmal geschont werde, denn die Aufgaben danach hätten es in sich. Spielbeginn im 3C-Sportpark ist um 19 Uhr.

Übrigens: Die Suche nach einem Co-Trainer liegt erst einmal auf Eis. Kresin: „Ich hatte jemandem im Auge, aber der ist vertraglich noch gebunden. Rainer Stohas und Sebastian Bonfert wissen jedoch ganz genau, was ich mir vorstelle. Und wenn ich mal nicht da sein sollte, werden die es richten. Damit hat sich das Thema für den Moment erledigt.“
Dietrich Limper

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