Die #23 knapp am Podium vorbei

Marcel Schrötter auf Schlagdistanz zum Moto2-WM-Podium

Marcel Schrötter
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Fuhr in Valencia auf Platz 4: Marcel Schrötter mit der #23.

Pflugdorf/Valencia – Auf ein starkes Wochenende beim Valencia Grand Prix kann der Pflugdorfer Moto2-WM-Pilot Marcel Schrötter blicken. Nach dem enttäuschenden 13. Platz am Rennwochenende setzte er nun richtig einen drauf. Mit einer beherzten Leistung raste er auf den 4. Platz. Nur um Zentimeter verpasste er das Podium.

Nach einem wechselhaften Samstag kehrte zum Abschluss des langen Aufenthalts in Spaniens drittgrößter Stadt wieder schönes Wetter zurück. Bei strahlendem Sonnenschein kämpften die Piloten in der Moto2-WM-Klasse bis zur Ziellinie um jeden Zenti­meter. Und mittendrin Marcel Schrötter. Er hatte sich für den 7. Startplatz qualifiziert. Dritte Reihe also.

Wie schon vor einer Woche beim ersten Rennwochenende in Valencia kam der 27-Jährige beim Start wieder sehr gut weg. Nach einigen Positionskämpfen in der Anfangsphase reihte sich der Pflugdorfer zunächst als Fünfter im Feld ein.

Schrötter war bis zum Schluss erster Verfolger der Spitzengruppe. Dabei konnte er die beiden Titelanwärter Luca Marini (derzeit WM-Dritter) und Enea Bastianini (WM-Führender) jederzeit hinter sich halten. In der Schlussrunde spitzte sich der Kampf um den Tagessieg dann noch zu, sodass Schrötter fast in Schlagdistanz zu einer Attacke auf einen Podestplatz gewesen wäre. Doch ein paar Zentimeter fehlten halt am Ende, nur eine knappe halbe Sekunde.

Nach der jüngsten Durststrecke zeigte sich Marcel Schrötter im Ziel auch über den 4. Platz überaus zufrieden. „Die Erleichterung ist natürlich groß und ich freue mich sehr über dieses Ergebnis“, so Schrötter. Ein wenig schade sei nur gewesen, dass er in der letzten Runde nicht „in die Spitzengruppe reingrätschen und ein Wörtchen um das Podium mitreden konnte“, bedauert er. „Das wäre die Draufgabe gewesen.“

Wichtig war Schrötter vor allem, ordentlich WM-Punkte zu holen. Und das ist ihm gelungen. In der Meisterschaft hat er am Sonntag gleich mal vier Positionen gutgemacht. Er steht jetzt auf Platz 9. „Wenn wir am Ende so einer Saison noch eine Top-Zehn-Platzierung in der Gesamtwertung herausholen, dann wäre das ein einigermaßen anständiger Abschluss.“

Am Wochenende wird die WM mit dem Finale in Portimao abgeschlossen. Die Rennstrecke im Süden Portugals erlebt ihre Premiere im Grand-Prix-Kalender.
Toni Schwaiger

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