Tests in Jerez und Katar erfolgreich abgeschlossen

Moto2: Marcel Schrötter mit klarer Zielsetzung bei der WM

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Letztes Jahr startete Marcel Schrötter in Katar auf der Pole-Position. Dieses Jahr möchte er ähnliches in der Moto2 erreichen.

Pflugdorf/Jerez/Doha – Der Pflugdorfer Motorradrennfahrer Marcel Schrötter hat für die kommende Moto2-Weltmeisterschaft eine klare Zielsetzung: anknüpfen, wo das Team letztes Jahr aufgehört hat. Die Mission soll mit einem Podiumsplatz in Doha beginnen. Danach will er die restliche Saison „vorne“ mitfahren.

Während in Landsberg am vergangenen Mittwoch der Schnee vom Himmel fiel, saß Schrötter bei warmen 18 Grad in Jerez und wartete auf seinen Flug nach Doha in Katar (aktuell 22 bis 30 Grad). Dort startet diesen Freitag die Moto2-Weltmeisterschaft auf dem Losail International Circuit.

Die ersten und letzten Tests liegen erst ein paar Tage zurück, aber Schrötter gibt sich zufrieden: „Ich fühl mich wohl, ich bin glücklich mit dem Bike und das ist am wichtigsten.“ So zeigte zwar die Anzeigetafel beim letzten Training nur den zwölften Platz mit 0,7 Sekunden Rückstand, doch den 1. Platz belegte Teamkollege Thomas Lüthi. „Ich hatte nicht die Bestzeit als Ziel, ich hab mich auf die Longruns konzentriert“, erklärt Schrötter am Telefon. Am Ende seien die Zeiten der weichen Reifenmischung mit den Zahlen der harten Reifenmischung identisch gewesen. „Das ist genauso wichtig für mich und das Team.“ Außerdem seien die Trainingszeiten nichtssagend, da jedes Team im Grunde nahezu alles am Bike verändern könne und teilweise noch andere Motoren genutzt würden.

Die Vorfreude auf die Saison sei genauso groß wie letztes Jahr. Obwohl die Winterpause von der Monatsanzahl her lang scheine, sei sie für ihn dennoch immer wieder kurz, erzählt Schrötter. „Ich bin froh und es tut gut, wenn ich ein paar Tage, einen Monat abschalten kann, meinen Urlaub planen kann. Wir kommen zwar rum in der Welt, aber viel von den Orten sehen wir nicht.“

Doch auf einige Rennen in dieser Saison freue er sich das ganze Jahr über: „Austin. Die Strecke ist einfach richtig schön und auch Texas ist einfach cool“, aber auch auf die Rennen in Jerez (Spanien) und am Spielberg (Österreich) freut sich der Pflugdorfer. Manche Strecken seien einfach besonders.

Er fühle sich bereit für den Saisonauftakt. Einige seiner Kollegen stehen allerdings noch vor kleinen Schwierigkeiten. Denn zur neuen Saison ist der Motorradhersteller KTM aus der Mo­to2-­Serie ausgestiegen. Einige Piloten müssen sich somit erst an die Kalex-Maschinen gewöhnen. Schrötter sieht darin allerdings keinen Vorteil: „Ein paar Fahrer werden vielleicht zwei, drei Rennen brauchen, bis sie sich an die Maschinen gewöhnen, andere fahren bereits jetzt wie zuvor.“ Man befände sich auf einem Fahrniveau, bei dem man eigentlich keinen Unterschied mehr sehe. „Jeder braucht eine kleine Eingewöhnungsphase, wenn sich Umstände ändern.“ Der Maschinenwechsel sei aber für ihn nicht interessant, denn er wolle sich auf seine Arbeit konzentrieren. „Ich möchte an die Ergebnisse der letzten Saison anschließen, weiter daran arbeiten und somit diese Saison mehr Podiumsplätze einfahren und dann auch in der Spitze mitfahren.“ In Katar soll dafür der Grundstein gelegt werden.

Die Leistungen und Ergebnisse des 27-Jährigen verbesserten sich über die letzten Jahre auf dem Losail International Circuit. Wurde er in seinem ersten Rennen auf dem Wüstenkurs noch 17., schaffte er es letztes Jahr bereits auf Platz 3. Doch eine Sache in Katar findet er schade: „Ursprünglich war es mal ein Nachtrennen und das fand ich richtig cool, aber seit ein zwei Jahren fahren wir jetzt immer früher.“ Manchmal seien die Trainings bereits um 12 Uhr bei Sonnenschein. „Nachts war‘s halt einfach was Besonderes.“

Bei den Testfahrten am Persischen Golf erreichte Schrötter den 5. Platz. Der Rückstand auf Jorge Navarro (1. Platz) betrug nur 0,4 Sekunden. Auch die durchgeführte Rennsimulation sei ein Erfolg für das Team gewesen. „Ich denke, dass wir im Verlauf dieses Tests einen super Job gemacht haben.“

Rennstart der drei Motorradklassen (MotoGP, Moto2 und Moto3) ist um 16 Uhr.
Matthias Gschwind

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