Probleme im Zweikampf

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Marcel Schrötter (23) fand nach einem ereignisreichen Rennen am Misano Circuit wenig Gefallen an Rang 11 und dem Reglement.

San Marino – An diesem Sonntag sollte der Pflugdorfer Moto2-Pilot Marcel Schrötter (Tech 3) noch lange mit der Technik und dem Reglement hadern. Seiner Ansicht nach hätte mehr drin sein können, bei diesem ereignisreichen Rennen am Misano Circuit. So aber blieb es bei Rang 11 und vier weiteren WM-Punkten. Mit 51 Zählern liegt der 21-Jährige in der Gesamtwertung auf dem 12. Platz.

Dabei begann das 13. Saisonrennen auf dem Misano Circuit aus Schrötters Sicht überaus vielversprechend: Dank eines „mustergültigen Starts“ konnte der Moto2-Pilot auf seiner Mistral 610 die gute Ausgangsposition voll verwerten. Jedoch schon bald danach musste Schrötter einsehen, dass es nur schwer möglich ist, weitere Konkurrenten zu überholen. Auf der engen Piste waren die Nachteile im Kurveneingang zu gravierend. „Im Rennen tauchen immer wieder die gleichen Probleme auf: unser Ge­samtpaket ist auf der Bremse gegenüber der Konkurrenz etwas im Nachteil“, nimmt der Pflugdorfer kein Blatt vor den Mund. „Es ist im Moment unmöglich später und aggressiver zu bremsen.“ Natürlich arbeite man intensiv daran, das Fahrverhalten in diesem Bereich zu verbessern.

Außerdem wurde auch die Renndirektion einmal auf Marcel Schrötter aufmerksam, als er im Ausgang von Turn sechs den Grünstreifen, der die Streckenbegrenzung markiert, in seine Linie miteinbezog. Die Stewards sahen dies als Vorteil und verhängten eine Strafe. „O.k., Regel ist Regel“, sagt der 21-Jährige, „aber eingesehen habe ich diesen Penalty nicht, weil ich mir in dieser Situation absolut keinen Vorteil verschafft habe. Jedenfalls war dann der Zug nach vorne endgültig abgefahren.“ Schrötter musste einen Konkurrent an sich vorbei lassen, der noch dazu zu diesem Zeitpunkt drei Sekunden Rückstand hatte. Nach einigen Runden war die Reihenfolge von zuvor zwar wieder hergestellt, aber der Kontakt zur Gruppe vor ihm war endgültig abgerissen.

Positiv nimmt Marcel Schrötter aus dem WM-Lauf, dass er „die gesamte Renndistanz voll gepusht“ habe, obwohl in den letzten Runden auch noch Probleme mit der Schaltung aufgetreten seien. Gleichwohl: Die letzte war Schrötters schnellste Rennrunde. „Das zeigt, dass sowohl unser Grund-Speed als auch meine körperliche Verfassung o.k. sind. Aber wir müssen uns schleunigst im Zweikampf verbessern, denn das ist das Um und Auf in der Moto2.“

Der nächste Grand Prix ist am 28. September im spanischen Aragon.

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