Zu wenig investiert

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Kapitän Philipp Siegwardt (am Ball) und seine Angriffskollegen blieben vor dem Tor diesmal glücklos. In Heimstetten setzte es die achte Auswärtsniederlage in dieser Saison.

Landsberg – „Letztendlich bin ich enttäuscht von meiner Mannschaft, weil wir nicht das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten.“ Mit diesen Worten fasste Roland Krötz nach Spielende die Leistung seiner Mannschaft zusammen. Dabei hatten sich seine Spieler lange Zeit die Möglichkeit offengehalten, einen Ausgleichstreffer zu erzielen.

Den mitgereisten Landsberger Anhängern bot sich zu Beginn ein taktisch geprägtes Spiel. Beide Mannschaften agierten anfangs eher verhalten. Sebastian Gilg verzog in der siebten Minute einen Fernschuss aus erfolgsversprechender Position deutlich. In der 20. Minute konnte sich der Heimstettner Spieler Lopes mit einem Sololauf über die linke Abwehrseite der Landsberger durchsetzen und mit einem flachen Schuss ins lange Eck den Landsberger Keeper Tobias Heiland überwinden.

Nach dem Gegentreffer „aus dem nichts“, so die Einschätzung des Landsberger Trainers, gab sich seine Mannschaft aber noch nicht geschlagen. Beinahe im Gegenzug wäre dem TSV der direkte Ausgleichstreffer gelungen, wenn Kapitän Philipp Siegwardt nicht im strafbaren Abseits gestanden hätte. Aber auch der SV Heimstetten blieb jederzeit gefährlich, sodass in der 25. Minute nur der Pfosten die Landsberger vor einem höheren Rückstand bewahrte. Bis zum Halbzeitpfiff probierten beide Mannschaften zwar vieles, aber gerade auf Landsberger Seite war das Angriffsspiel über die Flügel leider nicht präzise genug.

Zum Leidwesen des Landsbergers Trainers Krötz brachte auch die zweite Hälfte nicht den erhofften Umschwung: „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit zu wenig dagegen gestemmt, um Heimstetten wirklich in Probleme zu verwickeln“.

Dabei erspielten sich die Landsberger durchaus Chancen, die aber entweder durch die zum Teil fragwürdigen Abseitsentscheidungen oder durch die eigene Abschlussschwäche zunichte gemacht wurden. Von der zuletzt genannten Problematik waren besonders die Angreifer Philipp Siegwardt und Daniel Jais betroffen, die beste Chancen vor dem gegnerischen Tor liegen ließen. Das spielentscheidende 2:0 erzielte dann in der 81. Minute Orhan Akkurt, der die Torschützenliste der Bayernliga Süd derzeit mit 18 Treffern anführt, nach einem hoch getretenen Freistoß, bei dem weder die Landsberger Hintermannschaft noch ihr Schlussmann gut aussahen. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass man „wesentlich mehr hätte investieren müssen, um ein solches Spiel zu drehen“, wie Roland Krötz ernüchtert feststellte.

Am kommenden Samstag, 19. November, hat der TSV Landsberg die Gelegenheit, diese Scharte gegen den FC Pipinsried auszuwetzen. Ange­pfiffen wird die Partie gegen den derzeitigen Tabellendritten der Bayernliga Süd um 14 Uhr im 3C-Sportpark.

Frieder Dlugosch

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