Mit den ganz Großen

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Abseits der Eisfläche: HCL-Vorstand Markus Haschka zusammen mit dem russischen Eishockey-Superstar Alexei Yashin, Martin Hitzelberger und Dirk Voss (v. links) bei einer Spendenübergabe in einem Waisenhaus in Minsk.

Landsberg/Minsk – Seite an Seite mit den ganz Großen des Eishockeys: Auch diesmal waren drei Cracks aus dem Landkreis Landsberg bei der inoffiziellen AH-Weltmeisterschaft in Minsk vertreten. Mit Martin Hitzelberger und Werner Kößl machte sich HCL-Vorstand Markus Haschka zum zweiten Mal in Folge auf den Weg nach Weißrussland und war erneut beeindruckt: „Die Organisation dort ist absolut professionell, es fehlt den Spielern an nichts.“

Im Vergleich zum Vorjahr trat Deutschland mit einer deutlich veränderten Mannschaft an. Diesmal schnürten unter anderem Gordon Borberg (Peiting), Markus Wieland (München) und Tino Boos (Düsseldorf) die Schlittschuhe für das deutsche Team; da im Tor Hardy Wild ausfiel, sprang kurzfristig Dirk Voss ein. 

Sportlich konnte man nicht ganz an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen, was auch daran lag, dass man gegen Lettland einen 5:3-Vorsprung noch vergab und mit 5:5 vom Eis ging. Gegen Finnland zog man sich beim 4:8 achtbar aus der Affäre, gegen Russland hingen dann beim 0:12 die Trauben allerdings deutlich zu hoch. Das ist beileibe keine Schande, wenn man sieht, mit wem die Russen bei diesem Turnier angetreten waren. 

Neben Valeri Kamenski und Alexei Pogonin war sich auch Superstar Alexei Yashin nicht zu schade, nach Minsk zu reisen. „Da stehst du dann auf dem Eis gegen einen Spieler, der in der NHL 100 Millionen verdient hat und bei Olympia und Weltmeisterschaften gespielt hat, das ist schon der Wahnsinn“, erinnert sich Haschka. Allüren habe der (ansonsten oft als recht speziell geltende) Russe aber nicht gezeigt, ganz im Gegenteil: „ein super Typ, völlig unkompliziert“. 

Yashin nahm, wie auch eine deutsche Abordnung, an einer Aktion abseits der Eisfläche teil, die für Haschka den beeindruckendsten Moment des gesamten Turnieres darstellte. „Wir sind zu einem Waisenhaus gefahren und haben dort einen Fernseher und einen Camcorder als Spende übergeben. Die Reaktion der Kinder dort ist unbeschreiblich.“ Das weißrussische Fernsehen setzte die Aktion dann auch werbewirksam in Szene: „In der Halle, in der sich die Spieler mit den Waisenkindern getroffen haben, drängten sich sieben Kamera-Teams.“

Christoph Kruse

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