Wiggerl verlängert nicht

Landsberg – Die Handballer des TSV Landsberg sind auf Trainersuche. Zum Abschluss der Vorrunde hat der Coach Wiggerl Hofmann mitgeteilt, dass er für die nächste Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Wesentlich für diese Entscheidung seien für ihn private, familiäre Gründe.

Wigger Hofmann verlässt im Sommer die Handballer des TSV Landsberg

„Wir bedauern es natürlich sehr, so einen kompetenten, engagierten und sympathischen Trainer zu verlieren, andererseits können wir seine Gründe gut nachvollziehen.“, Mit diesen Worten reagiert TSV-Abteilungsleiter Roland Neumeyer auf die „Kündigung“ und zeigt Verständnis für die Entscheidung Hofmanns. „Er hat das frühzeitig mit uns besprochen und verhält sich hier sehr professionell. Da gibt es keinen Unstimmigkeiten zwischen uns.“ Hofmann habe in der Jugendarbeit und dann in der „schwierigen Umbruchphase“ nach dem Abstieg aus der Landesliga, verbunden mit vielen Abgängen, „wichtige und erfolgreiche Arbeit“ in Landsberg geleistet. „Da war die neue Mannschaft aufzubauen und die individuelle Weiterentwicklung einzelner Spieler zu fördern“, erinnert Neumeyer. Gleichwohl gilt es nun den Blick nach vorne zu richten. „Erste Gespräche mit potenziellen Nachfolgern sind im Gange.“

Aktuell sehen die Verantwortlichen der TSV-Handballer inder Halbzeitbilanz „deutlich positive Tendenzen“. Am Ende der Vorrunde steht die 1. Mannschaft mit fünf Pluspunkten auf dem 8. Tabellenplatz. „Da hatten sich alle mehr erwartet“, räumen Neumeyer&Co. ein. Das Team habe sich nach der „unglücklichen Auftaktniederlage“ wohl von dem schweren weiteren Programm beeinflussen lassen. Es habe nach wie vor daran zu arbeiten, wieder zur konstanten Leistung über 60 Minuten zurückzufinden. Das Potential sei da, so dass für die Rückrunde noch etwas zu erwarten sei.

Aufhorchen lassen haben die TSV-Damen in den letzten Spielen. Nach den Abgängen von Leistungsträgerinnen ist man zu nächst „durchwachsen“ in die Saison gestartet. Aber nach dem klaren Erfolg gegen Spitzenreiter aus Immenstadt hat man noch die Punkte aus Memmingen mitgenommen. Jetzt steht die Handballerinnenb aus der Lechstadt auf dem 5. Tabellenplatz und orientiert sich eher nach oben. Unter Trainer Falko Jahn zeige die Mannschaft weiter eine positive Entwicklung. Er führt auch A-Jugendspielerinnen erfolgreich an den Seniorenbereich heran.

Gut unterwegs ist auch die zweite Herrenmannschaft. Der 2. Platz in der Bezirksklasse sei „mehr als verdient“, so die Abteilungsleitung, und Trainer Dirk Melis könne mit einem guten Kader den Team-Aufbau vorantreiben. Schwierig sei für die Rückrunde, dass drei Aktive – Tom Steber, Ben Röck und Andi Riedel – kurzfristig ein Angebot aus Eichenau angenommen haben und dort die unter Spielermangel leidende Landesliga- Mannschaft unterstützen wollen. „Das wird die anderen mehr fordern, aber auch mehr Möglichkeiten geben sich zu präsentieren“, zieht Coach Melis seine positiven Schlüsse aus den Wechseln.

Starker Nachwuchs

Im Nachwuchsbereich sei die männliche C-Jugend in der Bezirksoberliga besonders zu erwähnen. Mit ihren Trainern Florian Stöcker und Felix Stütz stehen sie ohne Verlustpunkt an der Spitze der Tabelle. Die A-Jugend hingegen hatte einen erheblichen personellen Um­bruch zu bewältigen, etliche sind in den Seniorenbereich aufgerückt. Aber Franz Kiss und Stefan Maier formen aus Spielern der alten A1 und A2 eine Truppe, die in der Bezirksoberliga gut mitspielt (Platz 5). Auch die weibliche A-Jugend steht im Umbruch zum Seniorenbereich und leidet etwas unter der kleinen Liga, da kommt die Spielpraxis zu kurz.

Gute Ansätze zeigt auch die neu zusammengestellte männliche B-Jugend. Trainer Christian Rieder muss mit einem relativ kleinen Kader aus kommen. Da sei es oft nicht so einfach, das Leistungsniveau über die ganze Spielzeit zu halten. Viel Freunde macht den Trainern Doris Antonitsch und Christoph Stöcker die männliche D-Jugend. Das junge Team ist im Spielbetrieb angekommen und zeige immer wieder beachtliche Leistungen. „Spieler und Mannschaft durchlaufen eine schöne Entwicklung.“

Mit viel Spaß und Engagement sind die jüngsten bei der Sache. Bambinis (ab 3 Jahre) und Minis (ab 5 Jahre) haben viel Zulauf. Und die männliche E-Jugend sammelt in regelmäßigen Turnieren Spielpraxis und ist schon ganz gespannt, wie das denn so mit richtigen Punktspielen wird. Hier sei die Bilanz „eindeutig positiv“.

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