Moto2-WM:

Marcel Schrötter (#23) rast in Le Mans in die Top Ten

Marcel Schrötter - Moto2-WM - Le Mans
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Führte die Verfolgergruppe an und raste in Le Mans auf Rang 6: Marcel Schrötter (#23).
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Pflugdorf/Le Mans – Endlich wieder ein Top-Resultat für den Pflugdorfer Marcel Schrötter. Auf dem „Bugatti-Circuit“ im französischen Le Mans fuhr der 28-jährige Motorrad-Profi vom 14. Startplatz auf Rang 6. Es war das beste Saison-Resultat für den Kalex-Fahrer vom Memminger Liqui Moly Intact-GP-Team (bislang Platz 8 beim Saison-Auftakt in Katar). Und seine beste Platzierung seit Rang 4 am 15. November 2020 in Valencia.

„Wir sind hier alle unheimlich happy“, strahlte Teamchef Jürgen Lingg nach dem fünften Lauf zur Moto2-Weltmeisterschaft. Denn nicht nur Schrötter überzeugte, auch Teamkollege Tony Arbolino durfte sich über einen tollen 4. Platz freuen. So gut war der 20-jährige Italiener noch nie.

Dabei hatte Marcel Schrötter, der 2020 auf dieser Strecke gleich viermal im Kiesbett gelandet war, schon wieder Probleme im Qualifying – da stürzte er im Regen in einer harmlosen Kurve. So musste er aus der fünften Reihe, von Platz 14, starten. Schrötter machte schnell einige Plätze gut, profitierte zudem von einer Reihe von Stürzen vor ihm fahrender Piloten. „Vorsichtig fahren“, auf teilweise noch nicht abgetrockneter Strecke keinen Sturz riskieren, lautete seine Vorgabe. Das klappte bestens: Bereits nach fünf Runden lag die Nummer 23 erstmals auf Rang 6. Diesen Platz holte er sich vier Runden vor Schluss zurück und verteidigte ihn als Erster einer Verfolgergruppe der Top-5 mit tollem Kampf bis ins Ziel.

Trotzdem war der Pflugdorfer nicht ganz zufrieden: „Das Wochenende war nicht verkehrt. Endlich haben wir ein Ergebnis eingefahren, das sich halbwegs sehen lassen kann. Freuen darüber kann ich mich aber nicht. Ich bin enttäuscht, weil ich einfach zu langsam war. Ich habe fast eine Sekunde auf die Gruppe vor mir, in der auch Tony mitten­drin war, verloren. Dass ich im Rennen mit ihm überhaupt nicht mithalten kann, verwundert mich sehr.“

Möglicherweise waren die Reifen schuld: „Mein Hinterreifen hat nach dem Rennen sehr mitgenommen ausgeschaut. Jetzt sind wir wieder bei dem Thema, dass die Performance der Reifen mal so und ein anderes Mal so ist. Ich hatte jedenfalls von Anfang an das Gefühl, als hätte ich nicht die gleichen Waffen wie meine Gegner. Ich denke, das wird sehr deutlich durch den Unterschied der Rundenzeiten belegt.“

Das Fazit des einzigen Deutschen im Moto2-Starterfeld: „Am Schluss habe ich den Fight in meiner Gruppe gewonnen. Damit ist uns zum Glück ein gutes Ergebnis gelungen. Also überwiegen ein paar positive Aspekte.“

Nach fünf WM-Läufen belegt Marcel Schrötter mit 30 Punkten Rang 8 in der WM-Gesamtwertung. Er verbesserte sich um drei Plätze. Das nächste Moto2-Rennen findet am Sonntag, 30. Mai, in Mugello (Italien) statt.

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