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Mehr Pech geht nicht: Schrötter stürzt in Runde 1

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Von: Thomas Ernstberger

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Marcel Schrötter - Moto2 - WM-Lauf Aragon
Nicht mal eine Runde war Marcel Schrötter beim WM-Lauf im „Motorland Aragon“ auf der Piste, dann das Tagwerk auch schon beendet. © Glänzel

Pflugdorf/Aragon – Recht viel mehr Pech geht fast nicht. Für den Pflugdorfer Motorrad-­Profi Marcel Schrötter war der „Große Preis von Aragon“ im spanischen „Motorland Aragon“ am Sonntag schon nach wenigen Sekunden zu Ende. In seinem voraussichtlich vorletzten Moto2-Rennen in Europa stürzte der Kalex-Pilot vom Memminger „Liqui Moly Intact GP-Team“, das er am Saisonende verlassen wird, in Runde eins gleich nach dem Start. Das war der „krönende Abschluss“ eines völlig verkorksten Wochenendes.

Schrötter kam zunächst überhaupt nicht zurecht und musste von Startplatz 22 ins Rennen gehen. „Eine Mega-Enttäuschung“, gab er zu. Erst im Warm-Up am Sonntag lief’s besser – nach Rang 11 machte sich der 29-jährige Deutsche wieder Hoffnungen auf eine „gutes Rennen“, wie er kurz vor dem Start sagte. „Spaß haben, das Rennen genießen und das Beste rausholen“, lautete sein Ziel.

Doch daraus wurde nichts: Er kam aus der achten Reihe nicht gut weg und geriet in der ersten Kurve auch noch ins Gedränge. Eine Kurve später kam der Spanier Alonso Lopez zu Sturz, weshalb nachfolgende Fahrer für Chaos sorgten. Schrötter konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren, als einige Fahrer vor ihm bremsten, und so kam es zur Berührung mit einem anderen Motorrad. Bereits in der zweiten Kurve lag er auf der Nase. So schnell war er noch nie ausgeschieden.

„Das war schade, denn nach dem guten Warm-Up bin ich top motiviert ins Rennen gegangen. Die Session am Morgen war sehr gut und ich habe mich sofort sehr wohl auf dem Motorrad gefühlt. Zum ersten Mal seit einer Weile hatte ich das Gefühl, das Motorrad wieder so zu fahren, wie ich es möchte“, so der Pflugdorfer. „Außerdem hat mich die Situation angespornt, dass wir von unserer Startposition aus nur gewinnen konnten. Das klingt vielleicht ein bisschen blöd, aber diese Rennen sind normalerweise die leichteren. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich mein gutes Rennen abliefern kann. Leider war es dann sehr schnell vorbei.“

Schrötter erklärt, was in Kurve zwei passiert ist: „Mein Sturz war das Ergebnis einer Kettenreaktion unglücklicher Umstände. Aber das sind die Dinge, die einfach passieren können, wenn man von so weit hinten starten muss. Es begann mit einem nicht optimalen Start, weshalb ich nicht in der Angriffs­position war, in der ich eigentlich sein wollte. Dann der Sturz von Lopez, der an einer Stelle geschah, an der man in der Beschleunigungsphase zwischen den beiden Kurven bereits Vollgas gibt. Für mich war es schwierig zu erkennen, dass einige vor mir bremsten. Ich konnte gar nicht so schnell reagieren, weil ich auch schon zum Überholen ansetzte. Das war der Auslöser. Das Gute ist, dass ich unverletzt bin und dass wir am Morgen einen Schritt gemacht haben. Hoffentlich können wir diesen und das Gefühl mit nach Japan nehmen. Ich möchte weiterhin jedes Rennen für mich nutzen und die Saison anständig beenden.“

Aragon war das letzte Rennen vor dem großen Übersee-­Trip der Motorrad-Asse. Für Schrötter geht es auf seiner „Intact-Abschiedstour“ weiter nach Japan, wo bereits am kommenden Sonntag in Motegi der „Große Preis von Japan“ ausgetragen wird. Start ist um 6.20 Uhr unserer Zeit. ServusTV überträgt wie immer live. Anschließend stehen Rennen in Thailand (2. Oktober), Australien (16. Oktober) und Malaysia (23. Oktober) auf dem Programm. Das Saisonfinale, wohl Schrötters letzter Auftritt in der Moto2, wird am Sonntag, 6. November, im spanischen Valencia ausgetragen.

In der WM-Gesamtwertung der Moto2-Klasse ist der Pflugdorfer nach 15 von 20 Rennen mit 101 Punkten auf den 10. Platz zurückgefallen.

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