Schrötter auf dem WM-Podium

Marcel Schrötter stürmt beim San Marino Grand Prix auf Platz 3

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Marcel Schrötter (unten links) freut sich mit seinem gesamten Team über das Ende der Durststrecke: er schaffte es beim letzten Rennen auf den 3. Platz.

Pflugdorf – Die Durststrecke ist überstanden! Marcel Schrötter hat beim San Marino Grand Prix der Moto2-Weltmeisterschaft in Italien den Sprung auf das Treppchen geschafft. Nach einem spannenden Rennen holte sich Schrötter den dritten Platz.

„Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, endlich mein erstes Podium erreicht zu haben. Ich bin immer noch überwältigt“, schwärmt Schrötter nach dem Rennen in San Marino. Nach konstant starken Leistung-

en in den freien Trainings deutete Schrötter mit dem zweiten Startplatz nach dem Qualifying und der Bestzeit im Warm-Up seine Entschlossenheit an, dieses Mal den Sack hinsichtlich seines ersten Grand-Prix-Podiums zumachen zu wollen.

Und er hat es tatsächlich geschafft. Der Kalex-Pilot des deutschen Dynavolt Intact GP Teams erwischte einen optimalen Start und musste sich vor der ersten Kurve nur dem WM-Führenden und Pole-Setter Francesco Bagnaia beugen. „Die Anfangsphase ist nicht unsere Stärke. Daran müssen wir noch feilen“, gibt der 25-jährige Pfugdorfer zu. Aber anschließend kämpfte Schrötter in jeder Phase des Rennens um eine Podiumsplatzierung.

Er brauchte auch nicht lange, um Mattia Pasini zu überholen, doch hinter Miguel Oliveira konnte er manchmal mehr manchmal weniger aufschließen. „Ich weiß es nicht, woran es liegt, ob es der Fahrstil ist oder das Motorrad. Auf jeden Fall kann Miguel das Motorrad mehr abbremsen und er hat auch eine bessere Beschleunigung.“ Daher sei es nicht einfach gewesen seinem Konkurrenten zu folgen, geschweige denn, sich in eine gute Position zu bringen.

Obwohl ihm das Podium keiner mehr nehmen konnte, startete Schrötter in der letzten Runde eine Attacke. „Ansonsten hätte mich jeder gefragt, warum ich es nicht gemacht habe.“ Allerdings vergebens. Schrötter erklärt, dass er Oliveira auf sichere Art und Weise überholen wollte. Das Manöver wäre aber dann doch ein wenig riskant gewesen.

Mit dem dritten Platz war Schrötter aber mehr als zufrieden. Vor allem, weil er schon oft so nah am Podium war, aber es letzlich nie gereicht habe. Als Ursache sieht er unter anderem psychologische Gründe: „In einem Training kann man schon mal ein paar Runden am äußersten Limit fahren und wenn man dabei stürzt, ist deswegen das ganze Wochenende längst nicht kaputt. Es hat einfach ein wenig zu lange gedauert, um diesen Gedanken aus dem Hinterkopf zu verdrängen.“

Bei dem Rennen habe Schrötter sogar etwas dazugelernt: „Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man die gesamte Distanz im Mittelfeld fährt oder ganz vorne an der Spitze mitmischt. Man muss sich daher das Rennen ganz anders einteilen.“

Mit diesem Wissen geht es am 21. September in Aragonien zum nächsten Rennen. Dann gilt es das gute Ergebnis und den siebten Platz in der Weltmeister-Tabellenliste de zu verteidigen.

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