X-Press verliert 8:22

Nicht in Schwung gekommen

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Zu Fall gebracht haben die Franken Timberwolves den Landsberg X-Press bei der 8:22-Niederlage der Lechstädter in Fürth.

Landsberg – Dem X-Press gingen in Fürth die Offensivkräfte und dann irgendwann auch die Luft aus. Bei den Franken Timberwolves gab es für die Landsberger Footballer eine 8:22-Niederlage – an gleicher Stelle hatte man auch in der vergangenen Saison bereits verloren.

Diesmal schienen die Voraussetzungen zunächst besser zu sein, immerhin hatten die Fürther bei zwei Niederlagen zuletzt keine besonders gute Figur gemacht, doch was ihnen der X-Press entgegenzusetzen hatte, war dann letztendlich zu wenig, zumal den Gästen die Receiver ausgingen. Die letztjährigen Punktelieferanten Florian Borchert (nach München gewechselt) und Bernhard Bloch (erneuter Armbruch) stehen ohnehin nicht zur Verfügung, diesmal fiel auch noch Dominik Krahn (berufliche Gründe) aus. Michael Stiller war so der einzige „echte“ Receiver an diesem Tag.

War man damit für das Passspiel schon geschwächt, mussten die X-Men kurz vor der Halbzeit den nächsten Nackenschlag hinnehmen, als sich Dominik Schäfer, eine Hauptstütze des Laufspiels, verletzte. Zudem fehlten in Fürth die erkrankten Markus Wäcker und Alexander Brosch sowie Neuzugang Aaron Cook, der sich in seinem Auftaktspiel für die Landsberger einen Bänderriss zuzog.

Wirklich verwunderlich war es somit nicht, dass der X-Press in Fürth „nicht so richtig in Schwung“ kam, wie Präsident Knut Dins nach der Begegnung sagte. Im ersten Viertel zeigten beide Teams eine eher Defense-lastige Vorstellung, mit einem von drei Fumbles der Partie (an der eigenen 12-Yard-Linie) ermöglichten die Landsberger dann die 7:0-Führung für die Gastgeber. Genauso verlief der dritte Abschnitt: Viel Verteidigungsarbeit auf beiden Seiten, zum Ende hin ein Fumble beim X-Press und wieder einige Punkte für die Franken Timberwolves.

Zwischendurch waren die Landsberger besser ins Spiel gekommen, hatten sich notgedrungen aufs Laufspiel fokussiert und trotz der Verletzung von Schäfer auch eine gute Gelegenheit. 13 Sekunden waren noch auf der Uhr, als Stiller auf dem Weg in die Endzone einen Pass von Quarterback Jason Bertrand fing – dachten zumindest die Landsberger. „Die Schiedsrichter haben gesagt, die Uhr sei heruntergelaufen gewesen, was ich nicht nachvollziehen kann, nachdem bei dem Move zuvor noch 23 Sekunden zu spielen waren. Das wäre der Ausgleich gewesen“, ärgerte sich Dins.

So aber kam es anders, Fürth erhöhte durch ein 25-Yard-Fieldgoal noch auf 16:0. Danach nahm Jason Bertrand den Ball öfter einmal selbst unter den Arm und erlief einige Yards für den X-Press; nach einem Pass des Kanadiers schaffte Stiller dann mit einem 20-Yard-Lauf auch den einzigen Touchdown für die Gäste an diesem Nachmittag, nach der 2-Point-Conversion stand es nur noch 16:8. Anschließend entschieden die Gastgeber aber die Partie: Die Landsberger Defensive, die ansonsten gegen die Timberwolves ordentlich stand, konnte ausgerechnet in dieser kritischen Situation den Angriff nicht stoppen, der zum 22:8 führte – „das war's dann eigentlich im Prinzip auch schon“; so Knut Dins, zumal man sich kurz vor Schluss auch noch eine Interception leistete.

Wenn man in Landsberg tatsächlich um den Aufstieg mitspielen will, sollte man sich damit bereits für das kommende Wochenende etwas überlegen. Am Sonntag (15 Uhr) treten die X-Men in Königsbrunn an. In der „Mini-Bayernliga“ Süd, die nur aus drei Teams besteht, liegen die schwäbischen Nachbarn mit drei Siegen an der Spitze, schlugen jetzt die Erlangen Sharks (Tabellenführer der Bayernliga Nord) mit 42:8. Nachdem jahrelang in Königsbrunn vor allem die Defensive Trumpf war, klappt es jetzt auch durch ein ausgesprochen variables Offensivspiel mit dem Angriff: Nach drei Partien haben die Ants bereits 103 Punkte auf der Habenseite.

Christoph Kruse

Herbe Niederlage für den X-Press

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