Zu wenig Grip

Schrötter fährt in Brno auf Platz 6

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Der Pflugdorfer Marcel Schrötter fuhr auf seiner Kalex in Brno auf Platz 6 – auch wenn der Start besseres versprach. Insgesamt belegt er in der Weltmeisterschaft der Moto2™ aber einen hervorragend 5. Platz.

Pflugdorf – Mit einem soliden sechstem Platz – und als bestplatzierter Deutscher – startete Marcel Schrötter am Sonntag auf dem Automotodrom Brno (Brünn) in der Tschechischen Republik in die zweite Saisonhälfte. Der Pflugdorfer hat seine starke Form in diesem Jahr offenbar gut über die Sommerpause gebracht.

Nach einem verregneten Samstag fand der zehnte Saisonlauf glücklicherweise am Sonntag, 4. August, bei besten Bedingungen statt. Und Marcel Schrötter startete auch prächtig aus der dritten reihe in das Rennen. Und nach nur zwei Runden war der 26-Jährige bereits auf Podiumskurs. „Ich bin am Start super weggekommen und konnte schnell auf Platz drei nach vorne fahren.“

Aber es sollte nicht sein: Je länger das Rennen dauerte, umso mehr hatte Schrötter mit Grip-Problemen zu kämpfen.„Ich habe wirklich alles versucht, um die ersten Zwei einzuholen.“ Der Spanier Alex Marquez,der als Erster ins Ziel ging, und sein Verfolger Fabio di Giannantonio aus Italien seien aber zu stark gewesen und hätten sich umgehend absetzen können, berichtet Schrötter. Dennoch habe er sich in der Anfangsphase sehr wohl gefühlt.

Schon kurz nach Halbzeit der Distanz habe er aber gemerkt, dass der Grip stark nachlässt. „In den letzten sechs Runden hatte der Reifen nochmals einen starken Drop.“ Ab diesem Zeitpunkt sei es ihm jedoch äußerst schwer gefallen, die Pace zu halten. Er habe sogar an Geschwindigkeit verloren, „das heißt, wir waren über die Distanz nicht gut genug.

Zum Ende des Rennens habe er überhaupt Mühe gehabt, auf dem Motorrad sitzenzubleiben. „Das gesamte Wochenende habe ich mich mit dem Motorrad eigentlich recht komfortabel gefühlt.“ Doch er habe auch gemerkt, dass die Grip-Balance eindeutig zu wünschen ließ. und genau das habe sich im Rennen dann schließlich negativ ausgewirkt.

„Der sechste Platz ist trotzdem kein Desaster“, relativiert der Pflugdorfer das Rennergebnis: „Im Gegenteil, dieses Ergebnis ist mit Hinblick auf die Meisterschaft OK.“ Insgesamt sei es kein schlechtes Rennen gewesen. „Aber es ist über 19 Runden gegangen und diesbezüglich müssen wir schauen, dass wir unser Reifenmanagement besser in den Griff bekommen“, plant der Rennfahrer.

Immerhin sei er gut aus der Sommerpause zurückgekommen. Die Schwierigkeiten bezeichnet Schrötter als „Kleinigkeiten“, die sich nur über die Distanz ausgewirkt hätten. Nächste Woche werde er in Spielberg, im österreichischen Murtal, wieder von Neuem angreifen.

In der Tabelle der Moto2™ WM belegt Marcel Schrötter jetzt den 5. Platz.

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