»Zu lange auf der Bremse«

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Marcel Schrötter (vorne, Nr. 23) und sein Motorrad fanden in Le Mans nicht zueinander.

Pflugdorf – Nach zwei starken Rennen zuletzt in Jerez und zwei Wochen zuvor in Texas ging Marcel Schrötter zuversichtlich in das fünfte Saisonrennen der Moto2 GP. Zusätzlich hatte er sich aufgrund des guten neunten Startplatzes Hoffnungen auf ein ähnliches Ergebnis wie bei den Rennen zuvor gemacht. Im französischen Le Mans kam der junge Pflugdorfer auf seiner ­Suter MMX2 jedoch nicht über Platz zwölf hinaus.

„Wenn man seine eigene Startposition nicht halten kann, dann gibt es auch keinen Grund zufrieden zu sein. Ich bin über den Verlauf enttäuscht“, bewertete Schrötter sein Rennen. Schon vom Start weg habe er kein gutes Vertrauen zum Motorrad aufbauen können. „Und ab Rennmitte hatte ich überhaupt ein schwammiges Gefühl.“

Woran es gelegen hat, weiß der 24-Jährige genau: In einigen Kurven im Eingang habe er seine Geschwindigkeit nicht halten können. „In diesem Bereich habe ich gegenüber den Gegnern viel verloren, da ich immer viel zu lange auf der Bremse bleiben musste.“ Ab der Hälfte der zu fahrenden Strecke sei es ihm deshalb schwer gefallen, seine Vordermänner zu attackieren. „Ab diesem Zeitpunkt war es nur noch ein Mitfahren“, sagt er.

Ärger über Material

Mit seinem Dynavolt Intact GP Team blieb Schrötter am Montag noch für einen eintägigen Test in Le Mans. Dabei äußerte der Pflugdorfer Unmut über sein Motorrad. „Ich hoffe, dass seitens Suter nicht nur neue Ideen, sondern demnächst auch neues Material kommen wird. Hinsichtlich der Technik haben wir nämlich schon seit längerem den gleichen Stand.“ Er fordert deshalb: „Wir müssen auch in dieser Hinsicht versuchen, uns zu verbessern.“

Derzeit liegt der Pflugdorfer mit 27 WM-Punkten auf Rang elf. Das nächste Rennen findet erst am Sonntag, 4. Juni, in Italien statt.

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