Kein Platz unter den ersten Zehn

Marcel Schrötter beim Moto2™-WM-Rennen in Silverstone nur Platz 14

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In Silverstone wurde es für Schrötter, hier vorne, nur Platz 14.

Pflugdorf – Marcel Schrötter ist nicht zufrieden. Zwar wurde der Pflugdorfer gegen Ende des Moto2™ British Grand Prix am vergangenen Sonntag immer schneller. Am Ende reichte es aber beim Silverstone Circuit in der Grafschaft Northamptonshire dennoch nur für einen 14. Platz. Schrötters Resümee: „Silverstone war wirklich eines meiner schwierigsten Rennwochenenden überhaupt. Ich muss lange überlegen, um mich an ein ähnlich mühsames Wochenende zurückerinnern zu können.“

Der 26-jährige Schrötter konnte sich mit dem 14. Platz im Rennen trotzdem nur schwer abfinden. Ein besseres Abschneiden ging aufgrund des üblichen Gerangels in der hartumkämpften Moto2™ Klasse gleich zu Beginn des sonntägigen zwölften Saisonlaufs bei herrlichem Sommerwetter verloren. „Es gab kein offensichtliches Problem und trotzdem konnte ich meinen Grundspeed nicht umsetzen“, analysiert der Pflugdorfer.

Sowohl sei es ihm körperlich sehr gut gegangen, auch sein Motorrad habe bestens funktioniert. Weshalb er nun nicht wisse, „wo man den Hebel ansetzen kann. Wir sind am Sonntag irgendwo im Nirwana gestrandet.“

Die zwei Qualifying Sessions am Samstag, bei denen Schrötter noch besser abschnitt, seien eine Ausnahme gewesen. Ansonsten habe er „nie die Pace gehabt, um in den Top-Zehn zu landen“. Dabei sei der Start im Großen und Ganzen in Ordnung gewesen. Allerdings habe er Probleme gehabt, von seinem Startplatz „da hinten“ – Schrötter startete von Platz 13 – ins Rennen zu kommen.

Die erste Runde sei noch einigermaßen gut gelaufen. Doch dann habe er schnell den Anschluss an Tom Lüthi verloren – der allerdings stürzte und ebenfalls nicht unter die ersten Zehn kam. Es folgten mehrere, zeitaufwendige Zweikämpfe mit Kollegen im hinteren Feld. Und später kamen dann noch Fahrer wie Stefano Manzi, der seine Chance witterte. „Ich habe aber immer hart dagegengehalten, auch wenn wegen dieser Zweikämpfe die Lücke nach vorne immer größer geworden.“

Ab der Hälfte besser

Ab Mitte des Rennens auf der mit 5.900 Metern bei der diesjährigen WM längsten Rennstrecke wurde dann Schrötters Pace besser und er konnte aufholen bis zu einer Gruppe, deren fahrer teilweise am Ende Platz 7 oder 8 belegt hätten. „Im letzten Renndrittel war ich deutlich schneller als diese Fahrer.“ Für Schrötter allerdings der einzige positive Punkt des ansonsten so schwierigen Wochenendes.

Mit der Leistung der Reifen und seiner Maschine sei er absolut zufrieden. „Alles anderes müssen wir noch genau analysieren und ich selbst muss hart an mir weiterarbeiten, um wieder zur Spitze zurückzukehren.“ Wenn man in dieser Klasse um die Meisterschaft kämpfen wolle, müsse man jedes Wochenende zumindest unter den ersten Fünf sein. „Und dort gehören wir auch hin.“

Im Moment liegt Schrötter in der Moto2™ WM auf Platz 7 hinter dem Fünften Brad Binder und Lorenzo Baldassari auf Platz 6. Alle drei liegen allerdings punktemäßig eng beieinander.

Den positiven Trend in der zweiten Rennhälfte in Silverstone will Schrötter jetzt mit nach Misano nehmen. Aber vorher darf der Pflugdorfer drei Wochen Rennpause genießen: Das Rennen in San Marino startet erst am 15. September.

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