Social Media und Co.

Moderne Zeiten beim TSV Landsberg

Pia Rockelmann, Marko Braovac und Franziska Sigl für den TSV Landsberg
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Pia Rockelmann, Marko Braovac und Franziska Sigl (von links) verstärken den TSV Landsberg in vielen Bereichen.
  • Susanne Greiner
    VonSusanne Greiner
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Landsberg – Mit Spannung beobachteten die Fans des TSV 1882 Landsberg während der letzten Monate die vielen Veränderungen in der Fußballabteilung. Mit Eddy Weiler kam ein neuer Trainer und das halbe Team auf dem Feld wurde ausgetauscht. Außerdem sollen Jürgen Meissner, Muriz Salemovic sowie Sebastian Gilg in der sportlichen Führung für Kompetenz und strategische Weitsicht sorgen. Doch damit nicht genug: Auch für die Bereiche Sponsoring, Marketing, Social Media und Content Management wurde ein neues Team auf die Beine gestellt.

Es ist ein früher Montagabend im Spätsommer und es tut sich was auf dem Platz des TSV Landsberg. Zwei Sessel und ebenso viele Kameras stehen vor der Haupttribüne. Es herrscht geschäftiges Treiben, denn eine Premiere wird vorbereitet. Trainer Eddy Weiler und der sportliche Leiter Muriz Salemovic werden vom vereinseigenen Media-Team interviewt und das Ergebnis soll schließlich im Internet veröffentlicht werden.

Marko Braovac richtet die Kamera aus und testet die Hardware. Der 30-jährige Landsberger arbeitet im Hauptberuf als Controller bei einem TV-Privat­sender in München und engagiert sich nun in seiner Freizeit bei den Lechstädtern. „Muriz Salemovic und ich kennen uns schon seit vielen Jahren und wir wollten immer mal was zusammen machen“, erzählt Braovac. „Als er mir schilderte, dass beim TSV professionellere Strukturen geschaffen werden sollen, habe ich mich direkt bereit erklärt, dabei anzupacken.“

An seiner Seite steht Franziska Sigl, die seit August fest beim TSV angestellt ist. Die 23-jährige studiert in München Sportökonomie und der Verein ist ihr Ausbildungspartner beim dualen Studium. „Eigentlich sollte ich gemeinsam mit Sportdirektor Jürgen Meissner für die Sponsoren und Marketing zuständig sein, aber mein Aufgabenbereich ist mittlerweile viel größer geworden. Ich arbeite nun auch mit Marko im Team bei anderen Aufgaben“, erzählt Franziska Sigl, die in Kissing bei Augsburg wohnt.

Unterstützt werden die beiden durch Pia Rockelmann. Die freiberufliche Fotografin und Marketing Managerin bei einer Landsberger Druckerei kümmert sich darum, dass die Interviewpartner ins rechte Licht gerückt werden. Außerdem übernimmt sie Schnitt und Postproduktion. „Ich bin so etwas wie die technische Betreuerin“, sagt die 32-jährige und lacht. „Wir sind nun gerade mal am Anfang und das wird sich alles einspielen.“

Nach einigen Proben läuft das Interview mit Salemovic und Weiler problemlos. Nur die vorbeifahrenden Lkw auf der nahegelegenen Straße bereiten Marko Braovac Kopfzerbrechen. Schließlich sind aber doch alle Anwesenden mit dem Ergebnis zufrieden und Pia Rockelmann wird sich nun mit den Rohdaten ins stille Kämmerlein zurückziehen, um ein sendefähiges Video zu produzieren.

„Wir möchten den Verein einfach sympathisch und offen darstellen“, erklärt Braovac die Mission des Teams. „Unsere Zielgruppe sind einerseits die jungen Leute, die sich digital auf Social-Media-Kanälen informieren. Aber wir möchten auch Con­tent für die Printmedien der Stadt zur Verfügung stellen.“

Das Interviewformat ist derzeit vor jedem Heimspiel geplant. Alle zwei Wochen werden Menschen vor der Kamera Platz nehmen, die beim TSV Landsberg vor und hinter den Kulissen wirken. Aktuelle Themen werden ebenso aufgegriffen wie ehrenamtliche Tätigkeiten, die meist unter dem Radar stattfinden. Nach den Heimspielen sollen auch die Gegner zu Wort kommen, aber Pressekonferenzen sind derzeit nicht in Vorbereitung.

Ganz genau sei das Aufgabengebiet des Teams noch nicht umrissen, sagt Franziska Sigl, aber die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Verantwortlichen im Verein sei spannend und werde schon bald Früchte tragen. „Es ist auf jeden Fall viel mehr Arbeit, als ich mir vorgestellt habe“, fügt sie hinzu. Der TSV 1882 Landsberg scheint im 21. Jahrhundert angekommen zu sein.

Dietrich Limper

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