Mithilfe der Red Hocks Kaufering:

U19-Floorballer gewinnen B-WM

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Nicht mehr zu bremsen: Ricardo Wipfler (2. von links). Mit einem Tor und fünf Vorlagen wurde er zum Man of the Match.

Kaufering – Das jahrelange Hinarbeiten ist belohnt worden: Erstmals überhaupt ist die deutsche Nationalmannschaft der U19-Floorballjunioren in die Riege der besten Acht vorgerückt. Zum Gewinn der B-Division und dem damit verbundenen Aufstieg in die Elitegruppe trugen zwei Spieler der Red Hocks Kaufering in Halifax maßgeblich bei.

Finalspiele waren bisher ihre Stärke nicht. Dreimal hatten Johannes Eckebrecht und Ricardo Wipfler bis dahin mit ihren Red Hocks in einem Endspiel um eine deutsche Nachwuchs-Meisterschaft gestanden, dreimal blieb ihnen nur die Rolle des Gratulanten. Noch bitterer war die deutsche Ausbeute ausgefallen: Seit 2001 bei neun U19-Weltmeisterschaften angetreten, klappte es nie mit dem Aufstieg.

Doch Zweifel, dass es an diesem Sonntag im Endspiel abermals nicht klappen könnte, räumten die Deutschen von Beginn an aus. Gegner Slowenien, den man schon in der Vorrunde 11:6 abgekocht hatte, schloss nie näher als bis auf zwei Tore auf. Die Mannschaft von Bundestrainer Thomas Berger rauschte mit einem 9:3-Finalsieg über die Ziellinie; angeführt vom stark aufdrehenden Wipfler, der sich mit einem Tor und fünf Vorlagen als Man of the Match positionierte.

„Das Endspiel war einfach etwas ganz Besonderes“, freute sich der 17-jährige Angreifer aus Weil, dessen 17 Punkte in fünf WM-Spielen kein anderer Spieler der B-WM überbot. „Ich habe wirklich jeden Moment genossen.“ Die Leistung seiner Mannschaft mit fünf siegreichen Partien in fünf Tagen bewertet er als souverän. Nach einem defensiv noch wackligen 19:9 über Gastgeber Kanada, einem 16:1 gegen Neuseeland und dem Vorrundensieg über Slowenien war auch Polen mit einem 12:4 im Halbfinale chancenlos. „Wir haben uns im Turnierverlauf noch gesteigert“, fasste Wipfler zusammen. Das trifft auch für Verteidiger Eckebrecht zu. Nach Jahren zielstrebiger Vorbereitung war der Reischer verletzt ausgefallen, der Traum von der WM geriet plötzlich ins Wanken. Erst zwei Wochen vor dem Abflug gen Kanada war der 17-Jährige wieder eingestiegen. Doch in Halifax verbesserte sich sein Timing von Wechsel zu Wechsel; vor allem im Halbfinale gegen Polen war es seine Reihe, die mit ihrer sattelfesten Abwehrarbeit den Erfolg garantierte.

Nicht zu vergessen David Winzinger: Der Torwart der Red Hocks war über die gesamte Kampagne hinweg fester Teil der deutschen Mannschaft und half unter anderem 2018 in Bozen, überhaupt erst die WM-Qualifikation zu packen. Bei der finalen Kaderverschlankung von drei auf zwei Schlussmänner erhielten aber seine zwei Goalie-Kollegen den Vorzug. „Ich wäre in Halifax schon gern zumindest dabei gewesen, freue mich aber fürs Team“, so der Landsberger.

An den Nachfolgern der damit ausgeschiedenen Jahrgängen 2000/2001 ist es fortan, im Jahr 2021 die A-Klasse zu halten. Vielleicht zählen auch dann wieder ein paar Red Hocks zum deutschen Aufgebot. Derer drei gehörten mit Benedikt Richardon, Martin Rieß und Luis Hegner schon zuletzt zum Kreis der U17-Nationalmannschaft.

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