Schrötter will vom Gelernten profitieren

Moto2-WM Aragón: Nur ein WM-Pünktchen für Marcel Schrötter

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Marcel Schrötter (Hintergrund) in Spanien auf Überholkurs, doch die Pace war nicht gut genug, um nach dem Zwischenfall in der Startphase weit genug nach vorne zu fahren.

Pflugdorf – Die kurzfristige Änderung des Zeitplans mit verzögerten Startzeiten hat sich letztendlich voll ausgezahlt: Bei herrlichem Sonnenschein kletterten die Temperaturen am MotorLand Aragón in sehr angenehme Bereiche und Moto2-WM-Pilot Marcel Schrötter kam gut durch. Allerdings nicht gut genug, denn mit Platz 15 gab‘s nur ein mageres WM-Pünktchen. In einer Woche will er am selben Ort vom Gelernten profitieren.

Zum Zeitpunkt des spanischen Moto2™-Rennens wurden auf dem anspruchsvollen Rundkurs MotorLand Aragón 20 Grad Luft- und 28 Grad Asphalttemperaturen gemessen. Die Streckenverhältnisse waren also fast perfekt, als Marcel Schrötter einen guten Start erwischte. Ein Zwischenfall nach der ersten Kurve ruinierte dem ehrgeizigen Pflugdorfer die Auftaktrunde. Schrötter fuhr danach ein konstantes Rennen, kam aber über Rang 15 nicht hinaus.

„Mit diesem Ergebnis können wir natürlich nicht zufrieden sein“, räumt der 27-Jährige ein. Problem war einmal mehr die Ausgangsposition für das Rennen. Wenn man von so weit hinten (Position 22) losfahren muss, wird es einfach schwierig. Schrötter: „Egal wie gut man fährt, mit solchen Qualifying-Leistungen machen wir uns das Leben unnötig schwer.“ Es läuft es im Moment nicht rund beim IntactGP-Team. Gleichwohl: Den Vertrag fürs nächste Jahr hat Schrötter schon mal in der Tasche – die Tinte ist noch nicht mal richtig trocken.

Obendrein kommt dann beim Rennen auch noch Pech dazu. „Ich denke, ich hatte einen sehr ordentlichen Start und obwohl es in der ersten Kurve sehr eng ist, habe ich mich reingehalten“, analysiert der Pflugdorfer. Doch ein paar Meter später habe er einen Fahrer auf dem Boden liegen gesehen und in Sekundenbruchteilen reagieren müssen. Wo rutscht das Motorrad hin und wohin der Fahrer. „Ich ersten Augenblick dachte ich, dass ich gut durchgekommen wäre, doch ich musste ein weiteres Mal abbremsen. Und dabei waren einige Leute, die hinter mir gestartet sind, plötzlich vor mir.“ Damit fing das Rennen schon denkbar schlecht an.

Doch Schrötter ließ sich nicht einschüchtern, versuchte das Beste aus der Situation zu machen und kämpfte bis zum Schluss. „Dass wir nicht den besten Speed hatten, war von vornherein klar. Trotzdem habe ich gepusht und versucht andere Fahrer zu überholen.“ Schrötters Rundenzeiten waren bis zum Schluss sehr konstant, obwohl der Grip hinten wie vorne immer weniger wurde. Am Ende hätte er noch gerne fünf, sechs Runden mehr gehabt, um bis auf Platz 11 vorzukommen.

In den verbleibenden Tagen bis zum zweiten Renntag beim AragónGM möchte Marcel Schrötter wieder schneller werden und vor allem das Qualifying besser hinbekommen. „Hoffentlich können wir von diesem Wochenende viel lernen, damit wir nächste Woche einen deutlichen Schritt machen.“

Wieder Top Ten

In der WM-Gesamtwertung hat sich Schrötter um einen Platz auf Position 10 gearbeitet – mit 61 Punkten . An der Spitze rangiert Enea Bastianini aus Italien (155) vor dem Britten Sam Lowes (153) und dem Italiener Luca Marini mit 150 Zählern.

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