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Marcel Schrötter: Ich kämpfe weiter!

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Von: Thomas Ernstberger

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Marcel Schrötter will auf seiner Intact-Abschiedstour bei Moto2-WM in Japan weiterkämpfen.
Will auf seiner Intact-Abschiedstour weiterkämpfen: Marcel Schrötter. © Glänzel

Pflugdorf/Motegi – Wer dieses Motorrad-Rennen sehen wollte, musste am Sonntag früh aus den Federn: Der „Grand Prix von Japan“ auf dem „Twin Ring Motegi“ im Nordosten der japanischen Hauptinsel Honshu begann wegen der Zeitverschiebung bereits um 6.20 Uhr unserer Zeit. Für die Fans des Pflugdorfer Moto2-Profis Marcel Schrötter hat sich das frühe Aufstehen allerdings nicht unbedingt gelohnt.

Der Kalex-Pilot aus dem Lechrain kam im fünftletzten Rennen für das Memminger „Liqui Moly Intact GP-Team“, das er am Saisonende verlassen wird, nicht über Rang 13 hinaus – das waren wenigstens drei WM-Punkte und immerhin eine Verbesserung um acht Plätze gegenüber dem enttäuschenden 21. Startplatz im Feld der 28 Piloten. Die Top Ten, eigentlich sein Anspruch, waren für den einzigen deutschen Starter beim dritten Saisonsieg und Heim-Triumph des Japaners Aj Ogura jedoch noch ein ganzes Stück entfernt.

Nach seinem frühen Sturz in der Vorwoche im spanischen „Motorland Aragon“, Regen- und sogar Taifun-Chaos im Training und in der Quali am Samstag sowie Rang 13 im Warm Up verzichtete Schrötter dieses Mal auf größere Überholmanöver, machte aber beim Start gleich vier Plätze gut – und er profitierte im Lauf des Rennens von den Stürzen einiger Konkurrenten, die vor ihm lagen.

Es war wieder eine „solide Leistung“, sagt der 29-Jährige sagte. Damit tankte er Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben: „Dieses Rennen hat mir wieder Auftrieb gegeben, auch wenn das Ergebnis nicht unseren Ansprüchen entspricht. Im Rennen haben wir wieder einen Marcel wie in der ersten Saisonhälfte gesehen. Es fehlt zwar immer noch ein bisschen an Speed, aber der Schritt nach vorne war da. Ich fühlte mich wieder viel wohler auf dem Motorrad. Leider ist mir am Ende die Zeit ausgegangen, sonst hätte ich die Jungs vor mir noch attackiert.“

Schrötters Fazit: „Abgesehen von der Platzierung war es wichtig, das Rennen zu beenden. Zuletzt hatte ich viele Nuller und wenig Selbstvertrauen. Heute war ich nah dran an Platz acht. Das müssen wir mitnehmen, auch wenn es leichter gesagt als getan ist. In einer schwierigen Phase, in der wir uns gerade befinden, ist es nicht so einfach, von Platz 21 auf Platz fünf vorzufahren. Schon gar nicht in einer so hart umkämpften Klasse wie der Moto2. Deshalb muss ich mich Stück für Stück aus diesem Loch herausarbeiten.“

Schrötters Ausblick: „In den letzten Rennen wollen wir es schaffen, wieder auf unser Niveau vor der Sommerpause zu kommen. Ein großes Dankeschön an das ganze Team, das weiterhin an mich glaubt, Jeder steht immer hinter mir und gibt genau wie ich nie auf.“ Sein Versprechen: „Wir machen zwar schwierige Zeiten mit vielen Enttäuschungen durch, aber ich werde weiterkämpfen, um in den verbleibenden Rennen gute Ergebnisse zu erzielen.“

In der WM-Gesamtwertung der Moto2-Klasse belegt der Pflugdorfer nach 16 von 20 Rennen mit 104 Punkten nun den 11. Platz. Für Schrötter geht es auf seiner „Intact-Abschiedstour“ weiter nach Thailand, wo bereits am kommenden Sonntag auf dem „Chang International Circuit“ in Buri­ram der „Große Preis von Thailand“ ausgetragen wird. Startzeit ist dieses Mal um 8.20 Uhr MEZ. ServusTV überträgt wie immer live. Anschließend stehen noch Rennen in „Phillip Island“ in Australien (16. Oktober) und Sepang auf Malaysia (23. Oktober) sowie am Sonntag, 6. November, in Valencia (Spanien) an.

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