Starke zweite Hälfte gegen Würm-Mitte

Wiederanpfiff bringt TSV-Stein ins Rollen

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War mit neun Treffern einmal mehr Dreh- und Angelpunkt der Landsberger Handballer: Kai Roth.

Landsberg – Im richtigen Moment aufgespielt und den Sack zugemacht: Mit Geduld und einer Steigerung in der zweiten Hälfte haben sich die Landsberger Handballer in der Bezirksoberliga zum Beginn der Rückrunde ein 28:22 gegen die HSG Würm-Mitte II gesichert. Damit springen die Jungs von Trainer Sofian Marrague zum Jahreswechsel auf Platz 9.

So ganz war die schmerzliche Hinspiel-Niederlage wohl noch nicht aus den Köpfen verschwunden. Denn die Landsberger begannen eher fahrig – die Gäste erwischten den besseren Start und machten gleich ordentlich Tempo (0:2/3.). Immer wieder setzten sie sich mit viel Körpereinsatz im Angriff durch und attackierten die Landsberger mit einer offensiven Abwehr. Landsberg glich zwar bald aus, holte auch einen neuerlichen Rückstand wieder auf (4:4/11.), aber die Vorteile blieben vorerst bei der HSG.

Immer wieder gelang es den Gästen, die eigentlich gut organisierte Landsberger Hintermannschaft mit viel Druck zu Fehlern zu zwingen, die sie zu Treffern nutzten. Und im Angriff hakte es bei den Gastgebern anfangs noch. Teilweise wurde zu früh der Abschluss gesucht oder nicht präzise genug geworfen. Und die Ballgewinne wussten die Gäste zu nutzen (4:7/13.).

Aber der TSV blieb dran und arbeitete geduldig weiter. Trainer Marrague wechselte nun kräftig im Rückraum und brachte Bewegung ins heimische Angriffsspiel. Auch über die Außen gelangen jetzt mehr Treffer (9:10/27.). So blieb die Partie offen und der TSV steckte auch weg, dass es mit dem Pausenpfiff noch das 10:12 setzte.

Dann die Wende: In der zweiten Hälfte kamen die Gastgeber immer besser in Fahrt: Die Abwehr nahm nun die Zweikämpfe etwas offensiver an und ließ im Gegenzug keine Würfe mehr ohne Körperkontakt zu. Auch im Angriff steigerte sich der TSV spielerisch und verwertete seine Tormöglichkeiten wesentlich konsequenter. Der Ausgleich zum 13:13 durch Fynn Meier war der verdiente Lohn (34.).

Sekunden später legte Gatto Piepenburg gleich zur erstmaligen Landsberger Führung nach. Zwar konnte die HSG nochmal ausgleichen, aber dann bastelten die Gastgeber endgültig am wichtigen Heimsieg. Die Hausherren rissen nun zunehmend die Kontrolle über das Spiel an sich: Die Abwehr gewann Bälle, die prompt zu erfolgreichen Gegenstößen verwertet wurden – exemplarisch etwa Kai Roth in der 42. Minute, der mit einem schönen Heber auf 20:16 stellte. Die HSG nutzte dann aber Landsberger Strafzeiten, um noch mal auf 21:19 ran zu kommen (50.).

Aber dann machte die heimische Abwehr dicht und die Landsberger zogen mit einem 7:0-Lauf auf 28:19 weg. Das Spiel war entschieden. Bei den Gästen forderte offensichtlich das schnelle Spiel der ersten Hälfte konditionellen Tribut.

Als in der Schlussphase bei den Gastgebern nochmal kräftig durchgewechselt wurde, konnte die HSG etwas verkürzen. Den Schlusspunkt setzte der souveräne Landsberger Torhüter ­Michael Juchem, als er in den letzten Sekunden noch einen Siebenmeter hielt.

Erleichtert und zufrieden mit seinen Jungs war Coach ­Marrague. „In der ersten Hälfte haben wir noch einige dumme Treffer kassiert, so kommt so ein Pausenstand zustande. Das ging nach der Pause besser und wir wurden auch im Angriff effektiver. Am Schluss ein auch ein in der Höhe verdienter Sieg.“

TSV: Michael Juchem, ­Markus Bräutigam, Tobias Giez (1), Christoph Stöcker (3), ­Thomas Steber (5), Fynn Meier (3), ­Moritz Hierstetter (3), Lukas Spieß (1), Gatto Piepenburg (1), Jonathan Giez (2), Kai ­Roth (9/1), Mustafa Uyar.

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