Einbruch nach starkem Auftakt

FC Pipinsried zu dominant für kämpfenden Landsberger TSV

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Der TSV Landsberg musste gegen Tabellenführer Pipinsried eine Niederlage hinnehmen.
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Der TSV Landsberg musste gegen Tabellenführer Pipinsried eine Niederlage hinnehmen.

Landsberg – Vor der beachtlichen Kulisse von 940 Zuschauern bei sommerlichen Temperaturen im 3C-Sportpark kommt der TSV Landsberg gegen den Spitzenreiter der Bayernliga Süd mit 1:5 unter die Räder. Damit nimmt die Serie von sieben Spielen ohne Niederlage ihr Ende. In der Tabelle bleiben die Lechstädter mit 21 Punkten im Mittelfeld.

Ohne Orkun Tugbay, dafür aber mit Rainer Storhas, startete die Heimmannschaft in diese mit Spannung erwartete Partie. Überraschend blieb Lukas Göttle auf der Bank, für ihn spielte Felix Mailänder. Der TSV Landsberg startete furios: Die Zuschauer hatten gerade Platz genommen, als Sebastian Bonfert den Ball eroberte, auf Andreas Fülla ablegte, der seinerseits Phillip Siegwart in Szene setzte, welcher den Ball mit Wucht ins lange Ecke beförderte. 1:0 nach drei Minuten. Ein Auftakt nach Maß?

„Wir sind wirklich super in dieses Spiel gestartet, aber vielleicht war dieses frühe 1:0 gar nicht so gut für uns“, analysiert Coach Sven Kresin eher kritisch, „denn wir haben danach etwas abwartender gespielt, anstatt weiter unser Spiel durchzuziehen.“

Die ersten 20 Minuten gehörten dennoch weitestgehend den Landsbergern, die den ungeschlagenen Tabellenführer permanent unter Druck setzten. Auch in den Zweikämpfen hatte Pipinsried meistens das Nachsehen und die Überraschung war den Spielern sichtbar ins Gesicht geschrieben. Es war nach 23 Minuten ein eher glückliches Tor, das die Gäste wieder ins Spiel brachte: Während die Hintermannschaft des TSV mit einem Pfiff wegen Stürmerfouls an Julian Birkner rechnete, nutzte Pablo Pigl eiskalt die Gunst des Augenblicks und markierte das 1:1.

Schiedsrichter Tobias Schindler traf vor der Pause einige Entscheidungen, deren Gründe sein Geheimnis bleiben werden. Die Gelbe Karte gegen Florian Mayer vor dem Elfmeter war angesichts des eindeutigen Regelverstoßes seitens der Gäste eher als skurril anzusehen. Der Videobeweis wäre hier hilfreich gewesen.

„Meiner Meinung nach war das ein klares Foul an meinem Spieler, aber es wurde nicht gepfiffen. Trotzdem muss ich mit der Mannschaft noch darüber reden, dass sie einfach aufmerksamer sein muss“, merkt Coach Kresin an. „Pipinsried entwickelte danach eine enorme Dominanz, der wir an diesem Tag nicht viel entgegenzusetzen hatten.“

15 Minuten später war es Florian Mayer, der Muriz Salemovic im Strafraum zu Fall brachte. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Steffen Krautschneider mit aufreizender Lässigkeit zum 1:2. Keeper Patrick Rösch schildert den Psychokrimi: „Ich kenne den Schützen und seine Ecke schon seit einigen Jahren. Er hat diesmal einfach den Schuss in die Mitte gewählt und das war sein Glück und mein Pech.“

Der Schreck steckte dem TSV nun in den Gliedern und es wollte nicht mehr viel gelingen. Von Minute zu Minute setzte sich die individuelle Klasse der Gäste mehr und mehr durch. Das 3:1 vor der Pause erzielte Pipinsrieder Pigl fast schon zwangsläufig nach einem unnötigen Ballverlust des TSV in der eigenen Hälfte (43.).

Nach der Pause kam Göttle für Mailänder auf den Platz. Pipinsried überließ den Lechstädtern nun den Ball und konzentrierte sich auf das Konterspiel. Trotz optischer Überlegenheit ging von den Angriffen der Heimmannschaft keinerlei Gefahr aus. Pässe flogen ins Niemandsland und Dribblings endeten im Seitenaus. „Wir wollten noch einmal angreifen, aber das ist uns leider nur bedingt gelungen“, erzählt Rösch. „Und wenn Pipinsried den nötigen Platz hat, dann spielen sie ihre Konter perfekt zu Ende. Das muss man einfach zugeben.“

Oliver Wargalla, nach seiner Einwechslung kaum zwei Minuten in der Partie, vollendete einen jener Konter, indem er Rösch umkurvte und zum 4:1 für die Gäste nur noch einschieben musste (67.). Krautschneider, bester Mann auf dem Platz, war es schließlich vorbehalten für den Endstand zu sorgen. Nach einem Spielzug über drei Stationen wie aus dem Lehrbuch, netzte er elegant zum 5:1 ein (76.). Mit diesem Sieg ist der Truppe um Muriz Salemovic die Herbstmeisterschaft nicht mehr zu nehmen.

„Die Köpfe waren nach dem Spiel schnell wieder oben. Wir denken nun nur noch an die kommende Aufgabe in Dachau. Die haben genauso viele Punkte wie wir und da wird sich zeigen, wohin die Reise geht“, sagt Rösch und fährt im Brustton der Überzeugung fort: „Wir wollen eine neue Serie starten!“

Im letzten Spiel der Hinrunde trifft der TSV Landsberg am 26. Oktober um 14 Uhr daheim auf die „kleinen“ Löwen des TSV 1860 München.
Dietrich Limper

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