Gerüchte und andere Ungereimtheiten

Viel Unruhe im Bayernliga-Lager des TSV Landsberg

Muriz Salemovic - TSV Landsberg - Sportlicher Leiter
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Muriz Salemovic ist mit der jüngsten Vergangenheit gar nicht zufrieden, aber der sportliche Leiter bastelt eifrig an der Zukunft des TSV Landsberg.

Landsberg – Die Bayernliga-­Partie gegen Regensburg musste am Samstag abgesagt werden, weil im Umfeld der Fußballer des TSV Landsberg das Virus aktiv war. Seit Montag ruht der Spiel- und Trainingsbetrieb bei den Amateuren. Keine unumstrittene Entscheidung. Darüber und über die aktuelle Situation bei Landsbergs Bayernliga-Kicker sprach der KREISBOTE mit Muriz Salemovic, dem sportlichen Leiter des TSV Landsberg.

Eigentlich hättet ihr am letzten Samstag noch gegen den Jahn spielen können. Warum fiel die Partie aus?

Salemovic: „Die Freundin eines Spielers war positiv getestet worden und das war schon fast Grund genug. Außerdem arbeitet unser Mittelfeld-Ass Moritz Nebel im Risikogebiet Schweiz und hätte vor dem Spiel noch einen Test machen müssen. Das wäre zeitlich eng geworden. Alles in allem war es uns zu heikel und deshalb haben wir in Absprache mit Regensburg und der Ligaleitung diese Entscheidung getroffen.“

Dann wird dieses Jahr gar nicht mehr gespielt?

Salemovic: „Davon gehe ich leider aus. Der Verband wird aber heute Abend wahrscheinlich offiziell die Winterpause vorziehen, so dass wir erst im nächsten Jahr wieder auf dem Platz stehen werden. Im Moment findet rund um das Vereinsheim gar nichts statt. Jeder Spieler muss sich selbst fit halten und wir appellieren da stark an die Eigenverantwortung.“

Ein bisschen Verwirrung gab es in den letzten Tagen um einige Personalien im Verein. Habt ihr wirklich Spieler aus dem Kader geworfen?

Salemovic: „Nein. Da ist viel Unsinn geschrieben worden, allerdings nicht von euch; die Spieler waren von den Meldungen geschockt. Manuel Wolf ist auf uns zugekommen und hat um eine Pause gebeten, denn er ist beruflich momentan sehr stark eingespannt. Das Training war für ihn in den letzten Wochen, auch aufgrund seiner Verletzungen, mehr Last als Freude. Er wird sich für den Rest des Jahres um seinen Fachwirt kümmern. Die Türe bleibt für ihn immer offen.“

Wurde Julian Birkner wirklich in die zweite Mannschaft strafversetzt?

Salemovic: „Natürlich nicht. Er war in den letzten vier Wochen bei seinem Arbeitgeber Polizei sehr beschäftigt. Er konnte kaum trainieren und hat ja auch nicht mehr gespielt. Also haben wir mit ihm besprochen, dass er sich über die zweite Mannschaft erst einmal wieder anbieten muss. Ein ganz normaler Vorgang.“

Und was ist mit Sven Kresin?

Salemovic: „Auch der Trainer bleibt dem Verein erhalten und wird stark in die Jugendarbeit eingebunden. Falls es wieder zu Online-Trainings kommen sollte, sind Kresins Pläne für den Verein Gold wert. Es ist wirklich schlimm, was da in den letzten Tagen verbreitet wurde und diese Falschmeldungen haben für viel Unruhe im Verein gesorgt. Wir konnten aber alles mit den Spielern klären.“

Wie zufrieden bist du ansonsten mit der Entwicklung der Mannschaft?

Salemovic: „Natürlich stimmen mich die letzten Ergebnisse nicht gerade glücklich. Da müssen wir mehr bringen. Aber es gibt auch positive Geschichten: Wir haben am letzten Wochenende die Verträge mit Luca Wollens und Alessandro Mulas um je zwei Jahre verlängert. Diese beiden jungen Spieler haben uns voll überzeugt, sie sind charakterlich einwandfrei und wir sind sehr zufrieden mit ihnen. Die lassen auch kein Training sausen, was man leider nicht von allen Spielern behaupten kann. Ich denke, mit diesen beiden Vertragsverlängerungen haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt, welchen Weg wir in Zukunft einschlagen wollen. Wir werden junge, hungrige Spieler an uns binden.“

Dann wünschen wir dem ganzen Verein alles Gute. Bleibt gesund!
Dietrich Limper

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