Lukas Weingartner fährt für Schwarz-Rot-Gold

Echinger DSV-Nachwuchshoffnung

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Liegt gut in der Kurve: Lukas Weingartner möchte eines Tages in die Weltspitze der Skirennfahrer aufsteigen.

Eching – Ein junger Mann vom Ammersee hat nicht nur Großes vor sondern ist auch bereit, für seinen Sport Opfer zu bringen: Lukas ­Weingartner aus Eching ist seit 2014 Schüler am CJD Christophorus-Gymnasium in Berchtesgaden. Dorthin wechselte er in der neunten Klasse, um seinen Traum vom Skirennfahren zu leben. Nächsten Sommer macht er sein Abitur und auch der sportliche Weg in die Welt­spitze ist längst geebnet: Mittlerweile gehört ­Weingartner dem D/C-Kader der Nationalmannschaft des DSV – für diesen fährt er seit zwei Jahren FIS-Rennen.

Die beiden ersten Saisons im Erwachsenenbereich liefen für ihn eher durchwachsen. Besonders plagte er sich wie viele andere mit der Umstellung aus dem Schülerbereich auf die 35 Meter-Radius-Ski. Rückenbeschwerden waren nicht nur beim Echinger die Folge, denn die wirkenden Kräfte waren für viele der 16- bis 17-jährigen Burschen einfach zu groß.

Für einen besseren Grundstein trainierte der Echinger deshalb im Sommer vermehrt für seinen Rücken, schob etliche zusätzliche Einheiten bei Marcus Hirschbiehl, der auch Top-Athleten wie zum Beispiel Christina Geiger betreut.

Das soll sich nun auszahlen: Am letzten Novemberwochenende startete die Rennsaison bereits mit zwei FIS- NJR-Rennen in Pfelders im Passeiertal – mit dabei: ausschließlich Nachwuchstalente bis maximal 21 Jahre.

Das erste Rennwochenende verlief für „Luggi“ eher durchwachsen. Im Riesenslalom erzielte er in einem Lauf Bestzeit, hatte aber im anderen Lauf einen Ausritt, der ihn gut drei Sekunden kostete. Ebenso erging es ihm im Slalom: im ersten Lauf nur sieben Hundertstel hinter der Bestzeit, patzte er in Durchgang zwei und vergab so seine Chancen aufs Podest.

Am ersten Dezemberwochenende standen nochmals ein NJR-Riesenslalom und ein Slalom in Pfelders auf dem Rennkalender und hier wollte der junge Mann vom Ammersee sein Talent beweisen.

Beim Riesenslalom hatte er Losglück und ging mit Startnummer 1 ins Rennen. Im ersten Durchgang nutzte „Luggi“ diese Chance und legte gleich mal die Bestzeit vor. Im zweiten Lauf konnte ihn nur noch Zimmergenosse und Teamkollege Ole Schmetzer vom SC Starnberg abfangen. Nicht nur Weingartner freute sich über sein Silber, auch der DSV jubelte – nämlich über einen Dreifacherfolg: Jonas Bolz wurde Dritter, weshalb trotz über 100 Startern aus vielen Nationen wie Deutschland, Italien, Schweiz, Slowenien, Kroatien und einigen mehr die Podiumsplätze ausschließlich an Schwarz-Rot-Gold gingen.

Mit viel Selbstvertrauen ging´s dann am Sonntag in den Slalom. Nur sieben Hundertstel hinter der Bestzeit eines jungen Italieners startete der Echinger in Durchgang zwei. Auch dieser gelang ihm gut und fehlerfrei, aber der Italiener war schneller. Wieder Platz 2 und mit Teamkollege Yannick Kuhnle aus dem Allgäu auf Rang 3 wieder ein fast perfektes Podium für den Nachwuchs des DSV.

„Ziel für Lukas ist nun für diese Saison, weiter seine FIS-Punkte zu minimieren um sich noch besser in der Weltrangliste seines Jahrgangs 1999 zu positionieren“, sagt Mutter Elke. Und auch sein Abitur stehe in der Prioritätenliste ganz weit oben. „Dann könnte er sich in Zukunft ohne die Doppelbelastung durch die Schule ganz auf den Skisport konzentrieren.“

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