Moto2-WM in Mugello

Todessturz überschattet Marcel Schrötters Top-Ergebnis

Marcel Schrötter - Mugello 2021
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Fuhr auf seinem Lieblingskurs in Mugello auf Rang 6: Marcel Schrötter aus Pflugdorf.
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Pflugdorf/Mugello – Das war ein Rennen, das unter keinem guten Stern stand. Obwohl der Pflugdorfer Motorrad-Profi Marcel Schrötter beim Gran Premio d’Italia in Mugello in der Nähe von Florenz mit Rang 5 sein bislang bestes Saisonergebnis einfuhr. Wenige Minuten vor dem Start des sechsten Moto2-WM-Laufs wurde bekannt, dass der junge Schweizer Jason Dupasquier (19) im Krankenhaus von Florenz den schweren Verletzungen erlegen war, die sich tags zuvor bei einem Sturz im Qualifying zum Moto3-Rennen zugezogen hatte. Schrötter erfuhr die schreckliche Nachricht erst nach der Zieldurchfahrt.

Dieses tödliche Unglück überschattete den Sieg des Australiers Remy Gardner genauso wie den starken Auftritt Schrötters, der vom 9. Startplatz aus ins Rennen auf dem „Mugello Circuit“, einer der Lieblingsstrecken des 28-jähigen Kalex-Fahrer vom Memminger Liqui Moly Intact-GP-Team, gegangen war. Der Pflugdorfer überholte nach der Hälfte des Rennens seinen Teamkollegen Tony Arbolino, profitierte zudem vom Sturz von Sam Lowes fünf Runden vor Schluss und sicherte sich so in der Toskana nach Rang 6 zwei Wochen zuvor in Le Mans ein weiteres Top-Resultat – das beste seit Rang 4 am 15. November 2020 im spanischen Valencia.

Zum dritten Mal in der aktuellen Saison unter den Top-6 – trotzdem war Schrötter erneut nicht ganz zufrieden: „Ich habe alles gegeben. Aber mehr war nicht drin“, lautete sein erster Kommentar in den Sozialen Netzwerken. „Es war ein anstrengendes Rennen, eines dieser Rennen, in dem man in jeder Runde hart ans Limit pushen muss. Der fünfte Platz war wirklich hart erkämpft“, sagte er später.

„Körperlich war es einfach unheimlich anstrengend, was sich vor allem gegen Renn­ende bemerkbar gemacht hat. Daher galt es, in den letzten Runden nur noch dieses schöne Ergebnis nach Hause zu bringen. Bis jetzt ist es eine schwierige Saison für uns und aus diesem Grund sind die heutigen Punkte doppelt wichtig.“ Schrötters Fazit: „Ich war konstant unter den ersten Zehn. Mugello hat uns wieder einen Schritt vorwärts gebracht. Wenn wir so weiterarbeiten, dann schaffen wir es auch bald wieder auf das Podium.“

Traurige Nachricht

Der Tod Dupasquiers schockte auch den Pflugdorfer: „All diese Dinge sind mit der traurigen Nachricht nebensächlich geworden. Ich wünsche der Familie von Jason viel Kraft in dieser schweren Zeit. Mein Beileid geht auch an das gesamte Prüstel-Team und an alle seine Freunde. Es fällt mir schwer Worte zu finden, da wir heute einen von uns verloren haben. Lebewohl, Jason.“

Nach sechs WM-Läufen belegt Marcel Schrötter mit 41 Punkten Rang 7 in der WM-Gesamtwertung. Er verbesserte sich um einen Platz. Das nächste Moto2-­Rennen findet bereits am kommenden Sonntag in Barcelona statt.

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