Zusammenrücken und kämpfen

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Auf Biegen und Brechen: Alexander Schwarz’ (am Ball) energische Vorstöße vermochten die TSV-Handballer nicht vor der nächsten Niederlage zu bewahren.

Landsberg – Die Chance war da, der erste Heimsieg in dieser Saison zum Greifen nahe: Doch nach einer unglücklichen Schlussphase mussten sich Landsbergs TSV-Handballer in der Bezirksoberliga knapp geschlagen geben: Die SG Kempten-Kottern verließ die Halle mit einem 24:23-Erfolg im Gepäck.

Der Start gelang den Gastgebern perfekt, nach 28 Sekunden hatten sie schon den ersten Treffer erzielt. Auch die beiden Strafzeiten verdaute man einigermaßen, so dass es nach neun Minuten 4:4 stand. Mit variantenreichem Spiel legte man auf 7:4 vor (13.), doch die Gäste bleiben gefährlich und nutzen zwei Abspielfehler der Landsberger im Angriff, um mit schnellen Gegenstößen zu verkürzen. 

No-look-Pässe 

Aber Landsberg blieb vorne und zeigte in dieser Spielphase etliche sehenswerte Aktionen. Man zeigte seine spielerischen Stärken, selbst wenn es ein „no-look“-Pass zum Kreisläufer sein musste. Doch auch die Gäste blieben erfolgreich, vor allem den sehr durchsetzungsfähigen Halbrechten bekamen die Lechstädter eigentlich nie richtig in den Griff – er war alleine für neun Treffer der Oberallgäuer verantwortlich. So gelang es den Gastgebern einfach nicht, sich entscheidend abzusetzen. Immerhin führte man und ging mit einem 14:13 in die Pause. 

Einfach schneller auf Betriebstemperatur war in der zweite Hälfte die SG Kempten-Kottern. Mit zwei schnellen Gegenstößen drehten sie den Spielstand, während der TSV seine Chancen nicht nutzte (14:15/32.). Jetzt verteidigte die SG ihren Vorsprung und es war dem gut aufgelegten Dominik Keller im Landsberger Tor zu verdanken, dass der Rückstand nicht allzu sehr wuchs (15:17/36.). Doch die Landsberger Abwehr steigerte sich, Dominik Keller hielt einen Siebenmeter und vorne traf man doch immer wieder. So gelang der Ausgleich zum 17:17, wenig später man wieder zwei Tore vorne (19:17/42.). 

Doch mussten die Landsberger immer größeren Aufwand betreiben, um zum Torerfolg zu kommen. Die in der ersten Hälfte so erfolgreichen Kreisanspiele unterbanden die Gäste inzwischen sehr geschickt. Zehn Minuten vor Schluss gelang Kempten dann der 20:20-Ausgleich. 

Die Lechstädter kämpften zwar verbissen weiter, brachten den Ball aber einfach zu selten im Tor unter; so lagen sie dann drei Minuten vor dem Schlusspfiff 21:23 zurück. Doch mit einer Energieleistung war man 90 Sekunden später wieder gleichauf (23:23) und in der letzten Minute sogar noch im Ballbesitz. Doch dann dieser verhängnisvolle technischen Fehler – die Landsberger musste ihrem Gast den Ball überlassen, der den Gegenstoß mit dem Siegtreffer quittierte. 

Alternativen fehlen 

Jetzt steht der TSV Landsberger in der Tabelle wieder „unten drin“, will aber nicht in Panik verfallen. „Natürlich ist schon wieder so eine knappe Niederlage mehr als ärgerlich. Das tut allen weh. Aber uns fehlen auch etliche Alternativen im Rückraum, etwa der langzeitverletzte Max Matzer-Kernich und nun auch noch Florian Stöcker“, bedauert der stellvertretende Abteilungseiter Jürgen Krenss nach dem Spiel. „Jetzt gilt es zusammenzurücken und weiterzuarbeiten. Das Team hat Potential, das hat man heute wieder gesehen. Im Spielsystem wurde viel umgestellt, so was braucht auch Zeit.“

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