Karriere-Ende 

Rekord-Floorballer Maxi Falkenberger hört auf

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Maxi Falkenberger hängt den Floorball-Schläger an den Nagel, will sich aber auf Funktionärsebene weiter für die Red Hocks Kaufering einsetzen. Ein Hintertürchen für eine Rückkehr?

Kaufering – Sein Team hat schon im Training nach der Corona-Zwangspause ohne ihn auskommen müssen, bei der Sportlerehrung der Marktgemeinde erfuhr es dann auch die Öffentlichkeit: Maximilian Falkenberger bestreitet wohl keine weitere Bundesligasaison mehr im Trikot der Red Hocks Kaufering. Mit gerade mal 27 Lenzen beendet er seine aktive Floorballkarriere.

Falkenberger fand 2006 als 13-Jähriger zum Floorball. Und er bewies besonderes Talent. Mit der Folgte, dass es an Angeboten, unter anderem aus der Schweiz, nie mangelte. Doch der bald 27-Jährige blieb Kaufering treu. Die Entwicklung vom wilden Schülerhaufen zum Erstligisten machte er nicht nur mit – er prägte sie auch. Allein im deutschen Oberhaus kam er in sieben Saisons und 117 Spielen auf 146 Tore, 92 Assists und damit 238 Punkte. Spitzenwerte, die fortan fehlen werden.

Falkenberger vermöge es wie kaum ein zweiter, ein Spiel zu lesen, lobt Bundesliga-Cheftrainer Markus Heinzelmann von den Red Hocks Kaufering. „Er steht für Tempo-Floorball, weil er geistig, technisch und körperlich einfach alles mitbringt.“ Sein nach zwölf gemeinsamen Jahren scheidender Mitspieler vereine Fähigkeiten, die man allein durch Training kaum lernen könne, bringt es Marco Tobisch auf den Punkt. Tobisch übernahm von Falkenberger die Kapitänsbinde. „Es war beeindruckend, wie er über so viele Jahre die hohen Erwartungen, die von Mannschaft und Fans an ihn gestellt wurden, immer wieder auf eine professionelle Art und Weise zuverlässig erfüllt hat.“

Nicht nur den Red Hocks wird damit eine wichtige Stütze fehlen, sondern auch der Nationalmannschaft. 2014 debütierte er bei der WM-Quali, „ein ganz großes Gefühl, das ich nie vergessen werde“, so Falkenberger. Seither sammelte er in 50 Länderspielen – darunter 20 bei den Weltmeisterschaften in Göteborg, Riga und Prag – 28 Punkte. In weiten Teilen mit dabei als Kauferinger Coach und Teil des Nationaltrainerstabs war Christoph Huber.

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