Es kribbelt wieder

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Marcel Schrötter auf dem Circuito de Cartagena: Einen großen Teil seines Vorbereitungsprogramms bestritt der 23-Jährige diesmal unter der Sonne Spaniens.

Pflugdorf/Cartagena – Marcel Schrötter hat im spanischen Cartagena mit einem umfangreichen Trainingsprogramm seine Vorbereitungen für die bevorstehende Test- und Rennsaison begonnen. Anders als in den vergangenen Jahren verlegte der 23-Jährige sein Trainingsquartier diesmal in den Süden Spaniens.

„Nur ein paar Tage nach Neujahr ging es nach Cartagena, wo auf dem dortigen Circuito für knapp zwei Wochen die Basis aufgeschlagen wurde. Das Wetter war herrlich und die Stimmung super, da zum selben Zeitpunkt auch andere Jungs aus der WM vor Ort waren“, so Schrötter. Gemeinsam mit seinem Weggefährten Jonas Folger und einigen anderen Rennfahrerkollegen brachte sich der ehrgeizige Athlet mit einem umfangreichen Trainingsprogramm in Form. Zusammen nutzte die Gruppe die exklusiv angemieteten Streckenzeiten. So sei Schrötter fast jeden Tag in den Genuss gekommen, mindestens eine Stunde mit der eigens dafür adaptierten Honda CBR600 auf der Rennstrecke zu trainieren und hinsichtlich der Rundenzeiten gute Anhaltspunkte zu erhalten. „Es war übrigens das erste Mal, dass in meinen Vorbereitungen der Schwerpunkt auf Rennstreckentraining lag. Von dem her habe ich während des Cartagena-Aufenthalts bereits gut und gerne zwei Grand-Prix-Distanzen abgespult“. Das sei auch für die Muskulatur, die auf dem Motorrad besonders beansprucht werde, ein gutes Training gewesen. „Abgesehen von den vielen Runden auf dem Circuito de Cartagena kam auch das Training mit der Motocross-Maschine nicht zu kurz“.

Willkommener Abstecher

 Eine willkommene Abwechslung, die gut in die Vorbereitung passte, stellte ein Einladungsrennen auf Valentino Rossis VR46 Motoranch in dessen Heimatort Tavullia dar. Der Ausflug am dritten Januar-Wochenende nach Italien kam sehr kurzfristig zustande, doch es habe sich „allemal gelohnt“, so Schrötter. Erstmals in diesem Jahr sei spürbar richtige Rennatmosphäre in der Luft gelegen. „Es wurde dort mit Motocross-Maschinen auf einer Flattrack gefahren. Da der Untergrund eine harte Schotterpiste ist, wird dort anstatt mit grobstolligen MX-Reifen mit Dirttrack-Bereifung gefahren. Dazu brauchte es natürlich eine Umstellung und Anpassung des Fahrstils“. Auch die Beherrschung des Motorrades sei anfänglich eine Aufgabe gewesen, die es erst einmal zu meistern galt. In Anbetracht dessen sei es wenig verwunderlich gewesen, „dass uns die Italiener, die dort mehr oder weniger jeden Tag trainieren, um die Ohren fuhren“.

Doch am Renntag während der 100km Endurance Challenge kam Schrötters Team immer besser in Schwung und schließlich auch auf ansprechende Rundenzeiten. „Schließlich kamen wir nach einer tollen Aufholjagd sogar noch als Elfter ins Ziel. Von insgesamt 20 gestarteten Teams haben wir doch einige hinter uns gelassen“, so der 23-Jährige. Nach diesem Kurztrip ging es für zwei weitere Tage zurück nach Cartagena, bevor Folger und Schrötter nach Tarragona übersiedelten. Abgesehen von einigen Motocross-Sessions verlagerte Schrötter dort sein Training vermehrt ins Fitness-Studio.

Zurück nach Spanien

 „Ab Mitte dieser Woche werde ich wieder in Spanien sein und dort die Saisonvorbereitungen fortsetzen“, blickt Schrötter voraus. „Doch nach dem guten und gezielten, aber auch sehr abwechslungsreichen Training im vergangenen Monat kribbelt es schon gewaltig wieder auf meine Rennmaschine steigen zu können.“ Seinen ersten Test mit seinem spanischen AGR Team absolviert Schrötter am 23. und 24. Februar auf der Rennstrecke in Jerez de la Frontera.

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