X-Press spielt um Aufstieg

Endlich das "Finale dahoam"

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Die Footballer des Landsberg X-Press hatten am Samstag allen Grund zum Jubel: Mit einem 38:14-Sieg gegen Erlangen sicherten sie sich das „Finale dahoam“ in der Bayernliga für den kommenden Samstag.

Landsberg – So souverän hatten das die wenigsten der über 400 Fans in Landsberg erwartet: 38:14 (6:0, 10:6, 15:0, 7:8) gewannen die Footballer des X-Press ihr Play-Off-Halbfinale gegen die Erlangen Sharks, stehen am Samstag im Finale und sind nur noch einen Schritt vom Aufstieg in die Regionalliga entfernt.

Davon, dass die Erlanger den X-Men in den vergangenen Jahren immer wieder das Leben mehr als schwer gemacht hatten, war an diesem Nachmittag nicht viel zu sehen. Mit ihrem Laufspiel kamen die Franken zwar im ersten Versuch immer wieder zu einigen Yards Raumgewinn, blieben dann aber bis auf eine Ausnahme (ein 50-Yard-Lauf zum zwischenzeitlichen 31:12) anschließend erfolglos. An Pässen hatten die Sharks nicht viel zu bieten – wenn einer der kurzen Screenpässe überhaupt ankam, war die Defense der Gastgeber regelmäßig postwendend da und erstickte die Angriffsbemühungen der Erlanger meist schon im Keim.

So lässt sich das schwache Offensivspiel der Sharks viel mit der guten Leistung der Landsberger Verteidigung erklären. „Unser Headcoach hatte die Defense ausgezeichnet eingestellt“, befand dann auch X-Press-Präsident Knut Dins nach der Partie und hatte ein Spiel gesehen, „das wir von Anfang bis Ende im Griff hatten.“ Tatsächlich kamen die Landsberger diesmal in der Verteidigung nur selten in Bedrängnis, die Defense lieferte eines ihrer besten Spiele in der aktuellen Saison ab.

Dass man im Angriff einiges zu bieten hat, steht ohnehin außer Frage. Schon im ersten Drive fand Jason Bertrand zweimal Florian Borchert mit weiten Pässen und dann auch noch Dominik Krahn am Ende der Endzone – das frühe 6:0. Die spektakulärste Szene des Spiels, als Quarterback Bertrand die Erlanger Verteidigung über 35 Yards wie Slalomstangen umtanzte und selbst in die Endzone lief, wurde allerdings nicht belohnt, die Schiedsrichter hatten ein Foul der Landsberger Offense gesehen.

Druck ausüben

Der Kanadier ließ sich allerdings trotz der folgenden 5-Yard-Strafe wenig beeindrucken und schickte Borchert postwendend zum 12:0. Dass Erlangen mit dem ersten nennenswerten Pass kurz darauf zum 13:6 kam, störte ebenfalls wenig, per Fieldgoal erhöhte der X-Press schnell wieder auf 16:6. Jegliche Aufregung nahmen die Landsberger dann mit zwei weiteren Aktionen kurz vor und nach der Halbzeit aus dem Spiel: Eine strittige Situation beantwortete Anselm Hoppe zunächst mit einer blitzsauberen Interception. Nach der Pause versuchten die Erlanger, noch einmal Druck auszuüben – Bertrand warf das Ei allerdings in höchster Bedrängnis über 45 Yards sehenswert auf Dominik Krahn, der das Spielgerät im Fallen in der Endzone ebenso spektakulär noch unter Kontrolle brachte und auf 22:6 stellte.

Damit war die Gegenwehr der Franken gebrochen, Bertrand konnte sich dank der konzentrierten Arbeit seiner Mannschaftskollegen austoben, lief noch einmal über 35 Yard und Gerald Miller machte mit seinem Hechtsprung in die Endzone zum 29:6 endgültig alles klar. Im letzten Viertel konnten die X-Men sogar noch relativ entspannt (erfolgreich) einige Laufspielzüge trainieren – umso wichtiger, als Dominik Schäfer (vermutlich Muskelbündelriss) für das Finale gegen Königsbrunn definitiv ausfällt.

Stadt gegen den Sonntag

Um selbst aktiv mit einem eigenen Stand am Hauptplatzfest teilnehmen zu können, hätte der X-Press das Endspiel gerne auf den 29. September verlegt. Die Genehmigung dafür verweigerte die Stadt Landsberg allerdings mit Hinweis auf Schwierigkeiten mit den Anwohnern am Sportzentrum. Footballspiele dürften in Landsberg wegen der Lautstärke demnach generell nicht an Sonntagen stattfinden. Präsident Dins nimmt's gelassen: „Ich hoffe, dass wir dann eben am Samstag nach dem Spiel auf der Bühne am Hauptplatz unseren Aufstieg verkünden und gemeinsam feiern können.“

Christoph Kruse

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