Ticket nach Hawaii

+
Peter Stallknecht aus Landsberg hat sich mit einem ersten Platz in seiner Altersklasse für die Weltmeisterschaft am 10. Oktober beim Ironman Hawaii qualifiziert.

Landsberg – Nächste Station Hawaii: Der 70-jährige Landsberger Peter Stallknecht konnte sich durch den 1. Platz in der Altersklasse 70-74 beim Ironman Lanzarote für den wohl härtesten Triathlon der Welt qualifizieren. Der Sportler vom TV 1858 Kaufbeuren kam mit einer Gesamtzeit von 14:35:05 Stunden ins Ziel und sicherte sich damit das Ticket nach Hawaii, wo am 10. Oktober der Ironman stattfindet.

Die Nacht vor dem Rennen war kurz, ab 4 Uhr leichtes Frühstück, dann Abfahrt zum Schwimmstart in Puerto del Carmen und rein in den Atlantik bei Wind und Wellen. Startschuss war um 7 Uhr nach dem einschwimmen für 1795 Athleten. Später wurde die Teilnehmerzahl reduziert, da einige das Zeitlimit von 2:20 Stunden für die Distanz von 3,8 Kilometern überschritten hatten und somit disqualifiziert wurden. Stallknecht hatte beim Schwimmen kein Problem und konnte nach 1:21 Stunden aus dem Wasser steigen. 

Nach dem Schwimmen schnell raus aus dem Neoprenanzug und dann rein in die Radkleidung, weiter durch die endlos lange Wechselzone, hat Stallknecht 10 Minuten Zeit gekostet. Dann rauf auf das Rennrad und der Kampf über 180 Kilometer und 2550 Höhenmeter beginnt. Wer den Wind auf der Radstrecke Lanzarotes fürchtet, der hat sicherlich berechtigt Respekt. Das war sicherlich der Hauptgrund, dass etwa um die 300 Athleten wegen den starken Winden und den extremen Böen von über 50 Stundenkilometern schon Tage vorher im Training wegen Stürzen und Verletzungen nicht mehr an den Start gingen. 

Peter Stallknecht war die Radstrecke nach dreifacher Teilnahme beim Ironman Lanzarote schon sehr vertraut, die er auch schon in 6 Stunden fuhr. Diesmal waren es harte 7:21 Stunden. Die ersten 110 Kilometer immer mit starkem Gegenwind, was speziell an den zahlreichen Bergen zu spüren war. Nach erreichen des höchsten Punkts der Insel ging es dann mit Rücken- und Seitenwindböen endlich auf die letzten 90 Kilometer. 

Mit 60 bis 70 Stundenkilometer ging es weiter, wobei Stallknecht sehr konzentriert die schnellen Fahrten ausnutzte. „Die letzten 20 Kilometer vor der Wechselzone waren nochmal extrem windig und ich habe nochmal sehr gewackelt, bin aber an einem Sturz glücklich vorbeigekommen”, so Stallknecht. „Nach der Radstrecke war ich überrascht, als ich die Laufschuhe zum nun bevorstehenden Marathon über die Distanz von 42 Kilometer anzog, dass meine Oberschenkel und der Rücken etwas maulten und sich nicht sehr auf die bevorstehende Laufstrecke freuten”, so der Landsberger. 

Vorsichtshalber habe er sich am Anfang etwas zurückgehalten, da er ohnehin nach Schwimmen und Rad zeitlich gut lag. An diesem Tag jedoch wurde sogar die Laufstrecke zum Kraftakt. Streckenweise wehte es den Athleten den feinen Sand ins Gesicht, wurde jeder Schritt zum Duell mit dem Wind extrem viele Athleten kamen Stallknecht gehend entgegen, wobei dementsprechend gegen Mitternacht nach über 16 Stunden noch einige mit letzter Energie auf das Ziel zusteuerten. 

Stallknecht teilte sich den Lauf so ein, dass die schweren Füße auch sicher das Ziel erreichen. Genau nach 05:30:05 war der Lauf beendet, mit der Gesamtzeit des Ironmans von 14:35:05 Stunden. Im September geht es für Peter Stallknecht dann nach Hawaii, wo am 10. Oktober der berühmte Ironman stattfindet.

Auch interessant

Meistgelesen

Vorzeitige Rettung verpasst
Vorzeitige Rettung verpasst
Mit Salto und Schraube zur EM
Mit Salto und Schraube zur EM
Wieder die ungeliebte Verlängerung
Wieder die ungeliebte Verlängerung
X-Press rollt ungebremst weiter
X-Press rollt ungebremst weiter

Kommentare