Niederlage in Höchstadt, Heimsieg gegen Erding

Landsberger Riverkings in der Achterbahn

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Wer zuletzt jubelt, jubelt am besten. Und das waren am Sonntag die Riverkings, als sie Erding in der Verzahnungsrunde mit 6:5 Toren bezwangen.

Landsberg – Das vergangene Wochenende, mit zwei Spielen in der Verzahnungsrunde der Bayernliga und Oberliga 2019/20, war für den HC Landsberg mal wieder eine Achterbahnfahrt. Die Partie beim Oberligisten Höchstadter EC ging mit 3:5 verloren. Am Sonntag gewannen die Riverkings, daheim vor 882 Zuschauern, denkbar knapp mit 6:5 gegen den TSV Erding.

Die Reise nach Mittelfranken, zu den Alligators, stand für die Mannschaft des HC Landsberg unter keinem guten Stern. Die Gäste gingen vor 652 Zuschauern durch Jonas Schwarzfischer zwar mit 1:0 in Führung (3.), kassierten dann aber in Überzahl das 1:1 durch Neugebauer (17.). Kurz nach der ersten Pause hatte der HCL wieder einen Mann mehr auf dem Eis und Adriano Carciola markierte das 2:1 (21.).

Danach gelang den Riverkings aber nicht mehr viel, wie Daniel Menge im Gespräch mit dem KREISBOTEN schildert: „Ich habe ja auch schon über die Schiedsrichter geschimpft, aber dieses Mal ist den Unparteiischen kein Vorwurf zu machen. Sie haben sehr kleinlich gepfiffen und das spürten beide Mannschaften. Von daher gab es viele Strafzeiten, aber wir waren nicht in der Lage, diese häufigen Überzahlsituationen zu nutzen. In einem insgesamt schwachen Spiel, war das definitiv der Grund für unsere Niederlage.“

Aab glich für die Hausherren zum 2:2 aus (27.), Seewald schoss sie 3:2 in Führung (37.), Dennis Sturm traf in Unterzahl zum zwischenzeitlichen 3:3 (39.), aber schon im Gegenzug stellte Maly wieder auf 4:3 für die Alligators – natürlich in Überzahl. Mit diesem Spielstand ging es ins letzte Drittel.

Die Hausherren kassierten wieder drei Strafzeiten, aber der HCL konnte kein Kapital aus diesem Umstand schlagen. Schließlich nahm Coach Fabio Carciola Keeper David Blaschta vom Eis, doch der Schuss ging buchstäblich nach hinten los, denn Juris Upitis sorgte 40 Sekunden vor dem Ende für die 5:3-Entscheidung.

„Der Gegner war keineswegs besser als wir, aber einfach effektiver“, beklagt Menge. „Wir hätten auch 5:3 gewinnen können, aber im Moment ist das Spiel in Überzahl unser größtes Problem. Einstellung und Siegeswillen hin oder her – daran müssen wir schleunigst arbeiten.“

Gastgeber im Tiefschlaf

Das Heimspiel am Sonntag verlief gegen den TSV Erding dramatisch. Der HC Landsberg verpennte die ersten Minuten völlig. „Es darf nicht sein, dass der Gegner dreimal alleine vor unserem Keeper auftaucht und dadurch drei Tore fallen. Erding war nicht besser, sondern wir waren einfach undiszipliniert“, schimpft Daniel Menge. Zwar erzielte Marek Charvat das zwischenzeitliche 1:2 (14.), doch Dürr und Babic (3) sorgten dafür, dass die Riverkings nach 22 Minuten mit 1:4 hinten lagen. Kerber (31.) und Mitchell (40.) führten die Hausherren im zweiten Drittel wieder heran und mit 3:4 ging es in die letzte Pause.

Das 3:5 durch Dominik Wagner (42.) war der Auftakt zu einem Sturmlauf des HCL, wie Menge schildert: „Wir haben den Gegner im letzten Drittel förmlich überrannt und auch deren Keeper hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Er wurde ja auch dann ausgewechselt. Bis zum 5:5 hatte Erding praktisch keine Chance.“ Dennis Sturm (47.) und Florian Reicheneder (51.) erzielten die Treffer, die zum Ausgleich führten und danach wurde es hochdramatisch.

„Nach dem Ausgleich waren wir einige Minuten mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Eigentlich spielt Erding in Überzahl sehr gut und wir mussten mit einem Gegentreffer rechnen, aber irgendwie haben wir diese Situation überstanden und selbst noch das 6:5 geschossen“, sagt Menge, der 57 Sekunden vor Schluss für den umjubelten Siegtreffer sorgte. Damit endete dieser Krimi zugunsten der Riverkings.

Tabellenführer kommt

Am kommenden Freitag steht um 20 Uhr daheim das Duell mit dem derzeitigen Tabellenführer der Verzahnungsrunde an: EHF Passau. Daniel Menge ist nicht bange vor der schweren Aufgabe: „Wir müssen einfach Konstanz in unser Spiel bekommen, dann sind wir daheim nur schwer zu schlagen. Wir können dieses Spiel gewinnen.“ Zwei Tage später geht es am 6. Spieltag um 17:30 Uhr gegen den EHC Klostersee.
Dietrich Limper

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