"Wir waren am Drücker"

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Christian Eisen (am Ball) steuerte in der Heimpartie gegen Fürstenfeldbruck drei Tore für den TSV Landsberg bei.

Landsberg – Trotz einer insgesamt starken Leistung haben sich die Landsberger Handballer in der Bezirksoberliga in eigener Halle geschlagen geben müssen: Der Tabellenzweite TuS Fürstenfeldbruck III trat mit einem 32:3-Sieg die Heimreise an. Mit sehr offensiven Abwehrvarianten brachten die Lechstädter ihren Gegner zumindest ordentlich ins Schwitzen und an den Rand einer Niederlage.

Landsberg begann mit einer offensiven Manndeckung und behielt diese fast das ganze Spiel bei. Das funktionierte gegen die individuell starken Brucker gut und irritierte diese sichtlich. Im Angriff spielte man schnell und druckvoll und konnte so zunächst gut mithalten. Mehr noch, in der 14. Minute führte Landsberg gart mit 8:5 Toren. Die intensive Abwehrarbeit mir viel Körperkontakt führte naturgemäß auch zu Strafzeiten, aber selbst die überstanden die Gastgeber in dieser Phase gut und hielten den Vorsprung bis zur 20 Minute (11:8). Als die Landsberger zeitweise ihre Chancen nicht mehr so konsequent verwerteten, nutzen das die Gäste, um mit ihrer Treffsicherheit wieder heranzukommen. Beim Pau­senpfiff hatte die TSV-Handballer dann wieder die Nase vorn: 15:14.

Landsbergs Handballer scheitern knapp an Fürsti

Und da machten sie in der zweite Hälfte zunächst weiter (17:15/33.). Dann wurde immer deutlicher, dass sich ihre Gegner in der Pause besser auf die offensive heimische Abwehr eingestellt hatten. Fürstenfeldbruck versuchte fortan konsequent das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und setzte auf technischen Qualitäten im Kleingruppenspiel. Die Landsberger Bank und viele Zuschauer sahen dabei oft die Grenze zum passiven Spiel überschritten, allein die Schiedsrichter bewerteten das anders. Im ganzen Spiel gab es kein einziges Mal für die Brucker Seite das Vorwarnzeichen für passives Spiel, geschweige denn einen Pfiff dafür. Das verschaffte den Gästen wichtige Verschnaufpausen.

Aber auch Landsberg ging jetzt zeitweilig im Angriff nicht mehr das hohe Tempo, war weniger druckvoll. Hinzu kamen ein paar leichte Ballverluste, schlechtere Chancenverwertung und Pech im Abschluss. Mit all ihrer Erfahrung nutzen das die Brucker, um wieder auszugleichen und auf 20:24 vorzulegen (44.). Aber die Gast- geber kämpften sich wieder zurück und ließen zunächst den Vorsprung nicht mehr anwachsen (27:30/56.). Und geschlagen gaben sie sich erst recht nicht. Mit konsequentem Einsatz eroberten sie in der Abwehr Bälle und versenkten das Leder im Gegenzug im Tor der Fürstenfeldbrucker, ließ sich selbst von einer erneuten Unterzahl nicht beeindrucken. Zudem verwandelte Alex Neu- meyer alle Siebenmeter.

So war Landsberg kurz vor Schluss wieder dran, 30:31 war der Spielstand in der 59. Minute. Die Gäste zeigten sich jedoch clever und nutzen den Spielraum, den ihnen die Unparteiischen ließen, und hatten so den letzten Angriff der Partie – wenige Sekunden vor Schluss erzielten die Brucker noch den 32. Treffer.

„Beide Mannschaften haben heute ein tolles Spiel gemacht“, lobte TSV-Coach Sofian Marrague, „wirklich stark, was mein Team in der Abwehr heute geleistet hat“. Nur sei es den Lechstädtern überhaupt „nicht entgegengekommen wie heute das Zeitspiel, bzw. das passive Spiel interpretiert wurde“. Gerade in der Schlussphase wäre nach Ansicht des Landsberger Trainers „mehr drin gewesen, wir waren ja am Drücker.“

Für den TSV Landsberg spielten: Dominik Keller, Max Matzer-Kernich (2) , Alexander Neumeyer (9/5), Christoph Stöcker, Christian Eisen (3), Maximilian Wurst (1), Florian Stöcker (1), Heidner Markus, Alexander Schwarz (6), Uyar Mustafa (5), Gatto Piepenburg (1), Johannes Kauter (2).

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